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Unternehmensmeldungen, 02.08.2012, 14:26

Energiemanagement: ThyssenKrupp Steel Europe übernimmt Vorreiterrolle

ThyssenKrupp Steel Europe darf sich jetzt mit einem besonderen Zertifikat schmücken: der ISO 50001, einem international anerkannten Energiemanagementsystem (EMS). Mit der Auszeichnung durch den TÜV Nord ist es offiziell: Für den größten Stahlproduzenten Deutschlands hat Energieeffizienz eine hohe Bedeutung. Damit nimmt ThyssenKrupp Steel Europe eine Vorreiterrolle ein. „Wir sind das erste Stahlunternehmen in Europa, das ein nach dieser Norm zertifiziertes Energiemanagementsystem erhalten hat“, erläutert der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp Steel Europe, Edwin Eichler. Innerhalb von nur sechs Monaten erfolgte das erfolgreiche Audit, in dem alle Werks-Standorte (Duisburg, Bochum, Dortmund, Eichen, Ferndorf und Finnentrop) einbezogen waren.

Energieeffizienz im politischen Umfeld

Mit dem zertifizierten EMS begleitet ThyssenKrupp Steel Europe konstruktiv die Bestrebungen in Europa, Energieeffizienz zu steigern. Gleichzeitig sieht das Unternehmen in anstehenden Gesetzgebungsverfahren auch Kritikpunkte: So sollen zum Beispiel absolute Einsparverpflichtungen pauschal vorgegeben und bisherige Einsparerfolge nicht adäquat berücksichtigt werden. Das trifft insbesondere Unternehmen wie ThyssenKrupp Steel Europe, die bereits in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen haben und heute hocheffizient arbeiten. Hier benötigt die Umsetzung der europäischen Vorgaben durch den Gesetzgeber erhebliches Augenmaß, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden.

Systematische Erhebung von Effizienzpotenzialen

Nach dem erfolgreichen Meilenstein der EMS-Zertifizierung geht die Anstrengung, effizient zu handeln, natürlich weiter: „Das Audit hat unser systematisches Energiemanagement bestätigt. Mit dem EMS werden wir nun die Energieeffizienz kontinuierlich weiter verbessern“, erklärt Christian Weinrich, Leiter des Teams Energieoptimierung/-studien (EOS) bei ThyssenKrupp Steel Europe, welches federführend das EMS betreut. Sukzessive werden laufende Energieeffizienz-Programme fortgeführt, neue Projekte angestoßen. Im nächsten Geschäftsjahr soll beispielsweise am Hubbalkenofen 6 im Warmbandwerk 2 in Duisburg Abwärme ausgekoppelt werden. Mit zusätzlich 25.000 Megawattstunden pro Jahr, was dem Heizbedarf von etwa 1.700 Einfamilienhäusern entspricht, liefert ThyssenKrupp Steel Europe im Ganzen so Wärme für knapp 20.000 Haushalte. Das Stahlunternehmen ist damit im Ruhrgebiet der größte industrielle Einspeiser in die Fernwärmenetze. Auch intern wird Abwärme genutzt: Eingesetzt in Produktionsprozessen oder zur Versorgung der eigenen Liegenschaften.

Zusätzlich helfen modernste Technologien dabei, Energie einzusparen und Ressourcen zu schonen. So reduzieren etwa Regenerativbrenner in den Warmbandwerken den Gasverbrauch der Stoßöfen sichtbar. Abgaswärme auf höchstem Temperaturniveau wird damit direkt gespeichert und die Energie wieder dem Brennprozess zugeführt. Dadurch können Energieverbräuche und CO2-Emissionen weiter gesenkt werden. Um die Energieflüsse noch transparenter zu machen, führt ThyssenKrupp Steel Europe derzeit flächendeckend eine neue Software ein. Damit können die Betriebe ihre Verbräuche rund um die Uhr überwachen und auswerten. Das eröffnet nachhaltig die Chance, weitere Einsparpotenziale direkt zu identifizieren.

Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem EMS folgt ThyssenKrupp Steel Europe auch seinem Kostenbewusstsein. „Jede gesparte Kilowattstunde ist bares Geld und hilft uns wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Weinrich. Als größter Stahlproduzent Deutschlands ist der nachhaltige Umgang mit Energie selbstverständlich: „Wir leisten unseren Beitrag, Ressourcen zu schonen und effizient zu handeln“, erklärt der gesamtverantwortliche Energiemanager Jürgen Hoffmann. „Um Energie stetig effizienter nutzen zu können, gewährleisten wir eine ständige Entwicklung der innovativen Verfahrensweisen – unter anderem auch ein wichtiger Baustein zur Sicherung der hiesigen Arbeitsplätze.“

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