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Unternehmensmeldungen, 01.06.2016, 10:00

thyssenkrupp Testturm macht’s vor: Bauarbeiten weiter voll im Zeitplan

  • Großprojekt Testturm in Rottweil weiter voll im Kosten- und Zeitplan
  • Einbau der ersten Aufzüge im Gebäude läuft planmäßig
  • Vorbereitungen zur Montage der Membran laufen

Der Bau des Testturms von thyssenkrupp in Rottweil schreitet weiter planmäßig voran. Anlässlich einer Pressekonferenz zum Status Quo des Projektes berichtete thyssenkrupp Elevator Vorstand Andreas Schierenbeck über den Fortschritt des außergewöhnlichen Bauwerks: „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten haben wir den Turm bisher voll im Zeitrahmen errichtet. Für thyssenkrupp Elevator wird der Testturm in Rottweil künftig eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der globalen Innovationsstrategie spielen, die eine maßgebliche Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens hat.“

Derzeit läuft der Innenausbau des Testturms auf Hochtouren: Der Feuerwehraufzug ist bereits seit Jahresanfang installiert und befördert derzeit die Arbeiter der Baustelle mit rund 4 Metern pro Sekunde auf die oberen Stockwerke. Der Panoramaaufzug wurde in der letzten Woche installiert – gut sichtbar durch den gläsernen Schacht. Mit ihm werden zukünftig die Besucher Deutschlands höchste Aussichtplattform auf 232 Meter Höhe erreichen. Im Werk in Neuhausen steht bereits einer der größten Antriebe zum Einbau bereit: Die Maschine wird zukünftig den schnellsten Aufzug im Testturm mit bis zu 18 Metern pro Sekunde durch den Schacht bewegen. Ein ähnlicher Antrieb ist schon heute im One World Trade Center in New York und im Shanghai World Financial Center im Einsatz.

Ende Januar wurde von der GERB Schwingungsisolierungen GmbH in der Turmröhre ein riesiges, von elektromagnetischen Linearmotoren gehaltenes Pendel installiert – auf 193 Meter Höhe. Diese Technologie ist bereits in Hochhäusern in New York, Shanghai oder Dubai verbaut, doch in der Kombination aus aktiver und passiver Bewegung ist sie weltweit einmalig. Die Entwicklungsingenieure von thyssenkrupp Elevator können dank des aktiven Pendels Aufzugssysteme unter realistischen Bedingungen testen.

Beste Aussichten

Auch die Aussichtsplattform nimmt derzeit konkret Gestalt an: Die gläserne Balustrade ist fertiggestellt: Rund vier Meter hohe Glasfassaden sorgen künftig für einen 360° Blick vom Testturm – bei idealen Wetterbedingungen sogar bis zu den Alpen. Bis zu einem weiteren Höhepunkt der Bauphase des Turms dauert es ebenfalls nicht mehr lange: Die Vorbereitungen für die Montage der Membran sind fast abgeschlossen. Der Turm wird derzeit aufwändig vermessen, die Montagebühne wird im Juli installiert. Kurz danach wird der Testturm sein spektakuläres Äußeres erhalten. Die rund 17.000 Quadratmeter große Hülle aus einem polymerbeschichteten Glasfasergewebe wird dem Turm sein finales Erscheinungsbild verleihen. Zudem ist es ein hochkomplexer Werkstoff, der langlebig und selbstreinigend ist. Die Membran verleiht dem Turm nicht nur das gewisse Etwas, sondern schützt ihn auch vor intensiver Sonneneinstrahlung und reduziert die Eigenbewegung des Gebäudes, indem sie die Kräfte des Windes zerlegt. Durch den stufenweisen Übergang der Hülle ist der Turm im unteren Bereich annähernd undurchsichtig und wird nach oben hin transparenter, da das Gewebe weitmaschiger wird. Das polymerbeschichte Glasfasergewebe wird in Bahnen von gut drei Metern produziert und danach zu den großen Membranfeldern verschweißt.

Der Werkstoff kam bereits bei der WM 2010 in Afrika zum Einsatz: Im „Cape Town Stadium“ wurde das Stadion in eine nahezu transparente Membran aus Glasfaser gehüllt. Diese Membran erlaubt auch das außergewöhnliche Beleuchtungskonzept des Testturms. Mit seiner Fertigstellung werden unzählige LED hinter der Membran dem Turm einen strahlenden Auftritt ermöglichen.

„Der Testturm wird damit zum Leuchtturm-Projekt für thyssenkrupp“, so Schierenbeck. „Wir peilen weiterhin den Testbetrieb für Dezember 2016 an. Im Mai 2017 planen wir derzeit die offizielle Einweihungsfeier und die Öffnung der Besucherplattform für die Öffentlichkeit.“

thyssenkrupp baut seit 2014 gemeinsam mit dem Generalunternehmen Züblin den Aufzugstestturm. Zu den Zukunftstechnologien, die in Rottweil getestet werden, zählt insbesondere die neueste Aufzugsgeneration, der MULTI. In der neuen Testeinrichtung sind alleine drei der zwölf Turmschächte für das neue MULTI-System vorgesehen. Als Antrieb kommt die Magnetschwebetechnologie aus dem Transrapid zum Einsatz. Diese hat eine Vielzahl von Vorteilen: Durch die seillose Konstruktion können mehrere Aufzugskabinen in einem Aufzugsschacht betrieben werden. Das erhöht die Beförderungskapazität in einem Schacht um bis zu 50 Prozent und reduziert gleichzeitig den Platzbedarf des Aufzugs im Gebäude um die Hälfte. Dazu können sich die Aufzüge sowohl seitwärts als auch ohne Limit in die Höhe bewegen, was völlig neue Anwendungen und eine nie dagewesene Architektur der Gebäude erlaubt.

Über uns:

thyssenkrupp Elevator

thyssenkrupp Elevator umfasst die weltweiten Konzernaktivitäten im Geschäftsfeld Personenbeförderungsanlagen. Mit einem Umsatz von 7,2 Mrd. € im Geschäftsjahr 2014/2015 und Kunden in 150 Ländern hat sich thyssenkrupp Elevator seit seinem Markteintritt vor 40 Jahren als eines der führenden Aufzugsunternehmen der Welt etabliert. Das Unternehmen mit mehr als 50.000 qualifizierten Mitarbeitern bietet intelligente und energieeffiziente Produkte, entwickelt für die individuellen Anforderungen der Kunden. Innovative Lösungen ermöglichen die Entwicklung von intelligenten Städten. Das Portfolio umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte sowie maßgeschneiderte Servicelösungen für das gesamte Produktangebot. Über 900 Standorte rund um den Globus bilden ein dichtes Vertriebs- und Servicenetz und sichern somit eine optimale Nähe zum Kunden.

thyssenkrupp

thyssenkrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz und einem wachsenden Anteil an Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Über 155.000 Mitarbeiter arbeiten in knapp 80 Ländern mit Leidenschaft und Technologie-Know-how an hochwertigen Produkten sowie intelligenten industriellen Verfahren und Dienstleistungen für nachhaltigen Fortschritt. Ihre Qualifikation und ihr Engagement sind die Basis für unseren Erfolg. thyssenkrupp erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von rund 43 Mrd. €.

Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir in den Anwendungsfeldern Mechanik, Anlagenbau und Werkstoffe wettbewerbsfähige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Mit unserer Ingenieurkompetenz ermöglichen wir unseren Kunden, Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erzielen sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. Technischer Fortschritt und Innovationen sind für uns Schlüsselfaktoren, um mit der Verbundkraft des Konzerns den aktuellen und zukünftigen Kunden- und Marktbedürfnissen global zu folgen, auf den Zukunftsmärkten zu wachsen sowie hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge zu erwirtschaften.

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