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Umweltschutz

Umwelt, Klima und Energie

Bei thyssenkrupp haben die Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz einen hohen Stellenwert, und zwar auf allen Wertschöpfungsstufen – von der Lieferkette über die internen Prozesse bis hin zu den Kunden. Mit unseren Lösungen wollen wir dazu beitragen, den steigenden Bedarf an Gütern und Dienstleistungen auf eine ressourcenschonende Art und Weise zu befriedigen. Umweltschutz ist daher ein Kernbestandteil des Nachhaltigkeitsansatzes und damit der Unternehmensstrategie von thyssenkrupp.

Interne Weiterbildung zu Umweltschutz und Energieeffizienz
Interne Weiterbildung zu Umweltschutz und Energieeffizienz

Das weltweite Umwelt- und Energiemanagement von thyssenkrupp basiert auf der Konzern-Umwelt- und Energiepolitik und einer entsprechenden Konzernrichtlinie. Zu den Themen Energieeffizienz, Energiemanagement und Umweltmanagement wurden zudem Vorgaben und drei konkrete Indirekte Finanzielle Ziele (IFTs) formuliert. Deren Umsetzung wird begleitet durch interne Gremien und Trainings von Auditoren; auch der Erfahrungsaustausch auf unterschiedlichen Ebenen sowie Konferenzen tragen dazu bei.

Umweltschutz in unseren eigenen Prozessen

Das verbindliche Ziel für den betrieblichen Umweltschutz lautet, dass alle Konzernunternehmen mit umweltrelevanten Aktivitäten gemäß Konzerndefinition bis zum Geschäftsjahr 2019 / 2020 ihr Umweltmanagement gemäß dem internationalen Standard ISO 14001 aufgebaut haben müssen. Der Standard enthält Anforderungen an Umweltmanagementsysteme, und zwar bezüglich der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, der Erfüllung der rechtlichen und sonstigen Verpflichtungen sowie der Formulierung konkreter Umweltziele an den einzelnen Standorten. Abgedeckt werden dabei alle relevanten Umweltaspekte von Wasser und Abfall bis hin zur Umweltleistung der Produkte. Dieses IFT zum Umweltmanagement betrifft per 30. September 2017 fast 70 Unternehmen, von denen bereits rund 85 % dem Standard entsprechen. Damit wird das Umweltmanagement bei thyssenkrupp, bezogen auf die Gesamtbelegschaft, zu fast 60 % gemäß ISO 14001 gehandhabt.

Kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz

Energieeffizienz ist für thyssenkrupp eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit.
Energieeffizienz ist für thyssenkrupp eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit.

Bei einem jährlichen Energieverbrauch der fortgeführten Aktivitäten von mehr als 70 Terawattstunden (TWh) ist Energieeffizienz für thyssenkrupp eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit. Um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern, haben wir bereits im Geschäftsjahr 2013 / 2014 das Konzernprogramm GEEP (Groupwide Energy Efficiency Program) gestartet; im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde das Programm an die neue Konzernstruktur angepasst. Das Programm hatte ursprünglich das Ziel, die Effizienz um 3,5 TWh bis 2020 zu verbessern. Bis 30. September 2016 waren bereits Effizienzgewinne von 2,75 TWh erreicht worden. Aufgrund der strukturellen Veränderungen durch den Verkauf des brasilianischen Stahlwerks CSA rückwirkend zum 30. September 2016 und das beabsichtigte Joint Venture mit Tata Steel Europe wurden das Programm und das entsprechende IFT auf Jahresziele umgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 lag das Ziel bei 125 GWh Effizienzgewinnen. Dieses wurde mit 330 GWh deutlich übertroffen. Die Maßnahmen umfassten unter anderem die bessere Nutzung von Abwärme, die Reduzierung von Stand-by-Zeiten und die Erneuerung von Anlagenkomponenten. Mit den erzielten Effizienzgewinnen haben wir rechnerisch Treibhausgasemissionen von mehr als 100.000 t vermieden. Ziel für das laufende Geschäftsjahr 2017 / 2018 sind weitere Effizienzgewinne von rund 150 GWh. Darüber hinaus sollen alle nach Konzerndefinition relevanten Aktivitäten bis 2019 / 2020 von einem Energiemanagement nach ISO 50001 abgedeckt werden. In den Energiemanagementsystemen nach diesem Standard ist vorgesehen, dass für jeden Standort konkrete Energieziele gesetzt und Energieflüsse gemessen sowie organisatorische und technische Abläufe definiert werden. Dieses IFT zum Energiemanagement betrifft per 30. September 2017 fast 60 Unternehmen, von denen bereits rund 66 % dem Standard entsprechen. Damit wird das Energiemanagement bei thyssenkrupp, bezogen auf den Energieverbrauch, zu mehr als 90 % gemäß ISO 50001 gehandhabt.

Klimaschutz bei Produktion und Produkten

Das CDP führt thyssenkrupp in seiner globalen „A List“ der 5 % besten Unternehmen in Sachen Klimaschutz.
Das CDP führt thyssenkrupp in seiner globalen „A List“ der 5 % besten Unternehmen in Sachen Klimaschutz.

Aus den Zielen des Pariser Klimaabkommens ergeben sich für thyssenkrupp Chancen und Risiken zugleich. Das Ziel der Weltgemeinschaft ist eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter zwei Grad sowie eine Nettotreibhausgasneutralität in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Zur Erreichung dieses Ziels will thyssenkrupp mit seiner Ingenieurskompetenz und zwei wesentlichen Ansatzpunkten beitragen: Steigerung der Effizienz und innovative Lösungen für eigene Prozesse und unsere Kunden.

Insbesondere die Stahlproduktion von thyssenkrupp umfasst treibhausgasintensive eigene Prozesse. Die Emissionen der fortgeführten Aktivitäten belaufen sich auf mehr als 20 Mio t jährlich (Scope 1+2-Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol). Um diese Emissionen zu reduzieren, setzt thyssenkrupp auf kontinuierliche Energieeffizienzverbesserungen, aber auch auf langfristig angelegte disruptive Innovationen wie Carbon2Chem, einem cross-industriellen Projekt zur stofflichen Nutzung von Hüttengasen. Einen weiteren wesentlichen Hebel hat thyssenkrupp über innovative Produkte. Wir haben unser Portfolio analysiert und modelliert, dass mehr als 90 % des Gesamtfußabdrucks von thyssenkrupp gemäß dem Greenhouse Gas Protocol (kombinierte Scope 1, 2, 3-Emissionen) mit der Nutzungsphase der Produkte zusammenhängen und sich beispielsweise aus dem Betrieb der von uns gebauten Zementanlagen durch unsere Kunden ergeben. Damit sind Geschäftschancen für thyssenkrupp verbunden, die wir insbesondere in unserer Innovationsstrategie und durch ein innovatives Produktportfolio aufgreifen wollen (siehe Kapitel „Technologie und Innovationen“). Dass thyssenkrupp im Klimaschutz sehr gut aufgestellt ist, bescheinigt auch das Klimaschutz-Rating des CDP (ehemals Carbon Disclosure Project), bei dem thyssenkrupp bereits zum zweiten Mal in Folge mit der höchsten Note A bewertet und in der globalen „A List“ geführt wird, die weltweit rund 100 Unternehmen und nur drei DAX-Konzerne umfasst.

Kennzahlen zum Umweltschutz

Die konzernweiten Kennzahlen und Daten zum Umwelt- und Klimaschutz werden bei thyssenkrupp zur Ermittlung von Chancen und Risiken eingesetzt und dienen als Steuerungsinstrument unseres globalen Umwelt-, Energie- und Klimamanagements. Die Daten beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf die vollkonsolidierten Konzernunternehmen. Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 wird gemäß IFRS-Regelwerk ein 50-Prozent-Anteil der Hüttenwerke Krupp Mannesmann miteinbezogen. Dadurch steigen die absoluten Werte einiger Umweltdaten selbstverständlich an. Entsprechend ist darauf hinzuweisen, dass die jährlichen Veränderungen der absoluten Mengen unter anderem wegen Portfolioveränderungen und unterschiedlichen Produktionsmengen keine direkten Rückschlüsse auf die Umweltperformance geben.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September.

Energie

Nettogesamtenergieverbrauch in TWh

Nettogesamtenergieverbrauch in TWh
in TWh 2013/2014 2014/2015 2015/2016
Gesamtnettoenergieverbrauch 98,4 99,3 99,4

Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen in Mio. (Scope 1+2)

Treibhausgasemissionen in Mio. (Scope 1+2)
in Mio. t CO2e 2013/2014 2014/2015 2015/2016
Scope 1 32,0 32,6 32,6
Scope 2 1,7 1,2 1,2
Scope 3
(aus Energiebezug und nicht in Scope 1 und 2 enthalten)
5,3 5,3 5,3

Abfall

Abfall in Mio. t

Abfall in Mio. t
in Mio. t 2013/2014 2014/2015 2015/2016
Gesamtabfall 2,2 2,1 2,0
Abfall zur Verwertung 1,4 1,3 1,4
- davon gefährliche Abfälle 0,1 0,1 0,1
Abfall zur Beseitigung 0,8 0,8 0,6
- davon gefährliche Abfälle 0,2 0,1 0,2

Wasser

Wasserverbrauch in Mio. m³

Wasserverbrauch in Mio. m³

Abwasser in Mio. m³

Abwasser in Mio. m³
in Mio. m³ 2013/2014 2014/2015 2015/2016
Wasserverbrauch 974 938 1.023
- davon Durchlaufkühlung 788 786 856
Abwasser 905 914 984
- davon Durchlaufkühlung 788 786 856

Luftemissionen

in 1000 t 2013/2014 2014/2015 2015/2016
Staub Gesamt 10,8 10,1 9,3
NOx, gesamt 17,2 16,6 16,3
SOx, gesamt 33,4 30,6 25,6
VOC, gesamt 1,2 1,1 0,8

Managementsysteme

2013/2014 2014/2015 2015/2016
ISO 14001 Zertifizierung der Geschäftsaktivitäten (in % der Belegschaft) 58% 58% 58%
ISO 50001 Zertifizierung der Geschäftsaktivitäten (in % des Energieverbrauchs) 68% 69% 68%
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