Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 04.07.2005, 09:49

Warmbandwerk 1 von ThyssenKrupp Stahl feiert Jubiläum

Top-Prominenz war vor fast genau 50 Jahren auf dem Werksgelände der heutigen ThyssenKrupp Stahl AG in Duisburg-Bruckhausen zu Gast: Begleitet vom damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, dem Innenminister sowie dem NRW-Ministerpräsidenten hatte sich Bundeskanzler Konrad Adenauer am 11. Juli 1955 zur August Thyssen-Hütte AG nach Duisburg aufgemacht. Die Spitzenpolitiker kamen, um das erste vollkontinuierlich arbeitende Warmbandwerk, das nach dem Krieg in Deutschland gebaut worden war, feierlich einzuweihen. "Ein imposantes und großartiges Werk", befand Adenauer seinerzeit. Der Startschuss für die bis heute erfolgreiche Flachstahlerzeugung in Duisburg war damit gefallen.

Ein halbes Jahrhundert später präsentiert sich die Anlage, in der anfangs jährlich nur rund 960.000 Tonnen Warmbreitband hergestellt wurden, als hochmoderne Konfiguration, die stetig erneuert und sowohl elektrisch wie mechanisch immer auf dem neusten Stand der Technik gehalten wurde: Heute werden hier pro Jahr rund 3,1 Mio Tonnen Stahl zu Bändern ausgewalzt. Das funktioniert - grob vereinfacht - wie folgt: Zunächst werden massive Stahlblöcke, so genannte Brammen, in einem Hubbalkenofen auf etwa 1.250 Grad Celsius erwärmt. Anschließend werden die Brammen durch gewaltigen Druck in den Walzgerüsten auf die vorgegebene Breite und Dicke zu langen Bändern reduziert, zu Coils aufgewickelt und als Vormaterial zur Weiterverarbeitung an die Kunden des Stahlunternehmens ausgeliefert. Diese wiederum stellen aus dem Warmbreitband von ThyssenKrupp Stahl Produkte her, die beinahe jeder Endverbraucher benutzt: So durchlaufen beinahe 80 Prozent aller Stahlerzeugnisse im Laufe ihrer Entstehungsgeschichte auf ihrem Weg zum Kunden eine Warmbandstraße so zum Beispiel das Karosserieblech eines Autos oder die Außenteile von Kühlschränken und Waschmaschinen. Auch Farbtöpfe und Dosen aus Weißblech, sowie das in Elektromotoren und Transformatoren eingesetzte Elektroband sind aus weiterverarbeitetem Warmband hergestellt.

In den Teams des Warmbandwerks Bruckhausen von ThyssenKrupp Stahl sind derzeit rund 665 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Großteil der Mitarbeiter inklusive ihrer Familienmitglieder sowie viele Ehemalige und Gäste insgesamt rund 3.000 Menschen haben am 2. Juli das 50jährige Bestehen des Warmbandwerks mit einem Familienfest gefeiert. Zu den Ehrengästen zählte auch Sven-Georg Adenauer, Enkel des berühmten Konrad, seines Zeichens Landrat des Kreises Gütersloh. Symbolisch hat er die nächsten 50 Jahre des Warmbandwerks Bruckhausen in Betrieb genommen.

nach oben