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Als Doppelagentin Lean & Agile unterwegs

Arbeiten an neuen Wegen: Schneller, eigenständiger, produktiver. Iryna Zimmermann geht mit gutem Beispiel voran. Ihr Spezialgebiet? Lean & Agile Management. Sie koordiniert die entsprechende Initiative bei thyssenkrupp in Mülheim und treibt zusätzlich in ihrer Funktion als SAP-Beraterin innovative Veränderungen an. Von Mülheim aus gesteuert für thyssenkrupp Standorte weltweit.


Wer vorwärts will, muss was bewegen. Was bewegst du bei thyssenkrupp?

„Auf der einen Seite bin ich als Koordinatorin für unsere Lean-Office-Initiative in Mülheim zuständig.

Wir haben an unserem Standort viele spannende Projekte zur Verbesserung – sowohl kleine als auch große. Meine Aufgabe ist es, diese ganzen Projekte sichtbar zu machen. Nicht nur, damit alle Mitarbeitenden erfahren, wo und wie wir uns verbessern, sondern auch, um zu ermöglichen, dass wir voneinander lernen. So können wir gemeinsam davon profitieren und unsere Erfahrungen und Erfolge anschließend auch an andere Standorte weitergeben. Ich finde es total wichtig, dass wir uns mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse auseinandersetzen. Daran habe ich wirklich Gefallen gefunden.

Auf der anderen Seite fungiere ich als SAP-Beraterin als Schnittstelle zwischen der IT und den verschiedenen Fachbereichen wie z.B. Qualität oder Logistik. Die jeweiligen Bereiche sprechen teilweise unterschiedliche „Sprachen“. Ich bin also eine Art Übersetzerin. Nachdem der Bedarf des Kunden, also des Fachbereiches ermittelt wurde, finde und implementiere ich eine SAP-Lösung, die auf die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Dadurch sollen die Geschäftsprozesse optimiert werden. Im Anschluss an die Implementierung wird diese dann getestet und die Mitarbeitenden werden geschult. Im weiteren Verlauf bin ich dann für die Betreuung der Fachbereiche und weitere Optimierungen zuständig. Auf diese Weise entwickeln wir also gemeinsam entsprechend verbesserte Prozesse."

Neben Themen wie der Einführung von neuen Systemen arbeitet ihr ja auch an weiteren Projekten. Kannst du für die Lean-Office-Initiative ein paar Beispiele nennen?

„Klar, gerne! Wir haben in einem Workshop zu unserer Lean-Kultur unter Beteiligung diverser Fachbereiche Themen ausgearbeitet, an denen wir in Zukunft arbeiten wollen.

Zum einen geht es um eine Informationsbereitstellung. Aktuell gibt es viele Orte an denen Informationen gestreut zur Verfügung stehen. Wir wollen daran arbeiten diese intelligent zu bündeln und sie benutzerfreundlich anzubieten.

Zum anderen wollen wir das Kundenbewusstsein stärken. Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, wer unsere internen Kunden sind, damit wir auch zielgerecht deren Anforderungen erfüllen können. Nur so können wir gut auf das große Ganze hinarbeiten.

Auch wollen wir uns damit befassen, wie wir Meetings effizienter gestalten und durchführen können. Nicht zuletzt haben wir im Workshop festgelegt, uns kritisch mit der Notwendigkeit von Geschäftsreisen auseinanderzusetzen. Oftmals kann ein Treffen in Präsenz durch ein virtuelles Meeting ersetzt werden. Das spart viele Ressourcen. Auch nach Corona wollen wir daran festhalten.“ 

Was begeistert dich an thyssenkrupp und der #GENERATIONTK besonders?

„Es ist die Kombination, die es so interessant macht. Ich bin Teil einer großen Unternehmensgruppe, aber gleichzeitig fühlt es sich an meinem Standort wie ein familiäres Unternehmen an. Ich habe auf der ganzen Welt Kolleg:innen, mit denen ich mich virtuell zusammenschalten kann. Doch hier in Mülheim kennt einfach jede:r jede:n. Der Pförtner begrüßt uns alle beim Namen. Und die Mitarbeitenden engagieren sich so, als wäre es ihr eigenes Unternehmen. Das merkt man total. Wir können also die Vorzüge eines Global Players genießen, sind aber dennoch sehr eigenständig unterwegs. Es muss längst nicht jede Entscheidung von ganz oben kommen. Das macht es für einige Projekte echt einfacher – und ist ja auch ganz im Sinne von Lean & Agile.“

Worin wird thyssenkrupp unterschätzt?

„Ich denke, der Name thyssenkrupp ist allgemein bekannt. Der ist einfach ein Begriff. Viele verbinden ihn mit Stahl oder der Familiengeschichte von Thyssen und Krupp. Das Hauptquartier in Essen kennen auch einige. Aber wir sind viel mehr als das. Wir haben so viele spannende Standorte und Geschäftsbereiche. Es ist die Vielfalt, die uns ausmacht. Zugegeben, auch ich habe früher nicht gewusst, dass thyssenkrupp so ein großer Automobilzulieferer ist. Nun arbeite ich genau in dem Bereich und bin sehr froh darüber!“