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TUM Boring – Ein Tunnel für Musk

Beat The Snail – Das ist die Herausforderung von Elon Musk. 60 Studierende der TU München stellen sich dem Wettbewerb.

Alles begann mit einem Tweet: „Der Verkehr macht mich wahnsinnig. Werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach anfangen zu bohren…“. Kurze Zeit und kleines Wortspiel später gründete Elon Musk „The Boring Company“. Was auf den ersten Blick langweilig klingt, ist in Wahrheit alles andere als das.

Denn das Ziel des Unternehmens ist klar: Die Zukunft der Mobilität nachhaltig verändern. Durch den Ausbau von Tunnelsystemen unter der Erde, soll der Straßenverkehr signifikant entlastet werden und verstopfte Straßen der Vergangenheit angehören.

60 Studierende arbeiten am Projekt zum Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine.

Ungewohnte Herausforderungen: Schneller sein als eine Schnecke

Was zunächst nicht sonderlich kompliziert klingt, stellt den Tesla- und Space X Gründer vor ungeahnte Herausforderungen. Denn um seine Vision von Tunnelsystemen unter der Erde zu verwirklichen, werden Tunnelbohrmaschinen benötigt. Doch hier liegt das Problem: Zurzeit ist sogar eine Weinbergschnecke schneller als die durchschnittliche Tunnelbohrmaschine. Während die Schnecke in 24 Stunden rund 100 Meter zurücklegt, bewegt sich die Maschine lediglich 40 Meter pro Tag vorwärts. Schuld daran ist unteranderem die Beförderung des Baumaterials und das Abgetragen des Erdmaterials. Daher machte Musk sich auf eine eher unkonventionelle Art auf die Suche nach einer Lösung und schrieb im vergangenen Jahr einen internationalen Wettbewerb aus – die „Not-A-Boring Competition“ – der unter dem Motto „Beat The Snail“ steht.

60 Studierende aus 16 Ländern für ein gemeinsames Ziel

Ein guter Zeitpunkt, besonders für Kilian, Student an der Technischen Universität München und Mitbegründer des TUM Boring Teams, schon längst dabei, an einer eigenen Tunnelbohrmaschine zu arbeiten. Er war derjenige, der sich schließlich um die Anmeldung zum Wettbewerb kümmerte. Mittlerweile besteht das Team der TU München aus rund 60 Mitgliedern und den unterschiedlichsten Studienrichtungen. Gemeinsam entwickelten sie den Prototyp der Tunnelbohrmaschine, welcher sich schließlich für das Finale des Wettbewerbes von Musk qualifizierte. Aus den über 400 Bewerbern für den Wettbewerb ist das Team der TU München nun unter den letzten Zwölf. Die Teilnehmer des „Diggin Dozen“ werden im September in Las Vegas gegeneinander antreten.

In drei Kategorien gibt es Chancen auf den Sieg: Die schnellste Maschine, die genauste Strecke und die sauberste Fahrbahnoberfläche. Schließlich soll am Ende ein ferngesteuerter Mini-Tesla durch den circa 30 Meter langen Tunnel fahren.

Unterstützt wird das Projekt nicht nur durch die Betreuung der Professoren der Studierenden, sondern auch durch Sponsoren. So sorgt das individuell angefertigte Großwälzlager von thyssenkrupp rothe erde dafür, dass sich der Bohrkopf der Tunnelbohrmaschine dreht. Doch auch von der Expertise der Ingenieure konnten die Studierenden in der Vergangenheit profitieren.

Bald ist es soweit – die Vorbereitungen sind in den letzten Zügen

Beim Bau der später beim Wettbewerb zum Einsatz kommenden Tunnelbohrmaschine, hat die Corona Pandemie es den Studierenden nicht leichtgemacht. Zwischenzeitlich konnten nur kleine Teams gleichzeitig an ihr arbeiten. Dennoch haben sie diese Hürde bisher gut gemeistert und sind optimistisch. „Sowas ist natürlich ärgerlich und hat unseren Zeitplan ein wenig durcheinandergeworfen. Aber durch diese Erfahrung wissen wir nun, dass wir beim Wettbewerb selbst auch bei kurzfristigen Änderungen dennoch flexibel sein- und uns schnell an neue Umstände anpassen können“, erklärt Daniel Pflüger aus dem TUM Boring Team.

Mit Hinblick auf den noch ausstehenden Wettbewerb kann das Team beim technischen Aufbau ihrer Tunnelbohrmaschine noch nicht zu sehr ins Detail gehen. So viel aber seit verraten: Automatisierung spielt eine äußerst wichtige Rolle!

Wenn es soweit ist, wird die Teilnahme des TUM Boring Teams am Wettbewerb im September natürlich auf den thyssenkrupp Social Media Kanälen begleitet, also haltet die Augen offen, wenn ihr Einblicke hinter die Kulissen bekommen, unser thyssenkrupp rothe erde Großwälzlager in Action sehen wollt und mehr über die Tunnelbohrmaschine der Studierenden erfahren möchtet. Natürlich lohnt sich hierbei auch ein Blick auf die Social Media Kanäle des TUM Boring Teams selbst.

 

***Bei diesem Projekt kamen keine Schnecken zu Schaden.***