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Thyssen - Eine ungewöhnliche Unternehmensgründung

August Thyssen um 1917. Gemälde von Franz Josef Klemm
August Thyssen um 1917. Gemälde von Franz Josef Klemm

Am 29. September 1891 gibt August Thyssen bekannt, zusammen mit seinem Bruder Joseph im Besitz aller Anteile des Steinkohlenbergwerks Gewerkschaft Deutscher Kaiser zu sein.

Joseph Thyssen, Bruder und enger Vertrauter August Thyssens, um 1900.
Joseph Thyssen, Bruder und enger Vertrauter August Thyssens, um 1900.

Am 17. Dezember 1891 findet der erste Abstich im neuen Stahlwerk der Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Hamborn bei Duisburg statt. Beide Ereignisse des Jahres 1891 gelten später als Gründungsdaten des Thyssen-Konzerns.

Kuxschein der Gewerkschaft Deutscher Kaiser.
Kuxschein der Gewerkschaft Deutscher Kaiser.

Seit 1883 hatte August Thyssen Kuxe (Anteilscheine) der Gewerkschaft Deutscher Kaiser erworben, da das Werk besondere Standortvorteile für seine unternehmerischen Vorstellungen besaß und noch heute besitzt. Der günstige Standort mit eigener Kohlenzeche, Werkshafen am Rhein und Gleisanschluss an das Eisenbahnnetz sichern die Leistungsfähigkeit des Betriebs. Das Stammwerk der Thyssen Krupp Stahl AG produziert noch heute Stahl an gleicher Stelle. In den folgenden Jahren rationalisiert, modernisiert und erweitert August Thyssen die Erzeugung von Eisen und Stahl und baut systematisch sowohl Rohstoffbasis (ausländische Erzgruben) als auch Weiterverarbeitung (Schiffbau, Maschinenguss etc.) seiner Unternehmen aus. Dabei achtet er darauf, dass sich die Produkte der neu erworbenen oder gegründeten Firmen zu einem vertikalen Verbund ergänzen.

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