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Thyssen - Vom Konzern zur Betriebsgesellschaft

Blick aus einem Büro auf die Bruckhausener Werksanlagen der August Thyssen-Hütte AG, um 1935.
Blick aus einem Büro auf die Bruckhausener Werksanlagen der August Thyssen-Hütte AG, um 1935.

Wenige Wochen nach August Thyssens Tod am 4. April 1926 werden große Teile des Thyssen-Konzerns in die Vereinigte Stahlwerke AG eingebracht. Sein Sohn Fritz Thyssen wird Aufsichtsratsvorsitzender des neuen Konzerns. Der Anteil der Thyssenschen Montanwerke wird bei Gründung der Vereinigte Stahlwerke AG mit 26 % des Aktienkapitals von nominell 800 Mio. RM bewertet.

Als eine Betriebsgesellschaft der Vereinigte Stahlwerke AG wird 1934 die August Thyssen-Hütte AG gegründet. Sie ist ein horizontaler Verbund der im Duisburger Raum gelegenen fünf Hüttenwerke der Vereinigte Stahlwerke AG mit den Produktionsschwerpunkten Profilstahl und Halbzeug. Mit der nationalsozialistischen Aufrüstungspolitik werden diese Hüttenwerke zu einem wichtigen Lieferanten von Vorprodukten für die spätere Kriegswirtschaft. Auf alliierte Anordnung wird das Unternehmen nach dem Krieg liquidiert und 1953 eine (neue) August Thyssen-Hütte AG mit Sitz in Duisburg gegründet, um ausschließlich die zu großen Teilen demontierte Thyssenhütte wieder in Betrieb zu nehmen. Die anderen Duisburger Hüttenwerke der Vereinigte Stahlwerke AG gehen als rechtlich selbstständige Gesellschaften zunächst eigene Wege, bevor sie in den 1950er- und 1960er-Jahren wieder in den Verbund der Thyssenhütte zurückkehren. Nur der 1926 in die Vereinigte Stahlwerke AG eingebrachte Thyssensche Bergbau wird nicht mehr zum alten Konzernverbund zurückkehren.

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