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Produkte und Lösungen, 17.06.2011, 17:20

Auftrag über Propylenoxid-Anlage nach dem Evonik/Uhde-Verfahren für die chinesische Provinz Jilin

Während des Besuches einer hochrangigen Delegation um den Gouverneur Wang Rulin der chinesischen Provinz Jilin am 16. Juni 2011 in Essen unterzeichneten Vertreter von Uhde, Evonik und der Delegation einen Vertrag für eine nicht-exklusive Lizenz zum Bau und Betrieb einer HPPO (Hydrogen Peroxide Propylene Oxide)-Anlage am Standort Jilin im Nordosten von China. Zum Uhde-Auftragsumfang gehören wesentliche Teile der Ingenieurplanung, die Lieferung von Ausrüstungen sowie die Unterstützung bei der Montage und der Inbetriebnahme der Anlage.

„Dieser Auftrag zeigt die Wettbewerbsfähigkeit des innovativen und koppelproduktfreien HPPO-Verfahrens in einem für die chemische Industrie wichtigen Markt. Die Lizenzierung beweist, dass umweltfreundliche Verfahren zunehmend an Bedeutung gewinnen und entscheidend zur Verbesserung der Anlagenwirtschaftlichkeit und Erfüllung von Umweltauflagen beitragen”, sagte Alfred Hoffmann, der für die Technologien zuständige Geschäftsführer.

Der Lizenzvertrag erlaubt es einem noch zu gründenden Joint Venture zwischen Jilin Shenhua und Jilin North Chemical Company (JNCC), eine Anlage zur Produktion von 300.000 Tonnen Propylenoxid zu bauen, die nach einem von Uhde und Evonik entwickelten Verfahren arbeitet. Propylenoxid ist ein Rohstoff für Polyurethanschäume, die zur Isolierung im Bauwesen, zur Polsterung komfortabler Möbel und zum Leichtbau in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden.

Die Vorteile des HPPO-Verfahrens liegen in einem deutlich niedrigeren Investitionsvolumen, daher ist die Wirtschaftlichkeit höher als bei dem herkömmlichen Produktionsverfahren für Propylenoxid. Darüber hinaus ist das HPPO-Verfahren äußerst umweltfreundlich: Es hat eine hohe Ausbeute und außer Wasser entstehen keine Nebenprodukte in nennenswerter Menge. 2008 ging die weltweit erste HPPO-Anlage in Ulsan (Südkorea) in Betrieb.

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