Hintergrund
Warum wir einen starken Auftritt brauchen
  • Evolution statt Revolution: Das neue Logo greift die historischen Symbole auf und verschmilzt sie zu einem modernen Zeichen der Einheit und Innovationskraft.

  • Die wertvollste Marke der Welt kennt wohl fast jeder Mensch. Überall dort, wo der angebissene Apfel des kalifornischen Technologiekonzerns Apple prangt, wird suggeriert: Hier ist Technik der nächsten Generation und von höchster Qualität verbaut. Dem Verkaufsstart jedes neuen Produkts fiebern die Kunden regelrecht entgegen und stehen in langen Schlangen vor den Geschäften. Sie sind sogar bereit, wesentlich mehr zu bezahlen, als für Vergleichbares von der Konkurrenz. Die Marke macht dabei den Unterschied: In ihr sind die Kompetenzen gebündelt, für die das Unternehmen steht. Sie ist ein Versprechen, das von Kunden, Geschäftspartnern und Investoren weltweit verstanden wird – unabhängig von Kultur und Sprache. Gute Marken schaffen einen Vertrauensvorschuss und somit einen Vorteil im Wettbewerb. Wie Apple ist auch thyssenkrupp ein Global Player. Doch im internationalen Vergleich ist der Name unseres Unternehmens und die Leistung, für die er steht, noch nicht bekannt genug. Diese Erfahrung mussten wir in den vergangenen
    Jahren immer wieder machen. Hinzu kommt, dass der Konzern mittlerweile ein anderer ist als noch vor 16 Jahren, als Thyssen und Krupp fusionierten. Wir haben uns zu einem modernen und global aufgestellten Industriekonzern entwickelt. Zwischen neuem Unternehmen und alter Marke klaffte also eine Lücke, die wir schließen mussten. Doch wie genau sollte sich thyssenkrupp auf dem Markt positionieren? Um diese Frage zu beantworten, haben wir mehr als 6.000 Kunden, Mitarbeiter, Bewerber, Investoren, Betriebsräte und Personen des öffentlichen Lebens befragt:
    Welche Erwartungen haben Sie an thyssenkrupp? Werden diese auch erfüllt? Wie sehen Sie den Konzern?
  • Die Ergebnisse zeigen: Die Marke des Unternehmens fußt auf einem starken Fundament. Die Menschen verbinden zwei Jahrhunderte Industriegeschichte mit ihr. Exzellente Ingenieure, hohe Qualität und Zuverlässigkeit – diese Stärken zeichnen den Konzern im Wettbewerb aus. Es hat sich aber auch herausgestellt: Die Wünsche und Erwartungen der Kunden könnten besser erfüllt werden, wenn wir ihnen besser zuhören und genau das entwickeln, was sie brauchen. Außerdem muss die Zusammenarbeit untereinander intensiviert werden. Daher wurde die neue Marke auch gemeinsam mit den Business Areas und den Regionen entwickelt. Das Selbstverständnis, der Anspruch und die Vorstellungen für die Zukunft sind offen diskutiert worden. Jeder Mitarbeiter soll sich in der Marke wiederfinden.
    Evolution statt Revolution

    Mit dem neuen Auftritt wollen wir uns ab sofort noch mehr abheben und von Konkurrenten unterscheiden. Unsere Marke soll zu einem Aushängeschild werden, das thyssenkrupp und seine Leistung unverwechselbar macht. Dafür muss sich der Konzern nicht komplett neu erfinden: Evolution statt Revolution lautet die Devise.

    Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: Das Unternehmen hat sich nach einer schwierigen Phase wirtschaftlich stabilisiert. Wir haben das Vertrauen unserer Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre zurückgewonnen, indem wir uns in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert haben. Die neue Marke macht diesen Prozess jetzt für alle deutlich sichtbar.

  • Die Dachmarke schafft ein einheitliches und positives Bild bei unseren Kunden und Mitarbeitern.
    Darüber hinaus soll die Dachmarke thyssenkrupp einen: Rund 500 Gesellschaften gehören zum Konzern, 180 verschiedene Markenauftritte existieren aktuell noch nebeneinander. Die neue Marke wird zur Dachmarke für alle. Nur so gelingt ein starker gemeinsamer Auftritt. Nur so kann jede Gesellschaft davon auch profitieren. Das neue Logo unterstreicht das. Die bis vor Kurzem noch getrennten Signets von Thyssen und Krupp bilden endlich eine Einheit.
  • engineering.
    tomorrow.
    together.
    Auch der Claim „engineering. tomorrow. together.“ legt ganz klar einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit. Zugleich drückt er aus, dass wir Lösungen bieten wollen, die wegweisend sind. Logo und Claim symbolisieren also unser Selbstverständnis. Eine weitere und zugleich das Herzstück aller Neuerungen ist das Markenversprechen, das sich der Konzern gegeben hat. Die prägnanten Sätze drücken aus, wie thyssenkrupp sein will. Sie geben konkrete Hinweise für den Umgang mit dem Kunden, wie Herausforderungen angegangen werden und wie jeder Mitarbeiter seinen Teil bestmöglich beisteuern kann. Die Business Areas haben das Versprechen für ihren eigenen Bereich konkretisiert. Damit ist für jeden klar, was sein Beitrag zu thyssenkrupp als Ganzes ist.
Markenversprechen und Claim
Unser Markenversprechen
… definiert, was wir für unsere Kunden leisten können und wollen, mit unserer Kompetenz und unserer Persönlichkeit.
  • Unser Marken-versprechen
    … definiert, was wir für unsere Kunden leisten können und wollen, mit unserer Kompetenz und unserer Persönlichkeit.
  • Wir bringen unsere Kunden voran, indem wir ...
    1
    … aktuelle und zukünftige Kunden-/ Marktbedürfnisse verstehen:

    Wir hören zu, geben Empfehlungen und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen.
    2
    … wettbewerbsfähige Produkte, Services und Lösungen anbieten: Wir erstellen verlässliche und qualitativ hochwertige Produkte, Services und Lösungen mit überlegenem Kosten-Nutzen-Verhältnis und arbeiten präzise.
    3
    … relevante technologische Innovationen und Geschäftsmodelle entwickeln: Wir streben nach technologischen Lösungen und Geschäftsmodellen für zukünftige Kunden-/Markt-bedürfnisse, um den Bedarf unserer Kunden nach „mehr“ auf eine „bessere“ Weise zu erfüllen.
    Unsere Kompetenz
  • Wir bringen unsere Kunden voran, indem wir ...
    4
    … eine Vorreiterrolle einnehmen. Wir arbeiten mit Weitblick und einer lösungsorientierten Denkweise, die unsere Kunden, Mitarbeiter und andere Stakeholder voranbringt.
    Unsere Persönlichkeit
    5
    … als verlässlicher Partner agieren. Wir handeln verantwortungsbewusst und mit einer langfristigen Perspektive gegenüber Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern; wir sind ehrlich und authentisch.
    6
    … Menschen befähigen und begeistern. Wir stehen für respektvolle und vernetzte Zusammenarbeit über Funktionen, Geschäfte, Regionen und Ebenen, in der jeder Verantwortung übernimmt – für sich und für andere – und für ein modernes Arbeitsumfeld.
    7
    … auf unsere langjährige Erfahrung aufbauen. Wir ziehen Kraft und Kompetenz aus unseren Wurzeln als (deutsches) Traditionsunternehmen und unserer globalen Präsenz; dies ist die Grundlage für unsere stetige Erneuerung.
engineering.
tomorrow.
together.
Drei Worte, die beschreiben, wer wir sind,
was wir machen und wie wir es machen.
Drei Worte, die beschreiben, wer wir sind, was wir machen und wie wir es machen.

… ist Teil unserer Identität. Es beschreibt die Art, wie wir denken. Im Werk, im Büro, an jedem Standort auf der Welt. Es bedeutet, Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln – kleine und große. Heute und morgen. Als diversifizierter Industriekonzern liefern wir verlässliche Produkte, Services und Lösungen – zeitgerecht, in bester Qualität und zu einem über­zeugenden Preis-Leistungsverhältnis. In Mechanik, Anlagenbau und Werkstoffen. Wir kennen unsere Kunden und deren Märkte. Wir investieren in relevante technologische Innovationen und machen damit die Welt ein klein wenig besser. Wir sind ein verlässlicher Partner – das ist unser Versprechen.
engineering.
tomorrow.
Wir haben über 200 Jahre Industriegeschichte geschrieben. Daraus ziehen wir unsere Kraft und Kompetenz. Aber eine große Vergangenheit, ist nicht genug, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Deshalb denken wir heute daran, wie wir morgen sein wollen. Und wir wissen heute, was die Welt von morgen und was unsere Kunden brauchen. Wir entwickeln nachhaltige Lösungen, die auch zukünftigen Anforderungen genügen. Wir verbessern, was schon funktioniert. Und wir revolutionieren Industrien, wenn sie den Menschen das Leben leichter machen und unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
together.
Wir teilen unser Wissen, verbinden es und schaffen daraus Neues – über Unternehmen, Industrien und Länder hinweg. Unsere Geschäfte profitieren davon, dass wir im Konzernverbund bereichsübergreifend denken und arbeiten. „together“ ist ein Versprechen, das wir unseren Kunden, unseren Partnerunternehmen und uns selbst geben. Wir vertrauen und sind vertrauenswürdig. Wir sind eine Mannschaft. Wir arbeiten zusammen. Wir lernen voneinander und entwickeln uns gemeinsam weiter. Denn: Die wirklich großen Ziele erreicht man nur gemeinsam.
Interview
Die neue Marke stellt die Kunden stärker in den Mittelpunkt und macht unsere Veränderungen erlebbar.
Heinrich Hiesinger,
Vorstandsvorsitzender
Interview
  • Interview
    Die neue Marke stellt die Kunden stärker in den Mittelpunkt und macht unsere Veränderungen erlebbar.
    Heinrich Hiesinger,
    Vorstandsvorsitzender
  • 1
    Herr Hiesinger, warum verändern wir unsere Marke?
    Wir haben bei thyssenkrupp viele Veränderungen auf den Weg gebracht und damit glaubwürdige Voraussetzungen für einen weiteren Schritt geschaffen.Im persönlichen Kontakt bekomme ich das gespiegelt. Da heißt es schon mal: „Das hätte ich von thyssenkrupp so nicht erwartet.“ Aber: Das heißt es nicht oft genug. Wir werden noch nicht überall als der leistungsfähige Industriekonzern wahrgenommen, der wir sind und künftig noch mehr sein wollen. Hier setzt die neue Marke an. Sie stellt die Kunden stärker in den Mittelpunkt und macht unsere Veränderung sichtbar und erlebbar. Das ist ein großartiger und spannender Moment.
  • 2
    Hat der Konzern jetzt das Geld, um eine neue Marke einzuführen?
    Natürlich geht es nicht ganz ohne Anfangsinvestitionen. Aber wir führen die neue Marke glaubwürdig ein, also ohne teure Kampagne und ohne alles sofort auszuwechseln. Wir nutzen bestehende Medienereignisse wie die anstehende Hauptversammlung und erneuern Fahr­zeuge, Helme, Arbeitskleidung, Büroartikel oder Ähnliches dann, wenn sie sowieso ausgetauscht werden müssen. Nur an einigen wenigen Stellen werden wir schon jetzt sichtbare Zeichen setzen.
  • 3
    Was ist das Wichtigste an der neuen Marke?
    Das Herzstück ist das Markenversprechen. Weil es uns sagt, wie wir unsere Kunden voranbringen wollen. Ein Beispiel daraus: „Wir bringen unsere Kunden voran, indem wir aktuelle und künftige Kunden- und Marktbedürfnisse verstehen.“ Dahinter steckt, dass wir besser zuhören müssen, um zu verstehen, was Kunden wollen: nicht zu viel Komplexität, sondern das passende Preis-Leistungs-Verhältnis. Besser zuhören – das können wir uns alle ganz einfach für jeden Tag vornehmen.
  • 4
    Jetzt aber mal Hand aufs Herz: Wie finden Sie den neuen Look?
    Ich bin begeistert. Mir gefällt das Blau, es ist frisch und modern. Und das neue Logo erlaubt mehrere Perspektiven: Zum einen steckt viel von unserer Geschichte drin, die Krupp-Ringe und der Thyssen-Bogen sind auf smarte und harmonische Weise miteinander verbunden. Zum anderen stehen Symmetrie und Komplexität des Logos für anspruchsvolles engineering. Den Claim engineering.tomorrow.together. finde ich stark.
  • 5
    Haben Sie dafür gesorgt, dass da engineering drinsteht?
    Dafür hat thyssenkrupp gesorgt. Der engineering-Gedanke ist Teil unserer Identität, das hat sich im Projekt gezeigt. Als Ingenieur freut mich das, klar. Der Claim steht aber für mehr als Ingenieurskompetenz. Er steht für unsere Lösungs- und Leistungskompetenz – bei den Ingenieuren genauso wie bei allen anderen. Der Claim steht auch dafür, dass wir heute nachhaltige Lösungen finden, die auch zukünftigen Anforderungen genügen. Und dafür, dass wir das gemeinsam machen.
  • 6
    Leitbild, Strategie, Konzernumbau, Markenversprechen – wie passt das alles zusammen?
    Die Reihenfolge ist schon mal richtig. Aber im Ernst: Ja, das passt und gehört zusammen. Das Leitbild haben wir uns zu Beginn unserer Veränderung gegeben. Es zeigt, welche Werte uns wichtig sind. Es ist sozusagen unser Grundgesetz. Die Strategie beschreibt, wie wir im Wett­bewerb erfolgreich sein wollen: nämlich gemeinsam im Verbund, mit wettbewerbsfähigen Produkten und Leistungen, die unsere Kunden voranbringen – und mit Technologien und Innovationen, die Ressourcen schonen. Mehr und besser lautet die Devise. Der Konzernumbau war und ist notwendig, um Strukturen zu schaffen, mit denen wir im Wettbewerb erfolgreich sind. Die neue Marke bindet das alles zusammen, macht es sichtbar und transportiert es eindeutiger, emotionaler und sympathischer. Dieses Zusammen­spiel kann und wird eine große Wirkung entfalten. Da bin ich sicher.
  • 7
    Macht es für die Mitarbeiter einen Unterschied, ob auf jedem Werksausweis thyssenkrupp steht?
    Ja. Mehr Zusammenhalt war auch ein Wunsch unserer Mitarbeiter, als wir unser Leitbild erarbeitet haben. Deshalb heißt es auch: Wir sind thyssenkrupp. Außerdem heißt es in unserer Strategie, dass wir im Verbund stärker sind als die Geschäfts­bereiche für sich alleine. Gemeinsam können wir effizienter sein, zum Beispiel im Einkauf; gemeinsam kommen wir auf bessere Ideen; gemeinsam bereiten wir thyssenkrupp auf die Digitalisierung vor. Eine einheitliche Dachmarke ist da nur konsequent. Sie hilft uns, unsere tägliche Arbeit auf ein Ziel auszurichten: unsere Kunden voranzubringen. Der Weg kann unterschiedlich sein – für Industrial Solutions anders als für Elevator, im Service anders als im Marketing. Aber das Ziel ist für alle gleich. Bei Projekten wie InCar plus oder dem MULTI ist uns das heute schon sehr gut gelungen. Davon brauchen wir mehr.
Der neue Auftritt
Die Geschichte unserer Markenzeichen
Evolution statt Revolution: Das neue Logo greift die historischen Symbole und verschmilzt sie zu einem modernen Zeichen der Einheit und Innovationskraft.

Evolution statt Revolution: Das neue Logo greift die historischen Symbole und verschmilzt sie zu einem modernen Zeichen der Einheit und Innovationskraft.
1811
Friedrich Krupp gründet am 
20. November eine Fabrik zur Herstellung von hochwertigem Gussstahl in Essen.
1836
Krupp: Das Unternehmen führt eine Krankenkasse für alle Arbeitnehmer ein, Vorbild für die heutigen Sozialversicherungen in aller Welt.
1891
August Thyssen übernimmt die Mehrheit am Steinkohlebergwerk „Gewerkschaft Deutscher Kaiser“ in Hamborn – der Grundstein für den Aufstieg zum Weltkonzern.
1853
Alfred Krupp meldet die nahtlosen Eisenbahnradreifen zum Patent an, die sich bei den wachsenden Fahrgeschwindigkeiten als bruchsicher erweisen.
1859
Krupp erhält seinen ersten Großauftrag zur Produktion von Kanonen. Die Rüstungsproduktion wird damit das zweite wichtige Standbein für das Familienunternehmen.
1875
bestimmt Alfred Krupp drei aufeinander gelegte Eisenbahnradreifen zum Firmenzeichen. Ab 1934 wird die schwarze Variante verwendet.
1903
Nach dem Tod von Friedrich Alfred Krupp wird der Konzern eine Aktiengesellschaft (bis 1943) und expandiert weltweit.
1926
August Thyssen stirbt. Der Konzern wird Teil der neu gegründeten Vereinigten Stahlwerke AG - dem größten Stahlkonzern in Europa. Fritz Thyssen übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats (bis 1939).
1945
Thyssen: Nach Kriegsende sind viele Werksanlagen zerstört oder werden von den Allliierten demontiert. Die Vereinigten Stahlwerke AG werden in den Folgejahren liquidiert.
1945
Krupp: Die Werksanlagen sind in Folge des Krieges zu 75% zerstört oder demontiert, das Unternehmen wird zeitweise alliierter Kontrolle unterstellt. Es beginnt der Wiederaufbau und die Diversifizierung in neue Produktfelder, etwa Fabrikanlagen und Autokomponenten.
1953
Neugründung der August-Thyssen-Hütte AG (ATH). Der Konzern wächst, auch durch den Erwerb von Unternehmen weltweit. Ab 1967 dokumentiert das „lichte T“-Logo, dass alle Töchter unter dem Konzerndach vereint sind.
1968
Das Krupp-Vermögen wird in die „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ überführt, fortan Eigentümer der Fried. Krupp GmbH. Ihren Vorsitz übernimmt Berthold Beitz. Er leitet den Konzern durch den Strukturwandel der 70er und 80er Jahre.
1976
Der Thyssen-Bogen: Nach der Übernahme der Rheinstahl AG integriert die Konzernmarke den Rheinstahl-Bogen. Er wurde inspiriert vom Rheinstahl-Pavillion auf der Hannover-Messe 1955. Die neue Thyssen AG produziert neben Stahl nun auch Maschinen, Autoteile, Schiffe und Aufzüge und ist in der Logistik aktiv.
1991
Die Fried. Krupp GmbH übernimmt die Mehrheit am Stahl- und Maschinenbaukonzern Hoesch AG. 1993 geht die neue Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp an die Frankfurter Börse.
1999
Aus Thyssen und Krupp wird am 17. März 1999 die ThyssenKrupp AG. Die neue Marke führt die alten Identitätselemente - Thyssen-Bogen und Krupp-Ringe - zusammen.
2008
Die weltweite Finanzkrise trifft auch den Konzern hart, zudem entwickeln sich die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA nicht so wie erhofft. Der Aktienkurs stürzt ab auf ein Drittel. Umstrukturierungen werden nötig.
2009
Die Konzernteile werden in Business Areas neu organisiert. Schriftzug und Logo rücken zusammen und erhalten einen neuen gemeinsamen Rahmen, der verstärkte Integration und geschlossenheit symbolisiert.
2011
Heinrich Hiesinger wird neuer Vorstandsvorsitzender. Der Umbau des Konzerns wird mit dem Effizienzprogramm „impact“ vorangetrieben.
2015
Die US-Eliteuniversität MIT wählt ThyssenKrupp zu den „50 Smartest Companies“ der Welt. Der Konzern erwirtschaftet wieder einen deutlichen Überschuss.
2015
Eine neue Marke für einen erneuerten Konzern
Klare Meinungen
Blick von innen, Blick von aussen: Kollegen, Politiker und Sportler aus aller Welt sagen, wie sie diesen Schritt beurteilen, und warum sie ihn für wichtig halten.
  • „Logo, Claim und Farbe machen nur den sichtbaren Teil aus. Die neue Marke ist viel mehr: ein Versprechen, das wir uns, den Kunden und Aktionären geben.“
    Donatus Kaufmann, Guido Kerkhoff, Heinrich Hiesinger, Oliver Burkhard, Vorstand thyssenkrupp AG
  • „Die Industrie-Ikone thyssenkrupp hat sich zu einem modernen Technologiekonzern gewandelt – in einem spannenden und auch spannungsreichen Prozess, den ich seit Jahren mitverfolgen konnte. Ich wünsche dem Unternehmen viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung. Traditionsbewusstsein und Zukunftszuversicht – dafür steht die neue Marke. Und beides brauchen wir in ganz Deutschland. Ohne Unternehmen wie das Ihre wäre Deutschland ärmer.“
    Sigmar Gabriel
    deutscher Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie
  • „Ohne die Fähigkeit, sich immer wieder zu verändern, hätte thyssenkrupp nicht 200 Jahre Industriegeschichte geschrieben. Die neue Marke vereint Tradition und Zukunft und ist ein starker Beleg für die Veränderungsbereitschaft des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
    Garrelt Duin
    Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalen
  • „Ich habe bei einer Veranstaltung erlebt, mit welcher Leidenschaft die Menschen bei thyssenkrupp Herausforderungen annehmen und den Erfolg suchen. Wie die deutsche Nationalmannschaft haben sie begriffen, dass man nur als Team Erfolg hat.“
    Oliver Bierhoff
    Manager Deutsche Fußballnationalmannschaft
  • „Wenn Unternehmen sich ausdrücklich zu ihrer sozialen Verantwortung und zu starken Werten wie Offenheit, Ehrlichkeit und Respekt bekennen, hat das eine hohe Signalwirkung und Bedeutung nach innen und nach außen.“
    Franz-Josef Overbeck
    Ruhrbischof Essen
  • „Ich unterstütze eine moderne und nachhaltige Industrie, die gute Arbeitsplätze sichert und Innovationen voranbringt. thyssenkrupp ist ein wichtiger Teil der europäischen Industriekultur und eng verbunden mit den Menschen in den Regionen. Aus zahllosen Besuchen weiß ich, wie motiviert und kreativ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von thyssenkrupp arbeiten.“
    Martin Schulz
    Präsident des Europäischen Parlaments
  • „thyssenkrupp ist ein sehr wichtiges Traditionsunternehmen der deutschen Industrie. Ich freue mich, dass der positive Veränderungsprozess des Unternehmens mit der neuen Marke noch stärker nach außen sichtbar wird.“
    Ulrich Grillo
    Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI)
  • „thyssenkrupp kennt man in der ganzen Welt. Mit der neuen Marke belegt das Unternehmen den hohen Anspruch an sich selbst und gibt weltweit anerkannten Attributen wie Zuverlässigkeit und Qualität einen modernen neuen Anstrich. Mir gefällt’s. Respekt.“
    Carsten Spohr
    Vorstandsvorsitzender Deutsche Lufthansa AG
Gemeinsam stark
So machen wir es konkret
Jede Business Area hat ihren eigenen Ansatz, wie sie das Markenversprechen des Konzerns einlösen wird.
Materials Services
konzentriert sich mit rund 480 Niederlassungen in 44 Ländern auf den weltweiten Handel mit Werk- und Rohstoffen. Zu unserem breiten Angebotsspektrum zählt darüber hinaus seit letztem Jahr die Produktion von Edelstählen. Wir unterstützen zudem produzierende und verarbeitende Unternehmen mit einer Vielzahl innovativer und branchenspezifischer Dienstleistungen. Beispielsweise übernimmt die Business Area das Supply Chain Management für viele Großunternehmen. Hier sorgt Materials Services dafür, dass jedes benötigte Teil immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
Elevator Technology
ist einer der führenden Hersteller von Anlagen zur Personenbeförderung. Das Angebot umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken an Flughäfen sowie Treppen- und Plattformlifte. Mit innovativer und energieeffizienter Technik setzt Elevator Technology regelmäßig neue Maßstäbe für die gesamte Branche – etwa mit den revolutionären Lösungen TWIN, MULTI und ACCEL für noch intelligentere Mobilität.
Industrial Solutions
ist ein Spezialist für den Bau von Großanlagen für Industrieunternehmen. Die Business Area plant, errichtet und wartet Chemie-, Raffinerie- und an­dere Industriekomplexe. Für die Automobilindustrie entwickelt und liefert sie Prozessketten für die Montage von Karosserien und Motoren sowie die dazugehörigen Prüf- und Testanlagen. Zudem ist Industrial Solutions einer der weltweit führenden Anbieter für Marineschiffe und Unterseeboote.
Components Technology
produziert Hightechkomponenten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Im Automobilsektor reicht die Produktpalette von Nockenwellen über Kurbelwellen, Lenkungs- und Dämpfersystemen bis hin zu Federn und Stabilisatoren sowie der Montage von Achsmodulen. Im Industriebereich liefert Components Technology Komponenten für Baumaschinen, Windkraftanlagen und zahlreiche Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus.
Steel
gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Die Business Areas Steel Europe und Steel Americas stehen für hochwertige Stahlprodukte, innovative Fertigungstechnologien und kundenspezifische Werkstofflösungen, die anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen ermöglichen. Das Kundenspektrum umfasst vor allem die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau, den Energiesektor, die Verpackungs- und die Bauindustrie.
Jede Business Area hat ihren eigenen Ansatz, wie sie
das Markenversprechen des Konzerns einlösen wird.
So sieht es aus

FAQ

Fragen und Antworten
1
Ist die neue Marke Zeichen einer neuen Strategie?
Nein, unsere Strategie bleibt gleich. Doch die neue Marke macht sie sichtbar. Dieser Schritt war immer vorgesehen – allerdings zum richtigen Zeitpunkt. Der ist jetzt gekommen, weil wir uns ein gutes Stück verändert haben. Mit der Neugestaltung der Marke setzen wir unsere Strategie also weiter um.
2
Warum haben wir den Namen nicht geändert?
Unser Name steht für unsere 200-jährige Tradition und unsere langjährige Erfahrung. Viele unserer Mitarbeiter identifizieren sich mit ihnen und sind stolz auf sie. Das ist ein guter Startpunkt für eine starke Marke, auf den wir nicht verzichten wollten. Richtigerweise ist das vor allem in Deutschland und Europa der Fall. Mit der Marke arbeiten wir nun daran, dass das überall auf der Welt so sein wird.
3
Wieso gibt es den Claim nur auf Englisch?
Eine starke Marke braucht weltweit wiedererkennbare Elemente. Das sind in der Regel Logo und Claim. Deshalb soll beides möglichst einheitlich und gleich verwendet werden. Wir sind ein internationaler Konzern, Englisch ist eine der Sprachen, die uns am stärksten verbindet. Deshalb haben wir uns entschieden, den Claim überall auf Englisch zu verwenden. Mit der Begleitkommunikation wird er aber allen Mitarbeitern in ihrer Muttersprache erklärt.
Interview
Wir setzen nicht auf eine millionenschwere Kampagne. Wir alle müssen Markenbotschafter sein.
Alexander Wilke,
Leiter Konzernkommunikation
Interview
  • Interview
    Wir setzen nicht auf eine millionenschwere Kampagne.
    Wir alle müssen Markenbotschafter sein.
    Alexander Wilke,
    Leiter Konzernkommunikation
    Der neue Auftritt ist da: Alexander Wilke erzählt, warum man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand kann und warum eine Marke nichts Esoterisches ist.
  • Neues Logo, neuer Claim, neue Farben – war es Zeit für was Neues, Herr Wilke?
    Ja. Für etwas, in dem das gute, traditionsreiche thyssenkrupp noch drinsteckt. Logo, Claim und Farben sind jetzt anders, aber wiederzuerkennen. thyssenkrupp hat über 200 Jahre Industriegeschichte geschrieben und kann auf ein starkes Fundament bauen. Unsere Geschichte hat alles: Gegensätze und Umbrüche, Hinfallen und Aufstehen, Evolution und Revolution. Dazu gehört auch, dass wir uns mit unseren Kunden weiterentwickeln. Das tun wir mit der Marke. Im neuen Signet sind die Krupp-Ringe und der Thyssen-Bogen vereint. Wir bleiben beim Blau, aber es wird frischer und moderner. Wir setzen Leitbild und Strategie um, werden aber greifbarer. Weil wir von viel mehr Men­schen, jüngeren wie älteren, überall auf der Welt verstanden werden wollen.
    1
  • Ist die Arbeit der Kommunikationsabteilung damit getan?
    Nein. Jetzt geht es um die Umsetzung im Unternehmen und in Richtung Kunden. Wir haben nur ein Budget von 2–3 Mio. Euro. Das bedeutet: keine große externe Kampagne. Das bedeutet auch: Logos an Werkshallen, Fahrzeugen, Arbeitskleidung, Büromaterial und so weiter werden schrittweise ausgetauscht. Das ist der Konzernsituation angemessen. Das heißt für uns, wir müssen die Einführung kreativ kommunizieren. Wir alle müssen daran arbeiten, die Marke sichtbar zu machen.
    2
  • Die Marke ist ein großes Gemein-schaftsprojekt – wie haben Sie Ihre Kollegen überzeugt, mitzumachen?
    Viele haben das Potenzial erkannt. thyssenkrupp hatte nämlich bisher kein Markenversprechen. Jetzt haben wir eines erarbeitet. Ein so weitreichendes Projekt braucht viele Ideen, Sichtweisen und Meinungen, vor allem aber ein gutes Team! Da kann ich nur den Hut ziehen und Danke sagen: Mein Team hat einen Mega-Job gemacht, und die Zusammenarbeit mit den Business Areas, Regionen und Funktionen war super.
    3
  • Was haben Sie während des Projekts gelernt?
    Dass es wichtig ist, mit Menschen über thyssenkrupp zu sprechen, die nichts mit thyssenkrupp zu tun haben. Dass man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand kann. Dass eine Marke nichts Esoterisches ist, sondern die Umsetzung der Strategie unterstützt, und dass wir die Marke nutzen müssen, um bei Kunden erfolgreicher zu sein, denn darum geht es ja schließlich.
    4
  • Klingt gut – aber schwierig war es doch auch, oder?
    Schwierig war das schon manchmal. Ein Beispiel: Bei einem Markenrelaunch unse­rer Größe wird in der Regel eine millionen­schwere externe Kampagne eingeplant. Das wollten wir nicht, also mussten wir einen anderen Weg finden. Das bedeutet in der Tat: umdenken. Am Ende passt das jetzt aber viel besser zu uns. Das heißt nämlich, wir alle müssen Markenbot­schafter sein und dafür sorgen, dass das neue thyssenkrupp bekannt wird.
    5
DE
Warum wir einen starken
Auftritt brauchen
Hintergrund
Markenversprechen & Claim
Die Geschichte
unserer Markenzeichen
Klare Meinungen
Der neue Auftritt
So machen wir es konkret
Gemeinsam stark
Die neue Marke im Alltag
So sieht es aus