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Prognose 2017/2018

Die nachfolgende Prognose bezieht sich auf den Gesamtkonzern in seiner aktuellen Struktur (inkl. der vollkonsolidierten Business Area Steel Europe, d.h. ohne Effekte aus der potenziellen Einbringung der europäischen Stahlaktivitäten in ein Joint Venture mit Tata Steel); nicht mehr enthalten sind nach erfolgreicher Veräußerung die Aktivitäten der ehemaligen Business Area Steel Americas.

Gesamtaussage des Vorstands

Wir erwarten, dass unsere Kernsteuerungsgrößen insgesamt im Geschäftsjahr 2017 / 2018 die weiteren Fortschritte unserer Strategischen Weiterentwicklung widerspiegeln werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch hohe Unsicherheiten gekennzeichnet sind und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in weiten Teilen unserer Werkstoff- und Komponentengeschäfte kurzfristigen Schwankungen unterliegen können. Unsicherheiten ergeben sich sowohl aufgrund geopolitischer Krisenherde aber auch in der globalwirtschaftlichen Entwicklung aus

  • dem weiteren wirtschaftspolitischen Kurs der USA, der sowohl Chancen als auch Risiken enthält
  • der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft als wichtigem Faktor für das weltweite Wachstum und als bedeutender Absatzmarkt
  • einer möglichen Veränderung der Geldpolitik
  • den Auswirkungen der Austrittsverhandlungen nach dem Brexit-Referendum auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und auf die Exportperspektive sowie zukünftige Investitionsbereitschaft – vor allem in Großbritannien selbst, aber auch in den übrigen Ländern der EU
  • der Volatilität und Höhe der Rohstoffpreise als wichtigem Kostenfaktor in unseren Werkstoffgeschäften sowie als wichtigem Faktor für unsere Kunden im Anlagenbau bei der Vergabe von Großprojekten
  • den weltweiten Überkapazitäten der Stahlindustrie, dem entsprechenden Wettbewerbs- und Importdruck auf dem europäischen Markt sowie der Wirksamkeit laufender und eventuell folgender Handelsschutzmaßnahmen.

Insgesamt blicken wir jedoch optimistisch auf die voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2017 / 2018 und erwarten eine deutliche Verbesserung bei Ergebnis, Wertbeitrag und Free Cashflow vor M & A. Ein wesentlicher Treiber für die Zielerreichung im Geschäftsjahr 2017 / 2018 werden neben Wachstumsinitiativen in den Industriegütergeschäften unsere Effizienzmaßnahmen sein: Mit unserem Programm „impact“ streben wir für den Konzern – im Vergleich zum Vorjahr nun ohne Steel Americas – EBIT-Effekte von 750 Mio € an, die den beschriebenen Risiken und Markteffekten entgegenwirken und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.


Erwartung 2017 / 2018: Erneut Anstieg bei Ergebnis und Wertbeitrag bei einem wieder positiven FCF vor M & A

  • Der Umsatz des Konzerns wird, insbesondere getrieben durch unsere Industriegütergeschäfte, im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 41,4 Mrd €).
  • Für das Bereinigte EBIT des Konzerns streben wir bei Wachstum und Verbesserungen in unseren Industriegütergeschäften sowie in Abhängigkeit der Dauer des derzeit günstigen Umfelds der Werkstoffgeschäfte und möglicher Translationsrisiken eine deutliche Steigerung auf 1,8 bis 2,0 Mrd € an (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 1.722 Mio €). Diese Prognose werden wir durch die konsequente Umsetzung unseres Transformationsprozesses und die einhergehenden geplanten EBIT-Effekte aus „impact“ in Höhe von 750 Mio € flankieren.
    • Industriegütergeschäfte
      • Bei Components Technology erwarten wir eine weitere Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 377 Mio €) aus einer Steigerung des Umsatzes im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich und einer weiteren Verbesserung der Marge (Vorjahr: 5,0 %) auch infolge des weiteren Hochlaufs der neuen Werke und unterstützt durch Effizienzsteigerungsprogramme.
      • Bei Elevator Technology rechnen wir mit einer Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 922 Mio €) aus dem weiteren Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einer Erhöhung der Bereinigten EBIT-Marge um 0,5 bis 0,7 %-Punkte aus Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen (Vorjahr: 12,0 %).
      • Bei Industrial Solutions erwarten wir weiterhin eine anhaltend gute Auftragseingangssituation sowie einen deutlichen Umsatzanstieg im knapp zweistelligen Prozentbereich infolge des gestiegenen Auftragseingangs im Vorjahr. Unterstützt durch umfangreiche Transformations- und Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von „planets“ erwarten wir eine deutliche Verbesserung für das Bereinigte EBIT (Vorjahr: 111 Mio €). Die Marge wird sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr verbessern, jedoch noch merklich unter dem Zielkorridor liegen.
    • Werkstoffgeschäfte
      • Bei Materials Services erwarten wir in einem stabilen Marktumfeld ein Bereinigtes EBIT leicht unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 312 Mio €). Dabei werden insbesondere Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen sowie die weitere Umsetzung des industriellen Konzepts bei AST die voraussichtlich entfallenden Substanzgewinne weitgehend aufheben.
      • Bei Steel Europe erwarten wir unter Berücksichtigung begrenzter Visibilität ein Bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 547 Mio €); bei Annahme eines im gesamten Geschäftsjahr anhaltend stabilen und hohen Preisgefüges auf den Roh- und Werkstoffmärkten ein Bereinigtes EBIT über Vorjahresniveau, bei allerdings weiterhin hohem Importdruck und stark volatilen Rohstoffpreisen.
  • Unser Ziel ist es, mit einem deutlich positiven Jahresüberschuss das Eigenkapital weiter zu stärken; für das Geschäftsjahr 2017 / 2018 erwarten wir bei zurückgehenden Restrukturierungsaufwendungen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (Vorjahresergebnis nach Steuern, fortgeführte Aktivitäten: 271 Mio €).
  • Der tkVA des Konzerns sollte sich dementsprechend ebenfalls deutlich verbessern (Vorjahr: – 651 Mio €).
  • Die Investitionen des Konzerns vor M & A werden sich im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich auf rund 1,5 Mrd € belaufen (Vorjahresinvestitionen, fortgeführte Aktivitäten: 1.535 Mio €).
  • Der FCF vor M & A des Konzerns (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: – 855 Mio €) sollte sich infolge der weiteren Ergebnisverbesserung und erwarteter rückläufiger Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen bei jedoch anhaltender Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen deutlich auf einen wieder positiven Wert verbessern.
  • Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen sowie die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategischen Weiterentwicklung werden wir – auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit – bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Quelle: Geschäftsbericht 2016/2017, S. 100-101

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