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Unternehmensmeldungen, 04.11.2014, 11:21

ThyssenKrupp expandiert weiter in China: Neues Werk in Changzhou eröffnet

ThyssenKrupp CEO Dr. Heinrich Hiesinger hat heute ein neues Werk für Automobilkomponenten in Changzhou eröffnet. Am neuen Standort für Antriebstechnologie in der Provinz Jiangsu werden Zylinderkopfhaubenmodule für den chinesischen Automobilmarkt hergestellt. ThyssenKrupp hat rund 40 Millionen Euro in die neue Produktionsstätte investiert. Bis zu 200 Mitarbeitern werden hier jährlich rund eine Million Zylinderkopfhaubenmodule herstellen.

„Als breit aufgestellter Technologiekonzern spielt der chinesische Markt für uns eine wichtige Rolle. Unsere Strategie konzentriert sich vor allem auf den Mobilitätssektor Chinas. Mit unserer Aufzugssparte und unserem Komponentengeschäft konnten wir in diesem Segment in den vergangenen Jahren stark zulegen“, sagt Dr. Heinrich Hiesinger.

ThyssenKrupp ist heute mit fünf Geschäftsfeldern (Business Areas) in China aktiv. In den letzten drei Geschäftsjahren hat der Konzern über 400 Millionen Euro in neue Produktionsstandorte investiert. Für das Geschäftsjahr 2013/14 erwartet ThyssenKrupp einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro in China. Das entspricht einem Wachstum von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen betreibt im Land derzeit über zwanzig Produktionsstandorte und beschäftigt rund 16.800 Mitarbeiter.

Ein Schwerpunkt der Wachstumsinvestitionen der letzten Jahre in China lag auf dem Komponentenzuliefergeschäft für die Automobilindustrie. Fünf neue Werke hat der Essener Industriekonzern allein in den letzten 24 Monaten dort in Betrieb genommen. Die Investitionen dafür belaufen sich auf rund 340 Millionen Euro.

„Seit 1995 sind wir als Zulieferer von Fahrwerks- und Antriebskomponenten im Land vertreten. Die hohe Wachstumsdynamik der letzten Jahre sind wir mitgegangen und wollen auch zukünftig mit unseren Kunden in China weiter wachsen“, betont Dr. Karsten Kroos, CEO der Business Area Components Technology bei ThyssenKrupp. Die Business Area Components Technology, die das weltweite Komponentengeschäft für die Auto-, Bau- und Windindustrie bei ThyssenKrupp verantwortet, betreibt in China derzeit insgesamt elf Fertigungsstandorte. Mehr als 4.000 Mitarbeiter arbeiten in diesem Segment in China und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Zwei Drittel davon entfielen auf die Automobilzuliefersparte. Das Produktspektrum in diesem Bereich umfasst Motorkomponenten wie Kurbel-, Nockenwellen und Zylinderkopfhaubenmodule aber auch Fahrwerkskomponenten wie Lenkungssysteme, Stoßdämpfer sowie Federn und Stabilisatoren. An drei Standorten in China werden zudem Komponenten und Bauteile für die Bau- und Windindustrie gefertigt.

Das neue Werk für Zylinderkopfhaubenmodule mit integrierten Nockenwellen in Changzhou ist bereits das vierte dieser Art, das ThyssenKrupp derzeit weltweit errichtet oder in den letzten zwölf Monaten in Betrieb genommen hat. So hat das Unternehmen in 2013 sowohl im chinesischen Dalian als auch in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt mit der Fertigung von Zylinderkopfhaubenmodulen begonnen. Ein Werk in Brasilien befindet sich derzeit im Bau und soll im nächsten Jahr den Serienbetrieb aufnehmen. Planungen für einen weiteren Produktionsstandort in der NAFTA-Region sind weit fortgeschritten.

Die große Nachfrage und das hohe Wachstumspotenzial speziell für Zylinderkopfhaubenmodule beruhen auf einer Weiterentwicklung der Nockenwellentechnologie und einem von ThyssenKrupp perfektionierten Fertigungsverfahren. Dabei werden in einem speziell entwickelten Prozess die Nockenwellen und weitere Montagekomponenten direkt in der geschlossenen Zylinderkopfhaube montiert. Damit kann ThyssenKrupp seinen Kunden statt bisher einzelner Antriebskomponenten ein komplettes Nockenwellenmodul liefern. Gewichtseinsparungen von bis zu 30 Prozent, ein geringerer Kraftstoffverbrauch und weniger Schadstoffemissionen sind die Folge. Ein weiterer Vorteil ist eine schnellere und effizientere Motoren-Montage bei den Automobilherstellern.

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