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Thyssen - Ausbau zum Konzern

Bruckhausen Thomas-Stahlwerk
1895 ließ August Thyssen in Bruckhausen ein Thomas-Stahlwerk bauen, um unabhängig vom Schrottmarkt auch Stahl aus phosphorreichen Erzen erzeugen zu können, Postkartenansicht um 1900.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wechseln nach und nach einzelne Holding-Funktionen der 1871 von August Thyssen in Mülheim an der Ruhr gegründeten Firma Thyssen & Co. auf die Gewerkschaft Deutscher Kaiser, in deren Grubenvorstand Augusts Sohn Fritz (1873 - 1951) schon 1897 gewählt wird. Die Anfang des 20. Jahrhunderts einsetzende Internationalisierung des Konzerns findet durch den Beginn des Ersten Weltkriegs ein abruptes Ende. Im Ersten Weltkrieg kommt es nach anfänglich rapidem Rückgang zu einer kriegsbedingten Ausweitung der Produktion, der in den unmittelbaren Nachkriegsjahren Ängste vor einer Sozialisierung und 1923 die französische Ruhrbesetzung folgen. August Thyssen verliert zwar nach dem Weltkrieg zahlreiche Auslandsbeteiligungen, verfügt aber im Inland über ein weitgehend funktionsfähiges Unternehmen. Rationalisierungspotenziale und Marktchancen lassen ihn 1925 grundsätzlich der Gründung eines neuen Konzerns zustimmen, der außer Hoesch, Gutehoffnungshütte, Mannesmann, Klöckner und Krupp alle Montankonzerne des Ruhrgebiets angehören.

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