Unsere Lösungen für die Zementindustrie
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Die Aminwäsche wird bereits vielfach eingesetzt, um CO2 aus Prozessgasen oder auch Abgasen zu gewinnen. Nun entwickeln wir die Technologie weiter und optimieren sie für die Zementindustrie. Auch weitere Anwendungen wie z.B. bei Müllverbrennungsanlagen sind möglich, um CO2 direkt an der Quelle auffangen zu können.
Die Basis für eine schnelle Transformation der Zementindustrie sind starke Partnerschaften. Vor allem Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie sind hier entscheidend. „Innovative Abtrennungstechnologie für die Gasbehandlung zu entwickeln und bestehende Trenntechniken immer effizienter, umweltschonender sowie nachhaltiger zu gestalten und diese zur Anwendung zu bringen, ist eine drängende sowie entscheidende Aufgabe und direkter Beitrag zum Klimaschutz. Diese Aufgabe gelingt nur in enger Kooperation zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen wie Universitäten“, betont Prof. Dr.-Ing. Jens-Uwe Repke, Leiter des Fachgebiets Dynamik und Betrieb technischer Anlagen an der TU Berlin.
Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein. Daher suchen wir nach der besten Carbon Capture Technologie und testen verschiedene Verfahren. Die CO2-Abscheidung mittels Aminwäsche ist eine vielversprechende Lösung. Ich freue mich, dass wir den Einsatz des innovativen Verfahrens in der Zementindustrie gemeinsam mit unseren Partnern erproben können.
Die Leistungsfähigkeit und Effizienz dieser Einrichtungen werden nun mit realem Abgas im Zementwerk am Standort Beckum getestet. Damit werden die Grundlagen für einen kommerziellen Einsatz gelegt. Zusätzlich werden verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das gewonnene CO2 betrachtet, beispielsweise Methanol oder nachhaltige Kraftstoffe. Mit diesem Verfahren wollen die Partner einen Beitrag zur Reduktion von Klimagasen insbesondere bei Bestandsanlagen zur Zementherstellung leisten. Diese können dann mit Einrichtungen zur Abtrennung des CO2 aus dem Prozessabgas nachgerüstet werden, ohne weitere Anpassungen am Produktionsprozess. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert unter dem Förderkennzeichen 03EE5103A.
Mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel geraten Zementhersteller unter wachsenden Druck, die Produktion des Baustoffes nachhaltiger zu gestalten. Deswegen wird bereits auf vielfältige Weise an der Reduktion von CO2-Emissionen gearbeitet. Der Grund: Selbst bei vollständig erneuerbarer Energieversorgung entstehen bei der Kalzinierung des Kalksteins prozessbedingt erhebliche CO₂-Emissionen. Ein Forschungsprojekt von thyssenkrupp Uhde, Holcim und der Technischen Universität Berlin hat sich zum Ziel gesetzt Emissionen in bereits bestehenden Zementanlagen zu reduzieren.
Durch den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologien soll CO2 abgetrennt werden. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungen nutzbar zu machen. Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die den Wirkungsgrad verbessern sollen und widerstandsfähiger gegen Verunreinigungen sind.
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