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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Wer bei thyssenkrupp arbeitet, soll dabei sicher sein und gesund bleiben. Jeden Tag, an jedem Ort und an jedem einzelnen Arbeitsplatz. Gleichgültig, ob er oder sie bei thyssenkrupp beschäftigt ist oder bei einer für uns tätigen Partnerfirma. Diesem Anspruch stellen wir uns zweifach: Wir arbeiten engagiert daran, dass wir nicht nur die richtigen Regeln und Prozesse implementieren. Noch wichtiger ist es, dass wir alle die richtige Einstellung haben.
Wir bei thyssenkrupp verstehen Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement als fortlaufenden Verbesserungsprozess. Unser Ziel: maximale Sicherheit und Gesundheit für alle Beschäftigten.
Wir setzen auf systematische Prävention: An allen Arbeitsplätzen ermitteln wir Gefährdungen und bewerten Unfall- und Gesundheitsrisiken konsequent. Alle Beschäftigten erhalten umfassende Schulungen und regelmäßige Unterweisungen – abgestimmt auf die spezifischen Risiken ihres Arbeitsbereichs. Interne Standards regeln den sicheren Umgang mit branchentypischen Gefährdungen in Stahlproduktion, Automotive, Logistik und Anlagenbau.
Arbeitssicherheit bedeutet für uns mehr als Unfallprävention. Wir gestalten Arbeits- und Organisationsbedingungen gesundheitsförderlich, vermeiden arbeitsbedingte Erkrankungen durch physische oder psychische Fehlbelastungen und gewährleisten sichere, störungsfreie Betriebsabläufe.
Wir stärken das Sicherheitsbewusstsein, die Motivation und Handlungskompetenz aller Mitarbeitenden. Führungsverhalten und soziales Miteinander prägen unsere Sicherheitskultur. Dabei schließen wir niemanden aus: Leistungsgewandelte Mitarbeitende integrieren wir unter Ausnutzung aller unternehmerischen Möglichkeiten.
Gemäß den Anforderungen des internationalen Management-Systems ISO 45001:2018 haben wir umfangreiche Prozesse und Systeme implementiert, die im Sinne eines fortlaufenden Verbesserungsprozesses in vier Phasen gegliedert sind und die für alle thyssenkrupp Unternehmen verbindliche Mindestanforderungen vorgeben: PLAN - DO - CHECK - ACT.
Diese Mindestanforderungen sind im thyssenkrupp Managementhandbuch Arbeitssicherheit und Gesundheit niedergelegt. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch Audits überprüft und – wo immer sinnvoll – durch externe Zertifizierungen bestätigt. Im Geschäftsjahr 2024/25 arbeiteten 100% aller thyssenkrupp Beschäftigten in Unternehmen mit Arbeitsschutzmanagement-Systemen.
Dafür ist eine umfassende Kenntnis der gesetzlichen Vorschriften sowie anderer Anforderungen ebenso Voraussetzung wie die systematische Durchführung von strukturierten Gefährdungsbeurteilungen. Das gilt für die Reduzierung von Unfall- und Gesundheitsrisiken ebenso wie für die Gesundheitsförderung.
Für eine fortlaufende Verbesserung des Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements legen wir Ziele möglichst nach dem SMART-Prinzip fest und definieren Maßnahmen sowie passende Indikatoren, anhand derer wir unseren Erfolg messen.
Alle Ziele, Maßnahmen und Indikatoren werden in entsprechenden Fachgremien beraten und festgelegt. Sie werden dokumentiert und auf ihre Wirksamkeit hin in geeigneten Zeitabständen überprüft.
Eine funktionierende Organisation ist dabei von entscheidender Bedeutung. Es ist unerlässlich, die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Befugnisse eindeutig festzulegen und bekannt zu machen. Dies gilt für alle Akteure: Führungskräfte und Mitarbeitende, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und Gesundheitsmanager, Arbeitnehmervertreter und dort, wo erforderlich, Sicherheits-, Strahlen- und Laserschutzbeauftragte etc. Auf jeder Ebene von thyssenkrupp sind entsprechende Gremien eingerichtet, die regelmäßige Sitzungen durchführen. So ist eine gute Zusammenarbeit mit engmaschiger Beratung und Kontrolle sichergestellt.
Weitere wichtige Aspekte betreffen:
Kompetenz und Bewusstsein aller Handelnden, u.a. durch Schulungen und Unterweisungen.
Eine zielgerichtete Kommunikation zur Sicherstellung eines lückenlosen Informationsflusses auf allen Ebenen intern, sowie bei Kunden, Lieferanten, Besuchern und der relevanten Öffentlichkeit.
Eine aktuelle, nachvollziehbare Dokumentation.
Eine systematische betriebliche Umsetzung aller Maßnahmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, anderer Anforderungen und der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung.
Zur erfolgreichen Steuerung des Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements ist es notwendig, in angemessenen Zeitabständen zu prüfen, ob das Managementsystem und die ergriffenen Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen.
Wir bei thyssenkrupp haben umfangreiche Wirksamkeitskontrollmaßnahmen. Neben regelmäßigen Begehungen und sog. "Gemba-Walks" führen wir interne und externe Audits sowie Befragungen unserer Mitarbeitenden durch und ziehen Früh- und Spätindikatoren heran. Vorfälle, auch Beinahe-Unfälle, werden bei uns nach festgelegten Verfahren untersucht.
Maßnahmen werden in der Check-Phase bewertet genauso wie die Leistungsfähigkeit des Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements insgesamt.
Bei thyssenkrupp sind wir gut unterwegs, wie unsere Unfallhäufigkeitsrate (s.u.) zeigt. Aber es geht immer noch besser. Daher fließen die Erkenntnisse aus CHECK in die nächste PLAN-Phase ein. Ein fortlaufender Verbesserungsprozess eben.
ACT beschreibt den Korrekturprozess, also unser Verfahren, mit dem wir die aus CHECK gewonnenen Erkenntnisse zu Verbesserungspotenzialen strukturiert erfassen, bewerten und vor allem bearbeiten. Das erlaubt uns, Veränderungen im Großen wie im Kleinen zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Veränderungen spielen dabei eine besondere Rolle. Geänderte Rahmenbedingungen können sich z.B. aus dem Einsatz neuer Technologien sowie anderer Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffe, geänderten Organisationsstrukturen, geänderten Fähigkeiten und Kompetenzen von Mitarbeitenden, neuen Erkenntnissen zu Unfall- und Gesundheitsrisiken und den zugehörigen Schutzmaßnahmen oder geänderten Anforderungen von Kunden oder aus der Öffentlichkeit ergeben. Wir müssen in der Lage sein, relevante Veränderungen zu erkennen und unser Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement im Sinne einer fortlaufenden Verbesserung weiterzuentwickeln.
thyssenkrupp hat sein Handbuch für das Management von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zur unabhängigen Überprüfung vorgelegt.
Durch eine externe Überprüfung wurde bestätigt, dass das Managementhandbuch den Anforderungen der ISO 45001:2018 / Amd 1:2024 entspricht.
Die weltweit verwendete Kennzahl der Unfallhäufigkeitsrate misst die Anzahl der Arbeitsunfälle mit mindestens einem Tag Arbeitsausfall je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden. Sie wird monatlich von allen Einheiten weltweit erhoben und erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,7.
Unsere Unfallschwerpunkte haben wir exakt im Blick: Arbeitsunfällen mit Ausfallzeit sind überwiegend bedingt durch Stolpern, Rutschen und Stürzen sowie durch Quetschen und Klemmen. Dabei sind es Verletzungen der Hände, die am häufigsten vorkommen. Schwere Verletzungen sind meist die Folge von Abstürzen bei Tätigkeiten in Höhe oder Quetschungen bei Arbeiten in Maschinen und Anlagen. Unsere Anstrengungen richten sich deshalb besonders auf diese Aktivitäten.
Im Managementhandbuch wird der sichere Umgang mit typischen Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz beschrieben. Ergänzend dazu wurden für die Tätigkeiten, die im Unfallgeschehen eine besondere Rolle spielen, Programme in Form von Handlungshilfen herausgebracht.
"we care" - das ist unser Programm zur Förderung der Sicherheits- und Gesundheitskultur, welches wir weltweit schon seit vielen Jahren erfolgreich an unseren Standorten durchführen.
Ein besonderes Highlight: unsere "we care"-Tage
Anlässlich des Welttages für Arbeitssicherheit und Gesundheit, den die Vereinten Nationen jedes Jahr am 28. April ausrufen, finden auch bei uns rund um dieses Datum zahlreiche Veranstaltungen statt: Wir nennen sie unsere „we care-Tage“, die sich an strategischen Schwerpunkten, aktuellen Themen und konkreten Bedarfen ausrichten.
Dieses Jahr lautet das Motto der we care-Tage: „Step by Step“. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sensibilisierung für Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren. Mit Aktionen und Kommunikationsangeboten werden die persönliche Einstellung zu Arbeitssicherheit und Gesundheit, die Eigenverantwortung und der Austausch gefördert.
"we care"-Award
Seit 2015 wird jedes Jahr nach den we care-Tagen der we care-Award ausgeschrieben. Bewerben können sich thyssenkrupp Unternehmen, Teams und Einzelpersonen, die mit ihren Aktivitäten, Initiativen und Kampagnen die Sicherheits- und Gesundheitskultur in ihrem Bereich besonders vorantreiben.