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Cross Energy Management: Verbrauch folgt Erzeugung

Cross Energy Management: Verbrauch folgt Erzeugung

Wie die Industrie zur Netzstabilität beitragen kann

Die Sonne scheint nicht immer. Und auch der Wind macht manchmal Pause. Erneuerbare Energien sind volatil – sie schwanken also und sind nicht stabil. Die Frage ist, ob sich der Energieverbrauch nicht so organisieren lässt, dass er sich dem Angebot anpasst.

Das größte Potenzial bieten industrielle Abnehmer. Allein unser Stahlwerk in Duisburg setzt so viel Energie um wie die Stadt Berlin an Strom benötigt. Der Unterschied liegt darin, dass wir es in Berlin mit drei Millionen einzelnen Verbrauchern zu tun haben; bei einem Stahlwerk allerdings nur mit einem einzigen.

Cross Energy Management: Verbrauch folgt Erzeugung

Das Angebot an Erneuerbaren Energien kann man voraussagen – wie das Wetter


An dieser Stelle setzt das Cross Energy Management ein. Die großen industriellen Stromverbraucher sollen ihre Stromnachfrage und damit ihre Produktionsabläufe stärker an das Angebot der Erneuerbaren Energien anpassen. Dafür müssen sie ihre Prozesse und ihre Organisation intelligenter und flexibler gestalten. So kann die Industrie einen wichtigen Beitrag zu einem stabilen Stromnetz und zum Gelingen der Energiewende leisten.

Die Zementindustrie ist ein weiterer wichtiger Stromverbraucher in Deutschland. Hier gibt es Abläufe, etwa beim Mahlen des Materials, die sich zeitlich staffeln ließen. Dadurch wäre es möglich, energieintensive Prozesse genau dann zu starten, wenn Erneuerbare reichlich zur Verfügung stehen. Als Signal könnte der jeweils aktuelle Strompreis dienen. Ist viel Energie vorhanden, sinkt er – und die Fertigung kann beginnen.

Beim Cross Energy Management hilft, dass sich das Angebot an Erneuerbaren Energien wie beim Wetter genau vorhersagen lässt. Und genau das ist eine gute Basis für eine flexible, vorausschauende Produktionsplanung.

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