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Produkte und Lösungen, 16.05.2006, 10:40

ThyssenKrupp Fördertechnik liefert komplette Kohleversorgungsanlage für RWE Kraftwerk

Am Standort Neurath in Nordrhein Westfalen baut RWE Power ein neues 2 x 1.100 MW Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA). Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks ist nach heutiger Planung für Ende 2009 vorgesehen.

Für die Lieferung der kompletten Förderanlage zur Versorgung der Dampferzeuger mit Braunkohle hat sich RWE Power für ThyssenKrupp Fördertechnik entschieden. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf ca. 31 Millionen Euro und beinhaltet die Planung, Konstruktion, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Kohleversorgungs- und Aufbereitungsanlage, einschließlich Gebäude- und Stahlbau.

Die gesamte Anlage, mit einer maximalen Förderleistung von 3200 Tonnen pro Stunde, wird doppelt (100 Prozent Reserve) ausgelegt und kann im Bedarfsfall auch parallel betrieben werden.

Mit der Bahn wird die Braunkohle aus dem Tagebau in drei Schlitzbunker mit einem Gesamtvolumen von 48000 Tonnen geliefert. Sechs Bunkerentleerungswagen entnehmen die Kohle und befüllen die Bunkerförderbänder. Mit einer Bandbreite von 2200 Millimetern sind diese drei Förderbandanlagen mit verfahrbaren Abwurfköpfen ausgestattet, so dass das Material wahlweise auf eines, oder beide der zwei parallel weiterführenden Bandanlagen übergeben werden kann.

Aus dem unterirdischen Bunkerbereich führen diese Bänder durch einen Bandkanal und über eine 69 Meter lange Bandbrücke hinauf zu dem Gebäude der Eisenaushaltung. Hier sind die Förderbänder mit speziellen Metallsuchspulen und Überbandmagnetscheidern ausgestattet, um alle magnetischen Metallteile aus dem Kohlestrom herauszunehmen. Die nachfolgende, parallele Kohleförderung in einer 34 Meter langen Bandbrücke ist mit weiteren Metallsuchspulen für alle nicht magnetischen Eisenteile ausgerüstet, und führt zum Gebäude der Kohleaufbereitung.

In zwei Stufen wird hier die Braunkohle von insgesamt sechs RollSizern - einem primär- und zwei sekündar RollSizern pro Kohlestrang - auf eine Endkorngröße kleiner 50 Millimeter zerkleinert.

Anschließend gelangt der weitere Förderstrom über eine dritte, 225 Meter lange Bandbrücke zur Kohleverteilung auf die beiden Kraftwerksblöcke. Ein flexibles System von 14 Bandanlagen und acht Bekohlungswagen, die zum Teil reversierbar oder mit verfahrbaren Abwurfköpfen versehen sind, wird der Brennstoff auf die insgesamt sechzehn Bunkertaschen der Dampferzeuger verteilt.

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