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Unternehmensmeldungen, 15.10.2015, 16:20

ThyssenKrupp nimmt weltweit modernstes Prüf- und Entwicklungszentrum für Windkraftkomponenten in Betrieb

・ Weiterentwicklung von Großwälzlagern für Windkraftanlagen der Multimegawattklasse
・ Kooperation mit Kunden, Zulieferern und Hochschulen wird intensiviert
Der Industrie- und Technologiekonzern ThyssenKrupp hat ein neues Prüf- und Entwicklungszentrum für Großwälzlager in Lippstadt in Betrieb genommen. Die Einrichtung ist weltweit eine der größten und modernsten ihrer Art. Auf rund 3.000 Quadratmetern Fläche werden dort Großwälzlager für On- und Offshore-Windkraftanlagen getestet und weiterentwickelt. Durch das neue Entwicklungszentrum intensiviert ThyssenKrupp seine Zusammenarbeit mit Kunden, Zulieferern und Hochschulen. Gemeinsam wird am Standort die Entwicklung der Großwälzlagertechnologie für die industrielle Windkraftnutzung weiter vorangetrieben.

„Die Windkraft ist weltweit die wichtigste erneuerbare Energieform – mit weiterhin großem Wachstumspotenzial. Die einzelnen Windkraftanlagen werden zunehmend größer und leistungsstärker. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die Komponentenhersteller. Als Entwicklungspartner begleiten wir unsere Kunden aus der Windindustrie auf dem Weg zur großindustriellen Nutzung dieser Energieform. Mit einer der weltweit modernsten Forschungs- und Testeinrichtungen im Bereich der Großwälzlagertechnologie unterstreichen wir diesen Anspruch“, betont Dr. Karsten Kroos, CEO der Business Area Components Technology.

Auf den Prüfständen des neuen Entwicklungszentrums können Großwälzlager mit bis zu sechs Metern Außendurchmesser getestet werden. Solche Rotorlager kommen in den größten derzeit kommerziell genutzten Windkraftanlagen mit bis zu sieben Megawatt Leistung zum Einsatz. Bei den Tests geht es vor allem um die Materialgüte und Qualität unterschiedlicher Schwenk- und Drehlager. Darüber hinaus werden Funktions- und Lebensdauertests für einzelne Komponenten und Baugruppen durchgeführt. Im Fokus stehen dabei sogenannte induktiv gehärtete Lager. Dabei handelt es sich um extrem leistungsstarke Bauteile, die für besonders große Anwendungen geeignet sind.

Bereits im nächsten Jahr soll das Testzentrum erweitertet werden. Ab dann werden in Lippstadt auch Großwälzlager für Turbinenklassen bis zu zehn Megawatt Leistung unter Realbedingungen erprobt und weiterentwickelt. Großwälzlager sind wesentliche funktionsrelevante Bauteile in Windkraftanlagen. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo innerhalb der Windturbine Bewegungen übertragen und Kräfte weitergeleitet werden. Die meisten Windkraftanlagen verfügen über insgesamt fünf Großwälzlager. Bis zu zwei Hauptlager sind in der Regel im Rotor verbaut. Über das Turmlager dreht sich die Gondel der Windkraftanlage in den Wind. Zudem ist jedes der drei Rotorblätter über Lager mit der Nabe verbunden. Durch ihre Bewegung kann die Leistung der Anlage reguliert werden. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden Großwälzlager unter anderem auch in Solaranlagen oder Strömungs- und Gezeitenkraftwerken eingesetzt.

ThyssenKrupp ist weltweit einer der führenden Anbieter von Großwälzlagern. Zudem fertigt das Unternehmen nahtlos gewalzte Ringe aus Stahl und Nichteisen-Metallen sowie Lenkkränze und Strukturelemente. Rund 7.200 Mitarbeiter an 17 Produktionsstandorten in insgesamt zehn Ländern sind in diesem Geschäftsfeld tätig. Neben der Nutzung in der Windkraft und anderen erneuerbaren Energieformen kommen diese Komponenten auch in vielen anderen Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus zu Einsatz; so zum Beispiel in Kränen, Baggern, Tunnelvortriebsmaschinen oder auch in Schienenfahrzeugen, Teleskopen, Antennenanlagen und in der Luft- und Raumfahrttechnik.

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