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Industrielle DekarbonisierungLösungen für energieintensive Industrien

Die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien erfordert mehr als einzelne Technologien. Entscheidend ist ihr Zusammenspiel. thyssenkrupp bündelt Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Ein thyssenkrupp-Mitarbeiter bedient Rohrleitungen und Armaturen einer industriellen Wasserstoff-Versuchsanlage.

Wo unsere Technologien ansetzen

Industrien wie Stahl, Chemie und Zement stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen ihre CO₂-Emissionen deutlich senken und zugleich wettbewerbsfähig bleiben. Gerade dort, wo heute besonders viele Emissionen entstehen, liegt zugleich ein großes Potenzial für eine wirksame industrielle Dekarbonisierung.

Diese Ausgangslage prägt auch den Anspruch von thyssenkrupp. Bis spätestens 2050 wollen wir klimaneutral sein, in einzelnen Bereichen bereits früher. Die Grundlage dafür bildet unser Climate Action Program for Sustainable Solutions, kurz CAPS. Es bündelt Maßnahmen, Technologien und Lösungen, mit denen Emissionen in den eigenen Betrieben und entlang industrieller Wertschöpfungsketten reduziert werden sollen.

Lösungen für die industrielle Dekarbonisierung

Aus Ideen entstehen industrielle Anwendungen, aus neuen Verfahren skalierbare Prozesse, die sich auch in komplexen Produktionsumgebungen bewähren. So wird Dekarbonisierung konkret: in Anlagen, Prozessen und Technologien, die den Wandel zu einer klimafreundlichen Industrie ermöglichen.

Ein Mitarbeiter arbeitet in einer Produktionshalle an einem Großwälzlager für Windkraftanlagen.

Erneuerbare Energien für die Transformation

Die industrielle Dekarbonisierung und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft benötigen große Mengen erneuerbarer Energie. Windkraft spielt dabei eine zentrale Rolle – an Land und auf See.

thyssenkrupp rothe erde entwickelt und produziert Großwälzlager und Ringe für Windkraftanlagen. Rotorlager mit Durchmessern von bis zu 6,5 Metern nehmen hohe Kräfte auf und ermöglichen einen zuverlässigen Betrieb der Anlagen. Gerade in Offshore-Windparks sind die Komponenten starken Belastungen, wechselnden Wetterbedingungen und schwer zugänglichen Einsatzorten ausgesetzt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Konstruktion, Werkstoffe und Fertigungsqualität.

Die Lösungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung – und schaffen zugleich eine Grundlage für die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff.

Ein Mitarbeiter prüft Leitungen und Komponenten einer industriellen Wasserelektrolyseanlage.

Grüner Wasserstoff im industriellen Maßstab

Grüner Wasserstoff kann fossile Energieträger und Rohstoffe dort ersetzen, wo eine direkte Elektrifizierung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nur schwer umsetzbar ist. Dazu zählen unter anderem Anwendungen in der Stahl- und Chemieindustrie.

Mit thyssenkrupp nucera verfügt thyssenkrupp über umfassende Kompetenz in der Wasserelektrolyse. In dem Prozess wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Werden hierfür erneuerbare Energien genutzt, spricht man von grünem Wasserstoff. Die Elektrolyseanlagen sind auf die industrielle Produktion von Wasserstoff im Gigawatt-Maßstab ausgelegt.

So entsteht ein wichtiger Ausgangsstoff für emissionsärmere industrielle Prozesse, synthetische Kraftstoffe und eine resilientere Energieversorgung.

Zwei thyssenkrupp Beschäftigte in Warnschutzkleidung besprechen technische Unterlagen in einer Industrieanlage.

Wasserstoff verfügbar machen

Neben der Produktion ist der Transport von grünem Wasserstoff eine zentrale Voraussetzung für den Aufbau internationaler Wasserstoffmärkte. Da sich Wasserstoff nur mit hohem technischem Aufwand über große Entfernungen transportieren lässt, kann grünes Ammoniak als Energieträger und Transportmedium eingesetzt werden.

thyssenkrupp Uhde plant und realisiert Anlagen für die Produktion von grünem Ammoniak. Am Zielort kann der darin gebundene Wasserstoff mithilfe von Ammoniak-Cracking wieder freigesetzt und für industrielle Anwendungen verfügbar gemacht werden.

Damit verbindet thyssenkrupp die Wasserstofferzeugung mit der erforderlichen Transport- und Anlageninfrastruktur. Es entstehen Wertschöpfungsketten von der Produktion über den Transport bis zur industriellen Nutzung.

Wie unsere Innovationen die industrielle Dekarbonisierung voranbringen

Von grünem Wasserstoff über klimaneutralen Stahl bis zur nachhaltigen Zementproduktion – entdecken Sie, wie thyssenkrupp die grüne Transformation vorantreibt.
Visualisierung der neuen Direktreduktionsanlage bei thyssenkrupp Steel in Duisburg

Die Direktreduktionsanlage: Dekarbonisierung beim Stahl

Der Einsatz von grünem Wasserstoff´ist der Schlüssel für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien. Mit dem Bau der neuen Direktreduktionsanlage in Duisburg nimmt die grüne Transformation des Stahls Fahrt auf.
Großtechnische Ammoniakanlage von thyssenkrupp Uhde zur Produktion von Ammoniak als Basis für den Transport von grünem Wasserstoff.

Ammoniak-Cracking: Schlüsseltechnologie für die Energiewende

Ammoniak kann die grüne Transformation der Industrie entscheidend vorantreiben – als Transportmedium für grünen Wasserstoff. thyssenkrupp Uhde hat es sich zum Ziel gesetzt, ein effizientes Ammoniak-Cracking-Verfahren zu entwickeln.
Ingenieur von thyssenkrupp nucera prüfen eine industrielle Wasserelektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff.

Grüner Wasserstoff: Innovationen für die Wasserelektrolyse

Wie macht thyssenkrupp nucera die Wasserelektrolyse effizienter? Erfahren Sie, wie eine patentierte Innovation den Nickeleinsatz reduziert und die Produktion von grünem Wasserstoff nachhaltiger gestaltet.
Eine Mitarbeiterin mit Schutzhelm steht in einer Produktionshalle vor einer großen aufgewickelten Stahlrolle.

Neue Wege für die Stahlproduktion

Die Stahlindustrie gehört zu den besonders energie- und emissionsintensiven Industrien. thyssenkrupp Steel arbeitet deshalb daran, die konventionelle, kohlebasierte Stahlproduktion grundlegend umzustellen.

Eine Schlüsselrolle übernimmt die geplante Direktreduktionsanlage in Duisburg. Im Direktreduktionsverfahren kann Erdgas und perspektivisch grüner Wasserstoff eingesetzt werden. Die Technologie ermöglicht es, die Emissionen der Stahlproduktion deutlich zu senken und zugleich weiterhin Stahl in gewohnten Güteklassen zu produzieren.

Mit bluemint® bietet thyssenkrupp Steel bereits heute Stähle mit reduzierter CO2-Intensität an. Mit der Direktreduktionsanlage wird das Angebot künftig weiterentwickelt und die Transformation der Stahlproduktion konsequent fortgeführt.

Drei thyssenkrupp Beschäftigte in Warnschutzkleidung stehen vor einer großtechnischen Industrieanlage.

Anlagenbau für eine klimafreundlichere Industrie

Auch in der Chemie- und Zementindustrie sind neue Verfahren notwendig, um Emissionen dauerhaft zu reduzieren. thyssenkrupp verbindet dafür langjährige Anlagenbauerfahrung mit innovativen Technologien.

thyssenkrupp Uhde plant und realisiert weltweit Chemieanlagen. Das Portfolio umfasst unter anderem Anlagen für grünes Ammoniak und grünes Methanol. Die Kompetenzen reichen von Entwicklung und Planung über den Neubau und die Modernisierung bestehender Anlagen bis zum Service. Ein Beispiel: Mit der EnviNOx®-Technologie werden klimaschädliches Lachgas und Stickoxide aus industriellen Abgasen nahezu vollständig reduziert. Ihr modularer Ansatz ermöglicht eine wirtschaftliche und passgenaue Integration in bestehende Anlagen.

thyssenkrupp Polysius und thyssenkrupp Calvion bündeln Lösungen für eine emissionsärmere Zementproduktion. Das Ziel: den Energie- und Ressourcenverbrauch senken, CO2-Emissionen vermeiden sowie prozessbedingt entstehendes CO2 abscheiden, nutzen oder speichern. Ein großer Teil der Emissionen entsteht bei der Umwandlung von Kalkstein zu Klinker. Hier setzt die Pure-Oxyfuel-Technologie an: Im Brennprozess wird Umgebungsluft durch reinen Sauerstoff ersetzt. Dadurch entsteht ein Abgas mit einer hohen CO2-Konzentration. Das gewonnene CO2 kann so gespeichert oder als Rohstoff in anderen industriellen Prozessen genutzt werden.

Pressemitteilungen zum Thema Dekarbonisierung

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Erhöhung der Ammoniak-Export Kapazitäten: thyssenkrupp Uhde erhält Auftrag zur Anlagenerweiterung von Brunei Fertilizer Industries

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