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Krupp - Wandlungen in der Produktion

D2-Schnellzug Lokomotive mit Stromlinienverkleidung der Baureihe 06.
D2-Schnellzug Lokomotive mit Stromlinienverkleidung der Baureihe 06. Diese Lokomotive mit der Krupp-Fabriknummer 2000 wurde im Jahr 1939 an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert.

Im Ersten Weltkrieg wird die Rüstungsproduktion, um die staatlichen Aufträge erfüllen zu können, auf mehr als das Fünffache der Vorkriegserzeugung gesteigert. Der Vertrag von Versailles untersagt nach Kriegsende die Herstellung von Rüstungsgütern fast vollständig. Demontagen und Produktionsumstellungen bringen Krupp in Schwierigkeiten, die durch die allgemeine politisch-wirtschaftliche Situation (Ruhrbesetzung, Inflation) noch verstärkt werden. Erst nach Jahren zeigen sich in den neu aufgenommenen Fertigungsbereichen, z.B. dem Bau von Lokomotiven, Lastwagen, Landmaschinen und Baggern, erste Erfolge. Durch Straffung der Weiterverarbeitungsbetriebe und durch Ausbau der Edelstahlerzeugung kann der Konzern stabilisiert werden. 1926 bringt Krupp das WIDIA-Hartmetall auf den Markt, das durch seine Härte und Verschleißfestigkeit einen entscheidenden Fortschritt in der Werkzeugtechnik einleitete.

Nach 1933 wird Krupp eng in die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik eingebunden. Die erhöhte Nachfrage nach Walzwerkserzeugnissen, vor allem für den Autobahnbau, führt zur Expansion der Eisenbauwerkstätten in Rheinhausen. Der Bau von Lokomotiven, Lastkraftwagen und Schiffen wird verstärkt vorangetrieben. Parallel hierzu nimmt Krupp erneut die Rüstungsproduktion auf. Ende 1943 wird die Fried. Krupp AG wieder in eine Einzelfirma umgewandelt und auf den ältesten Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (1907-1967) übertragen. Er übernimmt den Konzern zu einem Zeitpunkt, als Rüstungsbehörden und halbstaatliche Lenkungsgremien immer stärker in die Unternehmen eingreifen.

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