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Umwelt- und Energiemanagement
Bereits seit vielen Jahren treiben wir systematisch die Verbesserung der Energieeffizienz in unserer Produktion voran und entwickeln – auch in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden – Lösungen zur Reduktion von Treibhausgasen. Der Erfolg dieser Anstrengungen wird regelmäßig extern bestätigt: thyssenkrupp wurde 2025 bereits zum zehnten Mal in Folge in die A-List des CDP aufgenommen.
Mit unserer Klimastrategie setzen wir uns ambitionierte Ziele:
Bis spätestens zum Jahr 2050 wollen wir klimaneutral sein. In Deutschland streben wir dies im Einklang mit den Festlegungen des deutschen Klimaschutzgesetzes bereits für das Jahr 2045 an. Dies gilt sowohl für unsere direkten Emissionen (Scope 1) und die Emissionen aus Energiebezug (Scope 2) sowie für die Emissionen in unserer Wertschöpfungskette (Scope 3).
Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 haben wir unsere Ambition auf dem Weg zu diesem Langfristziel deutlich erhöht, um eine Emissionsreduktion im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Wir haben unsere Klimaziele von der Science Based Target initiativeSBTi überprüfen und nach dem SBTi Corporate Net-Zero Standard als konform mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bestätigen lassen.
Das Basisjahr für alle Klimaziele von thyssenkrupp ist das Jahr 2018.
Unsere Geschäfte haben Roadmaps und Maßnahmenpläne entwickelt, um diese Zwischenziele zu erreichen. Kompensationsmaßnahmen durch entsprechende Zertifikate sind bei der Erreichung dieser Ziele explizit ausgeschlossen. Der Erfolg bei der Erreichung der Klimaziele ist ein Kriterium in der Langfristvergütung des Vorstands und der Führungskräfte.
Energieeffizienz ist konzernweit eine Priorität. Schon seit 2013 betreiben wir mit GEEP (Groupwide Energy Efficiency Program) ein konzernweites Energieeffizienzprogram mit konkreten, ambitionierten Zielen.
Der bewusste Einsatz erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Hebel, da trotz aller Effizienzanstrengungen auf Energie nicht verzichtet werden kann.
In der Stahlproduktion arbeiten wir an zwei Ansätzen, um CO2 Emissionen zu reduzieren. Auf der einen Seite das Projekt Carbon2Chem (C2C). Carbon2Chem produziert dabei aus dem CO2 der Stahlproduktion und anderen Hüttengasen werthaltige Chemikalien und erschließt eine nachhaltige Kohlenstoffquelle für unvermeidbare Grundstoffe der Chemie wie alternative Treibstoffe, Düngemittel oder Kunststoffe.
Auf der anderen Seite setzen wir mit derdirekten Vermeidung von CO2 (CDA – carbon direct avoidance) auf die Nutzung von Wasserstoff statt Kohle als Reduktionsmittel, so dass bei der Stahlerzeugung and dieser Stelle kein CO2 entsteht. Wir werden schrittweise Kohle und Koks zunächst durch Erdgas und dann durch Wasserstoff als Reduktionsmittel ersetzen und so die Entstehung von CO2 reduzieren. Hierfür setzen wir auf ein neues Verfahren: Wir kombinieren eine zu 100% wasserstofffähige Direktreduktionsanlage mit zwei integrierten elektrischen Einschmelzern, um so CO2-reduziertes Roheisen zu erzeugen. Durch dieses Konzept können wir unseren Kunden weiterhin das gesamte Spektrum qualitativ hochwertiger Stahlgüten anbieten und damit auch zur CO2-Reduktion der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen beitragen. Dieser integrierte Ansatz soll bis 2045 die Treibhausgasneutralität unserer eigenen Stahlerzeugung ermöglichen.
Die indirekten Klimaauswirkungen entlang unserer Wertschöpfungskette übersteigen unsere eigenen Emissionen um ein Vielfaches. Gerade in der Nutzungsphase unserer Produkte durch unsere Kunden besteht ein großes Potenzial, Treibhausgase zu vermeiden. Da setzen wir an und bieten konzernweit ein breites Spektrum an Lösungen an:
Das Zementwerk der Zukunft basiert auf Oxyfuel-Technologie zur Zementherstellung. Prozessbedingt kann das Entstehen von CO2 nicht vermieden werden, aber es wird so angereichert, dass es am Ende effizient abgefangen und entweder in CCU-Anlagen (Carbon Capture & Utilization) stofflich genutzt oder einer etwaigen CO2-Infrastruktur zugeführt wird.
Treibhausgasneutralität wird ohne klimaschonend erzeugten Wasserstoff nicht Realität werden. Dafür bauen wiralkalische Wasserelektrolysen. Unsere Technologie ermöglicht einen flexiblen Betrieb.
Düngemittelproduktion ist zur Sicherung der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung unverzichtbar. UnsereEnviNOx Technologie vermeidet Lachgasemissionen, die fast 300-mal so klimaschädlich wie CO2 sind, und zusätzlich die NOx Emissionen.
THG-Emissionen im Bereich der Mobilität können durch unsereAnlagen für alternative Kraftstoffe oder unsere Komponenten für die Elektromobilität reduziert werden.
Wir bei thyssenkrupp stehen zu den internationalen Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und deren Umsetzung auf nationaler Ebene. Dabei wollen wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten und gleichzeitig eine leistungsfähige Industrieregion erhalten. Doch Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und kann nur gelingen, wenn Unternehmen, Politik und Gesellschaft gemeinsam Lösungen finden und die Veränderungen mittragen. Unser direktes und indirektes Engagement steht im Einklang mit unserem Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen. thyssenkrupp engagiert sich in diesem Dialog aktiv auf mehreren Ebenen:
Klimaschutz kann nur global gelingen und braucht dafür die passenden regulatorischen Rahmenbedingungen. thyssenkrupp beteiligt sich daher am politischen Dialog und ist regelmäßig auf den UN Klimakonferenzen (COP) vertreten.
Unsere Positionen bringen wir auch über Verbände ein, und wir engagieren uns in Schlüsselgremien wie beispielsweise den Klimaaktivitäten des BDI in Berlin.
Unsere Mitarbeitenden tragen und multiplizieren den erfolgreichen Klimaschutz.
Klimaschutz in die Lieferkette und an unsere Kunden zu tragen ist unser Kerngeschäft. Wir fördern Transparenz hinsichtlich Emissionen bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen und stellen unseren Kunden Product Carbon Footprint sowie spezifische Emissionsdaten zur Verfügung.
Den Dialog mit Wissenschaft und Forschung führen wir auf verschiedensten Ebene. Wir beteiligen uns regelmäßig an Projekten der Verbundforschung und pflegen eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Thinktanks und diversen Gremien.