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Sieben Mythen der E-MobilitätWas steckt wirklich hinter den Vorurteilen

Zu teuer, zu wenig Lademöglichkeiten oder nicht sicher? Rund um die Elektromobilität halten sich viele Vorurteile hartnäckig. Wir nehmen sieben bekannte Mythen unter die Lupe und zeigen, was wirklich dahintersteckt.
Nahaufnahme eines Ladesteckers, der an ein Elektroauto angeschlossen ist – Laden eines E-Fahrzeugs im Alltag.

Mythos #1: „E-Autos sind zu teuer“

Elektroautos galten lange als deutlich teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Mittlerweile ist das Angebot größer und bei der Frage nach den tatsächlichen Kosten kommt es auf mehr als den Kaufpreis an. Auch Energie-, Wartungs- und Betriebskosten sowie mögliche Förderungen und steuerliche Vorteile spielen eine Rolle.

Seit 2026 werden Kauf und Leasing neuer Elektroautos in Deutschland wieder staatlich gefördert. Je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße können Privatpersonen einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erhalten.

Auch die eingesetzten Werkstoffe können dazu beitragen, die Kosten zu reduzieren. Ein Beispiel ist das von thyssenkrupp Steel entwickelte selectrify®-Batteriegehäuse aus Stahl. In einem definierten Vergleichsszenario kann es gegenüber einer Aluminiumlösung bei annähernd gleichem Gewicht und gleicher Crashsicherheit bis zu 50 Prozent günstiger hergestellt werden.

Ob ein E-Auto günstiger oder teurer ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Neben dem Kaufpreis lohnt sich deshalb der Blick auf die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Grafik mit der Überschrift ‚5 Vorteile von Leichtbaustahl‘ vor einem Bauteil aus modernem Stahl im Hintergrund

Durch moderne und flexible Produktionsprozesse bieten Leichtbaustähle viele Vorteile – von der Einsparung von Emissionen in der Produktion bis hin zu günstigeren Kaufpreisen von E-Autos.

Infografik zum Vorteil ‚Geringerer Materialeinsatz‘, Leichtbaustahl reduziert Materialverbrauch durch geringe Bauteildicke
Infografik mit dem Text ‚Einsparen von Ressourcen‘ , Leichtbaustahl senkt Energieverbrauch in Produktion und Nutzung.
Infografik mit dem Begriff ‚Flexibilität‘ – Leichtbau ermöglicht einfache Anpassungen und Änderungen an Fahrzeugkarosserien.
Infografik ‚Zeitersparnis‘ – Warmumformung von Leichtbaustahl beschleunigt Produktionsprozesse in der Automobilindustrie
Infografik ‚Geringere Kosten für den Endverbraucher‘ – Leichtbau senkt Energiebedarf und Kosten durch geringeres Fahrzeuggewicht.

Mythos #2: „Mit E-Autos kann man nicht in die Waschstraße fahren“

Elektroauto und Wasser – für manche klingt diese Kombination zunächst problematisch. Doch die Sorge, dass ein Elektrofahrzeug in der Waschstraße beschädigt wird oder sogar ein Stromschlag droht, ist unbegründet.

Moderne Fahrzeuge sind umfassend gegen Feuchtigkeit geschützt und ihre elektrischen Komponenten entsprechend isoliert. Das gilt für Elektroautos ebenso wie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die ebenfalls zahlreiche elektronische Systeme besitzen.

Der Waschstraße steht mit einem Elektroauto also nichts im Wege.

Mythos #3: „Deutschland hat nicht genug Ladestationen“

Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für Elektromobilität. Gerade auf längeren Strecken ist entscheidend, dass ausreichend öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen.

Der Ausbau schreitet kontinuierlich voran: Zum 1. Juni 2026 waren bei der Bundesnetzagentur 152.915 Normal- und 53.292 Schnellladepunkte als in Betrieb registriert – insgesamt also mehr als 206.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

Parallel entwickelt sich die Technik weiter. Eine wichtige Rolle spielen dabei leistungsfähige Elektrobänder wie powercore® von thyssenkrupp Steel. Nicht kornorientierte powercore® traction-Sorten kommen in hocheffizienten Elektromotoren zum Einsatz. Kornorientierte Elektrobänder werden unter anderem in Transformatoren eingesetzt und tragen damit auch zu einer effizienten Energieverteilung bei.

Die Ladeinfrastruktur bleibt ein wichtiger Faktor für die Elektromobilität. Mehr als 206.000 registrierte öffentliche Ladepunkte zeigen jedoch, wie stark das Netz in Deutschland inzwischen gewachsen ist.

Display einer Ladestation zeigt den Ladevorgang eines Elektroautos mit einem Akkustand von 73 Prozent.

Wie lange ein Elektroauto lädt, hängt unter anderem von Batterie, Ladeleistung und Ladestation ab. Moderne Ladetechnologien ermöglichen immer kürzere Ladezeiten.

Mythos #4: „E-Autos brauchen ewig zum Laden“

MWie lange ein Elektroauto lädt, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Batterie und ihrem aktuellen Ladezustand, der möglichen Ladeleistung des Fahrzeugs, der Ladestation und sogar von der Temperatur.

An einer Wallbox zu Hause dauert das Laden in der Regel länger als an einer Schnellladestation. Dafür kann das Fahrzeug beispielsweise über Nacht geladen werden. Auf längeren Strecken ermöglichen moderne Schnellladesysteme deutlich kürzere Stopps. Als aussagekräftiger Vergleichswert gilt dabei häufig die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent. Oberhalb von etwa 80 Prozent reduziert das Batteriemanagement bei vielen Fahrzeugen die Ladeleistung, um den Akku zu schonen.

Auch effiziente elektrische Antriebe sind für die Alltagstauglichkeit entscheidend. Nicht kornorientiertes powercore® traction-Elektroband von thyssenkrupp Steel wurde speziell für leistungsfähige und energieeffiziente Traktionsmotoren entwickelt und zeichnet sich durch geringe Ummagnetisierungsverluste aus.

E-Autos müssen also nicht nach jeder Fahrt vollständig geladen werden. Im Alltag lässt sich das Laden häufig mit den ohnehin vorhandenen Standzeiten des Fahrzeugs verbinden.

Mythos #5: „E-Autos fangen leicht Feuer“

Brennende Elektroautos sorgen immer wieder für Aufmerksamkeit. Dadurch kann schnell der Eindruck entstehen, Elektrofahrzeuge hätten grundsätzlich ein höheres Brandrisiko als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch ein anderes Bild: Statistisch weisen E-Autos keine höhere Brandgefahr auf als vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Kommt es dennoch zu einem Batteriebrand, stellt dieser besondere Anforderungen an die Sicherheit des Fahrzeugs und die Brandbekämpfung. Umso wichtiger ist der Schutz der Batterie.

Das selectrify®-Batteriegehäuse von thyssenkrupp Steel verbindet Crash- und Korrosionsschutz mit elektromagnetischer Abschirmung und Brandschutz. Höchstfeste Stähle ermöglichen zudem besonders schlanke Crash-Strukturen. Das spart Bauraum und schafft zusätzlichen Platz für die Batterie.

E-Autos weisen statistisch keine höhere Brandgefahr auf als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Werkstoffe, Konstruktion und Schutzsysteme spielen eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Batterie.

Rotes Elektroauto fährt auf einer Straße an einem Industriegebäude vorbei.

Elektromobilität ist längst im Alltag angekommen. Moderne Werkstoffe und Komponenten tragen dazu bei, Elektrofahrzeuge effizient, sicher und leistungsfähig zu machen.

Mythos #6: „E-Autos bringen weniger Leistung auf die Straße“

Weniger Motorengeräusch bedeutet nicht automatisch weniger Leistung. Elektromotoren können hohe Drehmomente erreichen und ermöglichen dadurch eine dynamische Beschleunigung.

Eine wichtige Komponente des elektrischen Antriebs ist die Rotorwelle. Sie ist Bestandteil des Rotors und überträgt das Drehmoment vom elektromagnetischen in den mechanischen Bereich. Ihre Auslegung beeinflusst damit wesentlich die Leistungsfähigkeit des Antriebs.

Die Antriebsspezialist von thyssenkrupp Dynamic Components entwickeln und produzieren Rotorwellen speziell für elektrische Antriebe. Durch ihre mehrteilige und hohle Bauweise lassen sich zudem weitere Funktionen wie die Kühlung integrieren.

Weniger Geräusch bedeutet also nicht weniger Leistung. Moderne Elektroantriebe können hohe Drehmomente und eine entsprechend dynamische Beschleunigung ermöglichen.

#Mythos 7: E-Autos machen unangenehme Geräusche

Elektroautos sind deutlich leiser als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dadurch treten allerdings andere Geräusche stärker in den Vordergrund. Elektrische Antriebe und ihre Leistungselektronik können beispielsweise hochfrequente Töne erzeugen, die als unangenehm wahrgenommen werden.

Genau hier setzt bondal® von thyssenkrupp Steel an. Der Sandwich-Werkstoff besteht aus zwei Stahlblechen mit einer viskoelastischen Kunststoffschicht dazwischen und verfügt über schalldämpfende Eigenschaften. Untersuchungen zeigen Potenziale für den Einsatz bei der Akustikoptimierung elektrischer Antriebsmotoren und ihrer Leistungselektronik.

Damit kann der Werkstoff dazu beitragen, störende Geräusche im Innenraum zu reduzieren und den akustischen Komfort von Elektrofahrzeugen weiter zu verbessern.

Auch die Akustik von Elektrofahrzeugen lässt sich gezielt optimieren – unter anderem durch speziell entwickelte Werkstoffe wie bondal®.

Elektromobilität entwickelt sich kontinuierlich weiter

Viele Mythen rund um die Elektromobilität gehen auf Fragen zurück, die insbesondere in den Anfangsjahren der Technologie nachvollziehbar waren. Seitdem haben sich Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Antriebstechnologien und Werkstoffe deutlich weiterentwickelt.

Mit Werkstoffen und Komponenten für elektrische Antriebe, Batteriegehäuse und weitere Anwendungen trägt thyssenkrupp dazu bei, Elektromobilität leistungsfähiger, effizienter und sicherer zu machen.

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