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Unternehmensmeldungen, 20.08.2013, 12:01

ThyssenKrupp Rasselstein: Vorstand und Betriebsrat Andernach/Neuwied vereinbaren Interessenausgleich im Rahmen des "Best-in-Class-Reloaded" Programms

Im Rahmen des Optimierungsprogramms „Best-in-Class Reloaded“ bei ThyssenKrupp Steel Europe ist es jetzt zu einer Einigung über Maßnahmen bei der Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Rasselstein gekommen. Geschäftsführung und Betriebsrat von Andernach und Neuwied haben einen Interessenausgleich vereinbart, der die sozialverträgliche Umsetzung der notwendigen Anpassungen regelt. Betriebsbedingte Kündigungen werden demnach nicht stattfinden. Darüber sind die Mitarbeiter von ThyssenKrupp Rasselstein heute auf einer gemeinsamen Belegschaftsversammlung beider Standorte in Andernach informiert worden. „Dieser Interessenausgleich sichert das vorhandene und notwendige Qualifikations-Niveau unserer Mitarbeiter“, betont Heinz Pafferath, Arbeitsdirektor von ThyssenKrupp Rasselstein. „Diese Vereinbarung hilft uns, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze beim Rasselstein zu sichern.“

Angesichts der schwierigen Situation auf dem Stahlmarkt insbesondere beim Absatz von Autoblechen sind Einsparungen am ThyssenKrupp Standort Neuwied unumgänglich. Der seit längerem feststellbare Nachfrage-Rückgang besteht insbesondere bei elektrolytisch verzinktem Feinblech. Dafür ist unter anderem das Werk Neuwied (rund 320 Mitarbeiter) ausgelegt, wodurch dort zuletzt eine deutliche Unterauslastung der Anlagen zu verzeichnen war. Um die erforderlichen Anpassungen zu begleiten, ist ein Interessenausgleich mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen worden.

Die Maßnahmen, mit deren Umsetzung Zug um Zug mit Beginn des neuen Geschäftsjahres begonnen wird, sehen unter anderem eine Übernahme von Beschäftigten aus Neuwied im Andernacher Werk vor. Unabhängig von notwendigen Effizienzsteigerungen bleibt die Weißblechproduktion in Andernach ein Kerngeschäft von ThyssenKrupp Steel Europe. Für diese Rasselstein-Produkte werden auch künftig sehr gute Chancen auf dem Weltmarkt gesehen.

Der Interessenausgleich beinhaltet folgende Eckpunkte:

- Die Produktion im Feinblechwerk Neuwied wird schrittweise eingestellt. Nach der bereits erfolgten Stilllegung einer Bandverzinkung (FBA 11) werden eine zweite Anlage (EBA 6) voraussichtlich bis zum 30. September 2013 sowie das Kaltwalzwerk bis zum 31. Dezember 2013 außer Betrieb genommen.

- Der Neuwieder Betriebsteil Beize, der auch für das Werk Andernach zuarbeitet, wird bis September 2015 am bisherigen Standort fortgeführt. Parallel dazu soll in Andernach die Beiz-Kapazität erhöht werden, sobald dafür die entsprechenden Investitionsmittel freigegeben worden sind. Die Anlagen für die Erzeugung der Neurapack-Produkte (Spezialverpackungen aus Stahlblech), die insbesondere für den Versand von Weißblech benötigt werden, werden - parallel zu der Rückführung der Beize Neuwied - nach Andernach verlegt.

- Möglichst vielen Neuwieder Mitarbeitern soll ein Wechsel ins Werk Andernach angeboten werden.

- Als Anpassungsmaßnahmen sind im Wesentlichen vereinbart worden:
o Altersteilzeit
o Abfindungsregelungen
o Abbau von Leiharbeit
o Auslaufen von Zeitverträgen

Ein wichtiges Element des Interessenausgleichs ist die vorgesehene Reduzierung der Wochenarbeitszeit ab 2015, die jedoch noch zwischen den Tarifvertragsparteien vereinbart werden muss.

- ThyssenKrupp Rasselstein wird weiterhin über Bedarf ausbilden und Jugendlichen aus der Region einen hochwertigen Berufsstart ermöglichen. Entsprechende Übernahmequoten sind festgelegt worden.

- Im Zuge des Optimierungsprogramms „Best-in-Class Reloaded“ wird insgesamt die Zahl der Mitarbeiter an den Standorten Andernach und Neuwied in den nächsten Jahren um rund 420 Stellen verringert.

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