Besonders spannend findet der Experte die Bewertung neuer Ideen und Geschäftsmodelle für den Anlagenbau bei Uhde. „Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten "Pay-per-use"-Modelle, die den Kundennutzen erhöhen können und den Anwendungsrahmen im Bereich Digitalprodukte erweitern“, erläutert er. Hierbei handelt es sich um ein Vertragsmodell, das es Auftraggebenden ermöglicht, lediglich für die tatsächlich genutzten oder produzierten Einheiten zu zahlen. „Dies bietet eine erhöhte Flexibilität und Planungssicherheit für unsere Kund:innen, während wir bei thyssenkrupp den Service vollständig verantworten können, was uns dieses Geschäft sichert“. Die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle. „Eine durchdigitalisierte Anlage kann solche Konzepte erst richtig ermöglichen“, erklärt Tobias, „da hierdurch auch aus der Ferne sichergestellt werden kann, dass die Anlage entsprechend bestimmten Vertragsparametern betrieben wird“. Noch ist das Konzept zwar nicht vollständig umgesetzt, die zunehmende Bedeutung in der Industrie und auch bei thyssenkrupp treibt das Konzept eines solchen Vertragsmodells jedoch weiterhin an.
Faszinierende digitale Projekte und Meilensteine
Welches Projekt er im vergangenen Jahr besonders spannend fand? Für Tobias eindeutig: Die Vorbereitung für das Projekt des ägyptischen Chemie- und Düngemittelherstellers NCIC („El Nasr Company for Intermediate Chemicals“) – vor allem aufgrund der Größe und Komplexität. „Den Kundenbedarf zu verstehen und die richtigen Dinge im Angebotsprozess auszuarbeiten, war bei einem Projekt dieser Dimension entscheidend, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.“, erklärt Tobias.
Das Ergebnis: Im Rahmen des Düngemittelprojekts für NCIC wurde eine „digitale Infrastruktur“ aufgebaut, auf dessen Basis Online-Dashboards und regelmäßige Leistungsberichte zur Verfügung gestellt werden.