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Unternehmensmeldungen, 27.09.2005, 16:07

ThyssenKrupp Marine Systems liefert im September drei U-Boote ab

Im September hat ThyssenKrupp Marine Systems insgesamt drei U-Boote an den Kunden übergeben. Die von der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH aus Kiel und den Nordseewerken in Emden gebauten Boote sind Teil zweier großer Aufträge für die deutsche und die südafrikanische Marine.

Erstes Brennstoffzellen-U-Boot für die Deutsche Marine
Am 7. September wurde mit "U31" das erste Brennstoffzellen-U-Boot der Welt an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung übergeben. Heute verließ in Emden mit "U32" das zweite von insgesamt vier Booten die Obhut von ThyssenKrupp Marine Systems. Die U-Boote der Klasse 212 A sind für den Einsatz bei der Deutschen Marine bestimmt. Die Indienststellung erfolgt im Oktober 2005 am U-Bootstützpunkt in Eckernförde.

Die neue U-Bootklasse 212, die HDW entwickelt hat, zeichnet sich durch einen außenluftunabhängigen Antrieb auf der Basis der Wasserstoff-Brennstoffzelle aus. Die Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom produziert, sorgt dafür, dass die neue U-Boot-Klasse wochenlang unter Wasser in Fahrt bleiben kann. Darüber hinaus erzeugt die Brennstoffzelle weder Geräusche noch Abgas-Wärme. Durch die Kombination mit extrem günstigen Signaturen sowie einer modernen Ortungs- und Waffentechnik ist das Unterseeboot faktisch nicht zu orten.

Die Taufe des ersten Brennstoffzellen U-Bootes "U31" fand am 20. März 2002 bei HDW in Kiel statt. Im April 2002 folgten die umfangreichen Hafen- und See-Erprobungen in der Ostsee und vor der norwegischen Küste im Skagerak.


Erfolgreichster konventioneller U-Boot-Typ der Welt für Südafrika
Am 20. September übernahm das Projektteam der südafrikanischen Marine mit "S101" das erste von drei U-Booten der Klasse 209 Typ 1400 MOD mit dieselelektrischem Antrieb. Die offizielle Indienststellung ist für November 2005 geplant.

Die Lieferung der drei U-Boote ist Teil eines umfassenden Programms zur Modernisierung der südafrikanischen Marine. Bei den U-Booten handelt es sich um die modernste Version der konventionellen Klasse 209 Typ 1400 MOD, die vom deutschen Lieferkonsortium bestehend aus den Howaldtswerken-Deutsche Werk GmbH, der Nordseewerke in Emden und der Ferrostaal AG in Essen seit vielen Jahren erfolgreich exportiert wird. Derzeit sind weltweit in zwölf Ländern knapp 60 dieser Boote im Einsatz beziehungsweise im Bau. Somit ist die U-Boot-Klasse 209 der erfolgreichste konventionelle U-Boot-Typ der Welt. Das Boot kann auf Wunsch mit einem aussenluftunabhängigen Brennstoffzellen-Antrieb nachgerüstet werden.

Technische Daten "U31/U32":・ Länge über alles: ca. 56 m
・ Durchmesser maximal: ca. 7 m
・ Verdrängung: ca. 1450 t
・ Besatzung: 27
Technische Daten "S101": ・ Länge über alles: ca. 62 m
・ Durchmesser maximal: ca. 7 m
・ Verdrängung: ca. 1450 t
・ Besatzung: 30

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