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Produkte und Lösungen, 20.09.2004, 02:00

Nordseewerke GmbH

Die Nordseewerke GmbH - ein Unternehmen der ThyssenKrupp Werften GmbH - präsentiert sich vom 28. September bis zum 02. Oktober auf der weltweit führenden Schiffbaumesse SMM 2004 in Hamburg. Auf einem Gemeinschaftsstand der ThyssenKrupp Werften (Standnummer 170, Halle 10) stellt sich das Unternehmen aus Emden, zusammen mit den Konzernschwestern Blohm + Voss GmbH und Blohm + Voss Repair GmbH, dar. Schwerpunkt der Präsentation der Nordseewerke bilden der Marineschiffbau und der Containerschiffbau.

Marineschiffbau bei der Nordseewerke GmbH

Für die Marinen der Welt hat sich das Aufgabenspektrum durch die veränderten Bedrohungszenarien verschoben. Um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden, müssen neue Lösungen für zukunftsgerichtete Entwürfe gefunden werden. Für konventionelle U-Boote resultiert daraus u. a. die Forderung, eine Vielzahl neuer bzw. wesentlich empfindlicherer Sensoren zu integrieren und auch das Antriebskonzept dieser modernen, nicht-nuklearen U-Boote zu überarbeiten. Hier ist besonders an zusätzlich integrierte außenluftunabhängige Antriebe zu denken, die dem U-Boot signifikant längere Tauchzeiten ermöglichen. Die Nordseewerke haben ein außenluft-unabhängiges Antriebssystem für U-Boote entwickelt, das neben seiner technischen Robustheit und einfachen Wartbarkeit auch besonders preisgünstig ist und sich darüber hinaus durch niedrige Life-cycle-Kosten auszeichnet. Basis dieses Antriebssystems ist das von den Nordseewerken bereits in den 90er Jahren entwickelte Kreislaufdieselsystem, das sich zur Integration in einen Neuentwurf genauso wie als Nachrüstungssektion für bereits existierende Boote eignet. Zur Zeit befindet sich der Demonstrator dieser Anlage mit neuester Dieseltechnologie in der Testphase. Die Leistung dieser Anlage, die exakt der einer Nachrüstungssektion entspricht, ist ausreichend, um ein getauchtes U-Boot mit kleiner Geschwindigkeit (4-5 Kn) sicher zu betreiben und den Bordsystemen genügend elektrische Energie zu liefern.

Zur kontinuierlichen Produktverbesserung werden im Marineschiffbau in Emden diverse Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt. Dazu gehören F+E-Projekte zum "All-Electric-Ship" genauso wie z.B. die Entwicklung spezieller Ruderkonfigurationen und -formen, die die Antrömung des Propellers verändern und somit die Fahrleistungen des Bootes erhöhen, sowie die Weiterentwicklung und Integration einer Kommunkationsboje für getauchte U-Boote.

Zur Zeit werden folgende Bauprogramme in Emden abgewickelt:

- U-Boote der Klasse 212A für die Deutsche Marine. Die Werft ist verantwortlich für den Bau und die See-Erprobung des 2.Bootes ("U32") und des 4. Bootes. "U32" befindet sich derzeit in der See-Erpobung, das 4. Boot ist im Bau.

- U-Boote der Klasse 209/1400 mod für die Südafrikanische Marine. Die Boote 2 und 3 einer Serie von drei Booten sind im Bau in Emden.

- Forschungsschiff "Planet", ein High-Tech-Schiff der Extraklasse, befindet sich derzeit in der See-Erprobung. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen SWATH (Small Waterplane Area Twin Hull), ein Spezialschiff, das durch besondere Seegangseigenschaften besticht. Hier musste die Werft ihr spezielles U-Boots-Knowhow einbringen, um den strengen Anforderungen an die Geräuschabstrahlung gerecht zu werden.

- Fregatten der Klasse 124. Das dritte Schiff der Serie, die "Hessen", ist derzeit in der Endausrüstung und wird Emden Ende November für die schiffstechnischen See-Erprobungen zum ersten Mal verlassen.

- Korvetten der Klasse 130. Das Vorschiff der 1. Korvette ist seit Anfang September 2004 im Bau in Emden.

- U-Boote der Klasse 214 für die Portugiesische Marine. Der Vertrag über die Lieferung von zwei U-Booten ist bereits von den Vertragsparteien unterschrieben und wird in wenigen Tagen in Kraft treten. Diesen Auftrag werden die Nordseewerke gemeinsam mit HDW abwickeln.

Handelsschiffbau - Die bewährte Containerschiffsfamilie der Nordseewerke.

Im August konnte das erste Schiff des 2.200 TEU-Typs an den Auftraggeber übergeben werden. Diese verkürzte Version aus der 2.500 TEU Standardcontainerschiffsfamilie wurde speziell auf die Bedürfnisse des Auftraggebers zugeschnitten. Derzeit ist das erste Schiff der verlängerten Version des Standardschiffes mit einer Ladekapazität von 2.700 TEU im Bau. Das Schiff wird im Dezember dieses Jahres an den Auftraggeber übergeben. Zur Zeit sind darüber hinaus noch weitere vier Schiffe dieser Größe im Auftragsbestand der Werft.

Das bewährte Konzept einer Containerschiffsfamilie aus "einem Guß" wird konsequent fortgesetzt. So gehört auch ein aus dem 2.700 TEU-Typ entwickeltes Schiff mit Panamax-Breite und einer Ladekapazität von 3.300 TEU zur Produktpalette der Werft. An der Erweiterung der Containerschiffsfamilie auf 3.500 TEU bis zu 4.100 TEU wird derzeit gearbeitet.

Die Nordseewerke, die sich in der Vergangenheit auch im Spezialschiffbau einen Namen gemacht haben (Produkten- u. Gastanker, Saugbagger etc.), sind auch heute in der Konstruktion und in der Fertigung gut aufgestellt, um auch für andere Schiffstypen, wie z.B. RoRo-Schiffe, SWATH-Spezialanwendungen etc., technisch hochwertige Lösungen zu vernünftigen Preisen anbieten zu können.

Kontakt:

Nordseewerke GmbH
Reinhold Brenner
Öffentlichkeitsarbeit / TPR
Tel. +49 21 85-2698
Fax +49 21 85-2853
E-Mail: reinhold.brenner@thyssenkrupp.com

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