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thyssenkrupp x TUM Boring: Schneller als die Schnecke

Ein Artikel von Daniela Große

Eine Tunnelbohrmaschine, die sich schneller fortbewegt als eine Schnecke? Klingt im ersten Moment nicht sonderlich beindruckend, ist für eine ganze Industrie aber eine echte Herausforderung. 60 Studierende der TU München haben sich ihr gestellt – und Elon Musks „Not-A-Boring-Competition“ gewonnen! Mit dabei: ein Großwälzlager von thyssenkrupp rothe erde.

Der Transport von Morgen soll vor allem eins sein: schnell und umweltfreundlich. Doch die Realität zeigt dichte Straßen und zähfließenden Verkehr. Kein Wunder, dass für einige die Zukunft der Mobilität unter der Erde liegt. Diese Meinung vertritt auch Tesla-Gründer Elon Musk. Mitten im stockenden Verkehr, umgeben von einer Vielzahl an Autos, kam ihm die Idee: Den Tunnelbau revolutionieren, um den Straßenverkehr zukünftig zu entlasten.

Transport von Morgen: So könnte er aussehen

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Dazu müssen Tunnelbohrmaschinen jedoch vor allem schneller werden. Aktuell graben sich Tunnelbohrmaschinen langsamer durch die Erde, als eine gewöhnliche Weinbergschnecke kriecht. Zum Vergleich: die Weinbergschnecke schafft Spitzengeschwindigkeiten von rund 3 Metern pro Stunde, während der Rekord im Tunnelbauen bei 2,33 Meter pro Stunde liegt. Doch wie funktionieren die riesigen Giganten eigentlich?

Alles andere als langweilig: Not-A-Boring-Competition

Um den Tunnelbau effizienter und profitabler zu machen, gründete Elon Musk 2016 die Boring Company und rief passend dazu die „Not-A-Boring-Competition“ ins Leben. Teilnehmen konnten Unternehmen, Hobby-Ingenieur:innen und Studierende. Die Aufgabe war ganz einfach: Schlagt die Schnecke. 60 Studierende der TU München haben diese Herausforderung angenommen und sich zum Ziel gesetzt, den Geschwindigkeitsrekord der Schnecke zu brechen!

Mehr über den Wettbewerb erfahren: TUM Boring – Ein Tunnel für Musk

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende der TU München arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

60 Studierende aus 16 Ländern für ein gemeinsames Ziel

Der Wettbewerb kommt zu einem guten Zeitpunkt, denn Kilian, Student an der Technischen Universität München und Mitbegründer des TUM Boring Teams, arbeitet schon längst an einer eigenen Tunnelbohrmaschine (TBM). Denn auch er hat andere Visionen für die Mobilität der Zukunft. Er war derjenige, der sich schließlich um die Anmeldung zum Wettbewerb kümmerte. Mittlerweile besteht das Team der TU München aus rund 60 Mitgliedern und den unterschiedlichsten Studienrichtungen. Gemeinsam entwickelten sie den Prototyp der Tunnelbohrmaschine, welcher sich schließlich für das Finale des Wettbewerbes von Musk qualifizierte. Aus den über 400 Bewerbern für den Wettbewerb ist das Team der TU München nun unter den letzten Zwölf.

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Großwälzlager - Das Herzstück der Maschine

Realisieren konnten die Studierenden ihr ambitioniertes Projekt auch durch die Hilfe von Sponsoren. Das Großwälzlager im Bohrkopf ihrer Maschine wurde von thyssenkrupp rothe erde speziell für die TBM der Studierenden angefertigt. Es bewegt den Bohrkopf und nimmt die enormen Kräfte der Gesteinswände auf. Dahinter steckt jede Menge durchdachte Ingenieurskunst, denn das Lagerdesign muss auf die individuellen Anforderungen und Spezifikationen ausgelegt sein. Jedes Großwälzlager wird spezifisch für eine bestimmte Maschine konstruiert. thyssenkrupp rothe erde ist auf diese Anforderungen spezialisiert und fertigt alle Hauptkomponenten ihrer Großwälzlager selbst – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt.

Damit die Welt sich weiterdreht: Großwälzlager in Tunnelbohrmaschinen

Unterirdische Giganten: Unsere sechs eindrucksvollsten Tunnelsysteme.

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thyssenkrupp x TUM Boring: Zwischen Industrie und Universität

Doch thyssenkrupp unterstützt die Studierenden nicht nur mit einem individuellen Großwälzlager, sondern auch mit technischer Expertise. Hinter der Zusammenarbeit steht auch eine Philosophie der gegenseitigen Unterstützung. Denn die Entwicklung einer TBM ist enorm zeitaufwändig, kostenintensiv und für junge Studierende eine echte Mammutaufgabe. Denn für viele Studierende war es das erste Mal, dass sie ihr theoretisches Wissen in der Praxis anwenden mussten. Gleichzeitig sind die unkonventionellen Ideen der Studierenden auch für etablierte Unternehmen und erfahrene Ingenieure eine Inspiration.

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Ein Sprint auf den letzten Metern

Die letzten Wochen auf dem Münchener Testgelände waren für die Studierenden von besonderer Bedeutung. Denn hier konnten sie ihr Konzept auf Herz und Niere prüfen und die Tunnelbohrmaschine durch den ersten Testlauf schicken. Erst jetzt stellt sich heraus, ob sie sie für Elon Musk's „Not A Boring Competition“ bereit ist.

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Harte Arbeit zahlt sich aus

Letztes Wochenende war es dann endlich so weit. Nachdem die einzelnen Bestandteile der 22t schweren Tunnelbohrmaschine in die USA verschifft und in Las Vegas zusammengebaut worden waren, konnte der Wettbewerb gegen die anderen Teams – und gegen die imaginäre Schnecke – losgehen.

Schon im Sicherheitscheck dann die erste Überraschung! Nur zwei von acht Teams durften im Wettbewerb gegeneinander antreten: TUM Boring aus München und Swissloop Tunneling (ETH Zürich). Die TBM des TUM-Teams schaffte einen Tunnel von 22 m. Die genauen Daten zur Geschwindigkeit werden noch ermittelt, aber eins steht fest: Die Maschine der TU München war die schnellere der beiden TBM. Damit ist das Team der Münchener Studierenden das Gewinner-Team der „Not-A-Boring-Competition“ – und hat sich gleich noch einen weiteren Preis für die beste Navigation geschnappt.

Das Geheimnis ihres Erfolgs? Ein hoher Grad an Automatisierung und ein extrem präzise arbeitender Bohrkopf. Und natürlich ein Herz für Schnecken zu haben.