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Universität trifft auf Industrie: Zusammen die Zukunft gestalten

Klein anfangen, aber groß denken. Und mit Unterstützung aus der Industrie viel bewegen. Das ist das Motto von Studierenden der Technischen Universität München (TUM). Sie haben einen Verein gegründet, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Ganz konkret, um den Tunnelbau zu revolutionieren. Denn sie können sich nicht nur Verkehrsmittel auf den Straßen und in der Luft vorstellen, sondern auch unter der Erde. Mit ihren Ansätzen gehören sie zu den Finalist:innen des internationalen Wettbewerbs namens „Not-a-Boring Competition“. Auftraggeber ist die Boring Company von Elon Musk. Das Ziel: die schnellste Tunnelbohrmaschine der Welt bauen. Und wer würde sich da besser als Kooperationspartner eignen als der Weltmarktführer für Großwälzlager?

Denn was viele nicht wissen, unsere Großwälzlager bringen nicht nur Windkraftanlagen in Schwung, sondern auch Tunnelbohrmaschinen. Als der Studierendenverein TUM Boring thyssenkrupp rothe erde für eine Kooperation angefragt hat, mussten die Kolleg:innen nicht lange überlegen: „Gute Ideen müssen gefördert werden. Erst recht, wenn sie von jungen Talenten kommen. Ihnen fehlen einfach die finanziellen Mittel, um ihre Ideen auch wirklich in die Tat umzusetzen. Außerdem hilft es immer, neue Impulse auf Realisierbarkeit zu prüfen. Am besten geht das mit einem großen Erfahrungsschatz“, meint Stefan Sünning, Vertriebsleiter Industrie - Tunneling bei thyssenkrupp rothe erde.

Mobilität neu denken

Der Verkehr in den Städten nimmt zu. Staus gehören für viele Leute zum Alltag. Zeitgleich wird aber auch der Klimaschutz immer wichtiger. Passt nicht zusammen? Das dachten sich auch die Studierenden der TUM und nahmen an der Not-a-Boring Competition teil. Damit wollen sie einen Grundstein für alternative Formen der Mobilität legen. „Was spricht dagegen, Mobilität unter die Erde zu verlagern?“, fragt sich Miriam Welser als Teil von TUM Boring. „Das würde bedeuten: weniger Abgase, kein Lärm mehr und ein schöneres Stadtbild. Städte könnten grüner werden. Man bräuchte nicht mehr überall Straßen. Das wäre doch wunderbar! Klar, das klingt jetzt nach Zukunftsmusik. Aber irgendwo muss man ja anfangen.“

Großwälzlager als Schlüsselfaktor

Bei diesem Zukunftsszenario kann thyssenkrupp als Hersteller von Großwälzlagern eine entscheidende Rolle einnehmen. Das wurde auch Maximilian Kutt schnell klar. Er ist bei TUM Boring verantwortlich für verschiedene Baugruppen des Bohrkopfs. Dazu gehört neben dem Getriebe und dem Antriebsstrang auch das Großwälzlager. „Wir sind auf verschiedene Anbieter:innen zugegangen, aber nie hat es gepasst. Es waren aber auch sehr besondere Anforderungen, die wir an das Lager gestellt haben. thyssenkrupp rothe erde hat es dann geschafft, auf unsere Wünsche einzugehen und ein spezielles Großwälzlager nur für uns zu entwickeln. Das hat perfekt zu unserer Anwendung gepasst. Da sind wir sehr froh drüber!“

Schon vor dem Finale viel gewonnen

Mittlerweile ist das Großwälzlager im Bohrkopf verbaut. Die Tunnelbohrmaschine ist komplett und befindet sich auf dem Weg nach Las Vegas. Hier soll am 12. September das Finale der Not-a-Boring Competition stattfinden. Dann kommen die Tunnelbohrmaschinen der 12 Finalist:innen zum Einsatz. Es gilt, einen 30 Meter langen Tunnel mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern zu bohren. Welchem Team das am schnellsten und genausten gelingt, das hat die Chance auf den Sieg. Doch ob tatsächliche Gewinner:innen oder stolze Finalist:innen: Zhihao Yang findet, als Team von TUM Boring haben sie schon jetzt viel gewonnen. „Neben der vielen Theorie aus dem Studium kommen uns Praxiserfahrungen wie diese gerade recht. Wir werden unglaublich viel aus dem Wettbewerb mitnehmen. Mich persönlich hat er auch noch einmal darin bestätigt, was ich später machen möchte – an Innovationen mitarbeiten. Ich will einen Beruf ausüben, in dem ich wirklich was bewegen und die Zukunft gestalten kann. Da ist der Kontakt zu thyssenkrupp durch dieses Projekt natürlich auch nicht ganz verkehrt“, schmunzelt Zhihao.