Skip Navigation

Produkte und Lösungen, 12.09.2005, 10:07

ThyssenKrupp Umformtechnik setzt verstärkt hoch-und höherfeste Stähle ein

Als hochsicherheitsrelevante Bauteile haben Fahrwerkskomponenten im Gesamtsystem Automobil einen hohen Stellenwert. Es werden an sie komplexe Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Fahrdynamik, Haltbarkeit und Wirtschaftlichkeit gestellt. Besonders beim Thema Leichtbau kommt dem Fahrwerk aufgrund des Einflusses der ungefederten Massen eine wichtige Rolle zu.

Neben konstruktiven Leichtbaumaßnahmen in Form neuartiger Bauweisen, stellen neue hochfeste Stahlwerkstoffe, die gezielt an den jeweiligen Einsatzort im Fahrwerk belastungsgerecht angepasst werden, ein großes Potential zur Gewichtreduzierung dar. Mit der Auswahl der Bauweise und des Werkstoffs werden auch besondere Anforderungen an die Konstruktionsprinzipien, Herstellverfahren und Fügetechniken gestellt.

Bei ThyssenKrupp Umformtechnik werden hoch- und höherfeste Stähle bei der Entwicklung von Fahrwerkkomponenten verstärkt eingesetzt. Dualphasen(DP)- und Complexphasenstähle (CP) sowie restaustenitische/ TRIP (RA/TRIP) Stähle vereinen extreme Festigkeit, gute Umformbarkeit sowie hohes Energieaufnahmevermögen. Sie bieten dazu eine kostengünstige Alternative zu konkurrierenden Leichtbauwerkstoffen wie Aluminium und Magnesium. An diesem Beispiel wird deutlich, dass durch intelligenten Einsatz von hochfesten Stählen im Vergleich zu gängigen Leichtbauwerkstoffen bezogen auf das Gewicht ein erheblicher Kostenvorteil erzielt werden kann, in diesem konkreten Fall ca. 40% Kostenreduzierung.

Bei ThyssenKrupp Umformtechnik werden die Fertigungsprozesse und Umformwerkzeuge stetig weiterentwickelt. Hierzu werden umfassende Umformsimulationen und neue Fügetechniken wie Bördeln und Stanznieten eingesetzt.

Da in Verbindung mit dem Einsatz von hochfesten Stählen die Blechdicken im Vergleich zu Standardkonstruktionen deutlich reduziert werden können, ist unter dem Aspekt der Langlebigkeit des Fahrwerks besonders dem Korrosionsschutz hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Die ThyssenKrupp Umformtechnik hat neben der Verbesserung der gängigen Beschichtungsverfahren wie KTL und DKTL auch ein neues Tauchverzinkungsverfahren (MICROZINQ D4) mit der Firma Vista weiterentwickelt und in Serienproduktion eingesetzt.

Aus Sicht der ThyssenKrupp Umformtechnik bieten die dargestellten Werkstoffe und Herstellverfahren noch erhebliche Potenziale. Hierfür stellen hoch- und höherfeste Stähle, innovative Füge- und Umformverfahren verbesserte Korrosionsschutzkonzepte sowie intelligente Konstruktionsmethoden die Hauptwerkzeuge dar. Ziel ist, unseren Kunden leichtere, kostengünstigere und sichere Produkte anzubieten.

nach oben