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der Unternehmensgeschichte
Zwei Archive bewahren die Geschichte von thyssenkrupp und seiner Vorgängerunternehmen. Für die Überlieferung der Thyssen-Gruppe, des Hoesch-Konzerns und der thyssenkrupp AG ist thyssenkrupp Corporate Archives in Duisburg zuständig.
Die Geschichte des Unternehmens Krupp und der Familie Krupp dokumentiert das Historische Archiv Krupp der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in der Villa Hügel in Essen. Beide Archive unterstützen historische Forschung – nach vorheriger schriftlicher Anfrage ist auch eine persönliche Recherche vor Ort möglich.
Als Wissensspeicher und Langzeitgedächtnis übernimmt und bewahrt thyssenkrupp Corporate Archives rechtlich und historisch bedeutsame Unterlagen der thyssenkrupp Gruppe, der ehemaligen Thyssen-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen, des Hoesch-Konzerns sowie der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen.
Die Überlieferung reicht von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute und umfasst Schriftgut, Karten und Pläne, Filme und Fotografien, digitale Medien, Plakate und Medaillen – vom Hoesch-Archiv in Dortmund über Rheinstahl in Essen bis zur August Thyssen-Hütte in Duisburg.
Das Archiv wird 1961 als wissenschaftlich geführtes Werksarchiv der August Thyssen-Hütte AG aufgebaut und über die folgenden Jahrzehnte zum Konzernarchiv der Thyssen-Gruppe erweitert. Seit der Fusion 1999 nimmt es diese Funktion für die thyssenkrupp AG wahr; seit 2020 firmiert es als thyssenkrupp Corporate Archives.
Das Historische Archiv Krupp wird 1905 in Vorbereitung des 100-jährigen Firmenjubiläums als Werksarchiv des Unternehmens Krupp errichtet – es ist damit das älteste deutsche Unternehmensarchiv moderner Prägung.
Im selben Jahr begründet Margarethe Krupp das Familienarchiv Hügel; beide Archive werden 1958 unter dem Namen Historisches Archiv zusammengeführt.
Die Bestände umfassen das Familienarchiv der Familien Krupp und von Bohlen und Halbach, die Überlieferung der Gussstahlfabrik und Konzernleitung sowie umfangreiche Sondersammlungen – darunter rund 1,9 Millionen Fotografien seit etwa 1860.
Seit 1998 befindet sich das Archiv im Eigentum der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und ist in der Villa Hügel als Zentrum für die Krupp-Geschichte tätig.
Familienarchiv
1720–1967, ca. 350 lfm
Nachlässe und Sekretariatsakten von Angehörigen der Familie Krupp betreffend Unternehmensangelegenheiten, Mitgliedschaft in Vereinen, Verbänden und Gremien, Reisen und Familienforschung — auch zur Geschichte der Familien von Ende (Margarethe von Ende heiratete Friedrich Alfred Krupp) sowie von Bohlen und Halbach. Für die Zeit bis 1848 auch Firmenakten.
Kolonial- und Materialwarenhandlung Krupp, 1732–1811, auch Gutehoffnungshütte, Oberhausen-Sterkrade, 1797–1808.
Unterlagen aus dem Nachlass von Hermann Krupp, Berndorf bei Wien, betreffend die Berndorfer Metallwarenfabrik, 1844–1879.
Verwaltung Hügel: Unterlagen zur Verwaltung des Privatbesitzes der Familie Krupp/von Bohlen und Halbach, 1873–1965.
Findmittel: EDV-Findbücher, Karteien
Fotos, ab ca. 1860, ca. 1,9 Mio. Stück
Historische Postkarten mit Krupp-Bezug, ab 1890, ca. 1.500 Stück
Plaketten/Medaillen, ab 1862, 2 lfm
Diplome, 1850–1920, 1 lfm
Spezialbibliothek, ca. 10.000 Titel
Krupp Drucksachen (Allgemeine Sammlung), 1820–1992, 30 lfm
Krupp Drucksachen (Technischer Bereich), 1820–1992, 50 lfm
Filmsammlung, 1936, 1950–1992, ca. 2.000 Rollen
Videosammlung, ab ca. 1980, ca. 700 Stück
Pläne und Karten, 150 lfm
Tonträger, 1930–1992, 3 lfm