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Unternehmensmeldungen, 08.08.2008, 14:00

Kiellegung des ersten Zollbootes in SWATH-Bauweise bei TKMS Blohm + Voss Nordseewerke in Emden

Am 8. August 2008 fand bei TKMS Blohm + Voss Nordseewerke in Emden, einem Unternehmen von ThyssenKrupp Marine Systems, die Kiellegungszeremonie für das erste von zwei Booten für den deutschen Zoll statt. Auftraggeber ist das Beschaffungsamt der Bundeszollverwaltung. Die Boote sollen im Mai und November 2009 abgeliefert werden.

Die Boote werden nach dem SWATH-Prinzip gebaut. SWATH steht für Small Waterplane Area Twin Hull, also ein Doppelrumpfschiff mit sehr geringer Fläche in der Wasserlinie. Durch diese geringe Wasserlinienfläche wird das Schiff vom Seegangsgeschehen weitgehend entkoppelt. Das hat zur Folge, dass SWATH-Fahrzeuge ein extrem gutes Bewegungsverhalten – auch bei hoher See – haben. Die Bundeszollverwaltung hat bewusst ein Fahrzeug mit diesen guten Eigenschaften ausgewählt um die hoheitlichen Aufgaben als Küstenwache – im Verbund mit anderen Behörden – optimal wahrnehmen zu können.

Für TKMS Blohm + Voss Nordseewerke bedeutet dieser Auftrag die Weiterführung des SWATH-Programms, in der die Erfahrungen aus der Konstruktion und dem Bau des SWATH-Forschungsschiff „Planet“ Umsetzung finden. Die „Planet“ war 2004 zum Schiff des Jahres gekürt worden. Der Bau der beiden Schiffe für den deutschen Zoll erfolgt wetterunabhängig in einer Fertigungshalle. Mittels Stapelzug werden die Boote später zu Wasser gelassen und an der Pier endausgerüstet.

Die Boote mit einer Verdrängung von unter 1.000 Tonnen haben einen dieselelektrischen Antrieb. Sie werden nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd gebaut und haben folgende Hauptabmessungen:

Länge über alles: ca. 49 m
Breite auf Spanten: 19 m
Seitenhöhe: 9 m
Antrieb: 4 x 2080 kW (mech.)

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