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Unternehmensmeldungen, 30.11.2013, 00:02

Tragfähige Lösung für Steel Americas gefunden – Geplante Entflechtung von ThyssenKrupp und Outokumpu – Kapitalerhöhung von bis zu 10 Prozent vorgesehen

Die ThyssenKrupp AG ist auf ihrem Weg zu einem diversifizierten Industriekonzern im Geschäftsjahr 2012/13 trotz eines erneuten Verlusts in Höhe von 1,5 Mrd € entscheidende Schritte vorangekommen. Die operativen Ziele der fortgeführten Aktivitäten in Bezug auf Effizienzsteigerung, Ergebnis sowie Cash-Flow wurden erreicht oder übertroffen. Die Nettofinanzschulden wurden zum Bilanzstichtag (30.09.) signifikant gesenkt. Gleichzeitig hat ThyssenKrupp eine tragfähige Lösung für die Business Area Steel Americas erzielt.

Tragfähige Lösung für Steel Americas
Das Walz- und Beschichtungswerk ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama wird an ein Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation (das Konsortium) verkauft. Gleichzeitig wurde über einen langfristigen Brammenliefervertrag eine werthaltige Lösung für ThyssenKrupp CSA in Brasilien erreicht. Mit dem Closing erhält ThyssenKrupp vom Konsortium einen Kaufpreis in Höhe von 1,55 Mrd US-Dollar. Das Konsortium wird darüber hinaus bis zum Jahr 2019 jährlich zwei Millionen Tonnen Brammen von ThyssenKrupp CSA abnehmen. Das Werk in Brasilien verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von rund fünf Millionen Tonnen Brammen. Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung ist das Werk verlässlich über mehrere Jahre zu mindestens 40 Prozent ausgelastet. Darüber hinaus wird die stärkere Durchdringung der Brammenmärkte in Süd- und Nordamerika die Auslastung des Werks weiter steigern. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch Wettbewerbsbehörden in den USA und einigen weiteren Ländern.

„Wir haben eine tragfähige Lösung für Steel Americas gefunden. Der Brammenliefervertrag ist ein erster wesentlicher Schritt für die Entkoppelung der beiden Stahlwerke“, sagte ThyssenKrupp Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger. Und weiter: „Mit dem Liefervertrag reduzieren wir unser Risiko und schaffen gleichzeitig die Voraussetzung dafür, CSA mittelfristig in die schwarzen Zahlen zu führen. Das ist die beste Lösung, die es derzeit für Steel Americas gibt. Alle anderen Optionen waren wirtschaftlich nicht tragfähig.“

ThyssenKrupp konzentriert sich jetzt auf die operative Verbesserung des Werks in Brasilien. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die technische Leistungsfähigkeit weiter optimiert und die Effizienz des Werks gesteigert werden. Mit der Kombination aus dem Verkauf von ThyssenKrupp Steel USA und dem Brammenliefervertrag für ThyssenKrupp CSA in Brasilien schafft ThyssenKrupp weitere Voraussetzungen, künftig sein Cashflow-Profil und wichtige Finanzkennzahlen zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund wird die Business Area Steel Americas zum Ende des Geschäftsjahres 2012/13 als fortgeführte Aktivität wieder in den Konzern eingegliedert. Der nordamerikanische Teil wird bis zum Abschluss der Transaktion in einer sogenannten Disposal Group gesondert ausgewiesen. Der Buchwert von Steel Americas betrug zum Bilanzstichtag (30.09.) 3,1 Mrd € und reflektiert damit die unterjährig planmäßigen Abschreibungen sowie eine Neubewertung im Zusammenhang mit dem Verkauf des Werks in den USA und der Rückgliederung von ThyssenKrupp CSA.

Ablösung der Finanzforderung gegenüber Outokumpu - Transfer von VDM und AST geplant
ThyssenKrupp hält aus dem Verkauf von Inoxum einen Anteil von 29,9 Prozent an Outokumpu und eine Finanzforderung, die mit Wirkung zum 30. September 2013 auf rund 1 Mrd € wertberichtigt werden musste. Im Zuge der Neuordnung der Finanzierung von Outokumpu hat ThyssenKrupp am 29. November 2013 einen Vertrag mit Outokumpu zur Übertragung von jeweils 100 Prozent der Anteile an VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp unterzeichnet. Als Gegenleistung wird die im Rahmen der Inoxum-Transaktion entstandene Finanzforderung von ThyssenKrupp an Outokumpu übertragen.

Darüber hinaus wird sich ThyssenKrupp von dem 29,9 Prozent-Anteil an Outokumpu vollständig trennen und alle weiteren finanziellen Verbindungen zu Outokumpu beenden. Die Veräußerung der Anteile wird in Erwartung einer Kapitalerhöhung bei Outokumpu voraussichtlich zu einem signifikanten Verlust auf unseren bilanzierten Beteiligungsbuchwert von 305 Mio Euro führen. Dem stehen Entlastungen aus dem Wegfall bilanzieller Risiken gegenüber. Guido Kerkhoff wird sein Aufsichtsratsmandat bei Outokumpu aufgeben. Mit dem Transfer wird Outokumpu die Möglichkeit geboten, die Auflagen der EU-Kommission aus der Inoxum-Transaktion wertschonend zu erfüllen. Gleichzeitig nimmt ThyssenKrupp seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst, indem die Voraussetzungen für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu geschaffen werden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Mitwirkung und Zustimmung der Aktionäre, Banken und Gläubiger zum Gesamtkonzept für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu. ThyssenKrupp wird die Unternehmen VDM und AST zunächst weiterentwickeln und sich die erforderliche Zeit für eine gute Lösung nehmen.

Kapitalerhöhung geplant
Der Vorstand hatte stets betont, dass über Kapitalmaßnahmen erst entschieden werden kann, wenn eine Lösung für Steel Americas erreicht und eine bessere Einschätzung der Compliance-Risiken möglich ist. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Geschäftsjahr darüber berichtet, dass das Bundeskartellamt ein finales Bußgeld gegen ThyssenKrupp im Schienenkartell verhängt hat und dass das Amnestieprogramm von ThyssenKrupp abgeschlossen ist. In diesem Zusammenhang wurden mit der Deutschen Bahn seit längerem Gespräche über Schadensersatz und eine vergleichsweise Einigung geführt. Die Verhandlungen sind abgeschlossen. ThyssenKrupp und die Deutsche Bahn haben sich Mitte November grundsätzlich geeinigt. Der Vergleich steht auf beiden Seiten unter dem Vorbehalt der zuständigen Gremien beziehungsweise Fördermittelgeber.

Das Verfahren des Bundeskartellamtes wegen möglicher Preisabsprachen bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer dauert an. Die internen Untersuchungen, die aufgrund der Ermittlungen des Bundeskartellamtes aufgenommen wurden, sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage können signifikante nachteilige Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausgeschlossen werden.

Da nun Klarheit für Steel Americas besteht und der Konzern die Compliance-Risiken besser einschätzen kann, plant ThyssenKrupp eine Kapitalerhöhung, deren Durchführung in Abhängigkeit von den Kapitalmarktbedingungen entschieden wird. Der Vorstand ist überzeugt, mit einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts von bis zu 10 Prozent des gezeichneten Kapitals eine vernünftige Balance zwischen Aktionärsinteressen und Anforderungen weiterer strategisch wichtiger Stakeholder zu erreichen.

Sonderprüfung abgeschlossen
Der Bericht der freiwillig in Auftrag gegebenen Sonderprüfung bestätigt, dass ThyssenKrupp beim Thema Compliance auf dem richtigen Weg ist. Unter Berücksichtigung des dynamischen Veränderungsprozesses bei ThyssenKrupp kommen die Prüfer zu dem Ergebnis, dass die geprüften Systeme und Prozesse intensiv weiterentwickelt worden und die Konzepte und geplanten Maßnahmen zielführend sind. Die Prüfer halten die Compliance-Organisation von ThyssenKrupp für insgesamt sachgerecht organisiert und angemessen ausgestattet. Die Prüfer haben einige Vorschläge zur weiteren Verbesserung gemacht, die bei der Weiterentwicklung der Compliance-Organisation bereits berücksichtigt worden sind oder in Zukunft berücksichtigt werden. Der vollständige Bericht wird wir wie vereinbart mit der Einberufung zur Hauptversammlung veröffentlicht.

Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13: operative Ziele erreicht
ThyssenKrupp ist auf dem Weg zu einem diversifizierten Industriekonzern im Geschäftsjahr 2012/13 entscheidende Schritte vorangekommen. Die operativen Ziele der fortgeführten Aktivitäten in Bezug auf Effizienzsteigerung, Ergebnis und Cash-Flow wurden erreicht oder übertroffen. Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „impact 2015“ wurden 600 Mio € eingespart. Damit hat ThyssenKrupp sein eigenes anspruchsvolles Ziel um 20 Prozent übertroffen. Das Bereinigte EBIT in der Struktur des Vorjahres lag bei 1,1 Mrd €. Das Bereinigte EBIT in der neuen Struktur erreichte 599 Mio €. Der Free Cash-Flow des Gesamtkonzerns war erstmals seit sechs Jahren wieder positiv und lag bei rund 600 Mio € (Vorjahr -1,7 Mrd €). Damit konnten die Nettofinanzschulden zum Bilanzstichtag von 5,8 auf 5,0 Mrd € reduziert werden.

Trotz der positiven operativen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Finanzkennzahlen des Konzerns durch die wirtschaftlichen Fehlentwicklungen bei der Business Area Steel Americas belastet. Die operativen Verluste und Wertberichtigungen bei Steel Americas, Aufwendungen aus der Beteiligung an Outokumpu, das Bußgeld und Rückstellungen für Compliance-Verstöße des Schienenkartells sowie Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Konzernumbaus haben die Konzernbilanz von ThyssenKrupp erneut belastet und führten unterm Strich zu einem Verlust von rund 1,5 Mrd € (Vorjahr -5 Mrd €). Aus diesem Grund werden Vorstand und Aufsichtsrat auch dieses Jahr der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen. „Bis heute lasten die erheblichen wirtschaftlichen Fehlentwicklungen bei Steel Americas schwer auf dem Konzern. Und trotzdem haben wir messbare Erfolge bei Effizienzsteigerung, Ergebnis und Cash-Flow erzielt“, sagte Dr. Heinrich Hiesinger.

Die operativen Kennzahlen sind ein klarer Beleg für die Wirkung der Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Dr. Heinrich Hiesinger: „Der Transformationsprozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir brauchen dafür einen langen Atem. Wichtig ist: Wir haben ein klares Ziel, und wir gehen unseren Weg zuversichtlich, mutig und entschlossen – ohne uns treiben zu lassen.“

Operative Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2012/13
Der Auftragseingang der fortgeführten Aktivitäten (inklusive Steel Americas) lag mit 38,6 Mrd € um 12 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Auf vergleichbarer Basis, ohne Desinvestitionen, hätte der Rückgang lediglich 8 Prozent betragen. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten (inklusive Steel Americas) verringerte sich um 7 Prozent auf 38,6 Mrd €. Auf vergleichbarer Basis war der Umsatz um 3 Prozent rückläufig. Desinvestitionen sowie Rückgänge im Werkstoff-Geschäft waren die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung. Solide Zuwächse gab es im Anlagenbau der Business Area Industrial Solutions. Die Business Area Elevator Technology erzielte bei Auftragseingang und Umsatz sogar neue Rekordwerte.

Das um Sondereffekte Bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten (inklusive Steel Americas) lag im Geschäftsjahr 2012/13 mit 599 Mio € über dem entsprechenden Vorjahreswert von 399 Mio €. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten in der Struktur des Vorjahres (ohne Steel Americas) belief sich auf 1,1 Mrd € und lag damit voll im Rahmen des Geschäftsjahresziels. Das EBIT der fortgeführten Aktivitäten (inklusive Steel Americas) verbesserte sich von -3,7 Mrd € im Vorjahr auf -595 Mio €, blieb jedoch deutlich von Sondereffekten belastet. Diese reduzierten sich von 4,1 Mrd € im Vorjahr auf 1,2 Mrd € und betrafen im Berichtsjahr insbesondere Wertberichtigungen bei Steel Americas, das Bußgeld und Rückstellungen für Compliance-Verstöße des Schienenkartells sowie Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Konzernumbaus.

Ausblick 2013/2014 (inkl. Steel Americas, ohne VDM und AST): deutliche Verbesserung des Bereinigten EBIT auf 1 Mrd €
Auch wenn die konjunkturelle Entwicklung aus heutiger Sicht verhalten bleibt, erwartet ThyssenKrupp einen Konzernumsatz, der gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich wächst. Der Vorstand geht davon aus, dass sich das Bereinigte EBIT von 599 Mio € im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 1 Mrd € deutlich verbessern wird. Dafür gibt es zwei wesentliche Treiber: erstens das erwartete Wachstum in den ertragsstarken Industriegüter-Geschäften und zweitens die verbesserte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch das Effizienzprogramm „impact 2015“. ThyssenKrupp erwartet für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine deutliche Verbesserung in Richtung eines wieder ausgeglichenen Jahresergebnisses.

Entwicklung Business Areas Geschäftsjahr 2012/13
Mit Ausnahme von Steel Americas haben alle fortgeführten Business Areas mit einem positiven Bereinigten EBIT zum Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten beigetragen. Das gilt sowohl kumuliert im Geschäftsjahr als auch in allen Quartalen. Das Bereinigte EBIT der Industriegüter-Geschäfte konnte dabei mit 1,6 Mrd € das auf Grund der Belastungen aus Steel Americas insgesamt negative Bereinigte EBIT der Werkstoff-Geschäfte von -116 Mio € ausgleichen.・ Durch die Veräußerung der Gießereigruppe Waupaca im Vorjahr sank das Geschäftsvolumen von Components Technology strukturell. Bereinigt um die Desinvestition sank der Auftragseingang leicht um 3 Prozent und der Umsatz ging um 4 Prozent auf 5,7 Mrd € zurück. Folglich lag auch das Bereinigte EBIT mit 244 Mio € unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
・ Elevator Technology hat im Geschäftsjahr 2012/2013 seinen Rekordkurs fortgesetzt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent auf über 6,5 Mrd € und wurde unter anderem durch erfreuliche Entwicklungen des Neuanlagengeschäfts in China begünstigt. Analog entwickelte sich der Umsatz und verzeichnete mit 6,2 Mrd € ein Plus von rund 8 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung schlug sich auch in einer Verbesserung des Bereinigten EBIT nieder, das um 15 Prozent auf 675 Mio € stieg.
・ In der neu geschaffenen Business Area Industrial Solutions wurden die Bereiche Plant Technology und Marine Systems zusammengeführt. Der Auftragseingang des Bereichs lag mit 5,3 Mrd € unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Der hohe Auftragsbestand von 14,6 Mrd € zum 30.09.2013 sichert weiterhin eine gute Beschäftigung, bietet Planungssicherheit und trägt zur Wachstumsperspektive bei. Beim Umsatz konnte Industrial Solutions mit 5,6 Mrd € den Vorjahreswert um 7 Prozent verbessern. Mit einem Bereinigten EBIT von 640 Mio € blieb der Bereich auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
・ Bei einer sehr zurückhaltenden Nachfrage und gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Werkstoff- und Rohstoffpreisen hat sich Materials Services im Berichtsjahr – auch im Vergleich zu vielen anderen Marktteilnehmern – gut behauptet. Auftragseingang und Umsatz gingen um 11 Prozent auf 11,7 Mrd € zurück. Die generelle Marktschwäche konnte trotz aller Effizienzmaßnahmen im Ergebnis nicht kompensiert werden. Das Bereinigte EBIT ging gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf 236 Mio € zurück.
・ Steel Europe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen überwiegend preisbedingten Rückgang des Geschäftsvolumens. Die konjunkturelle Schwäche in Europa bei bestehendem Angebotsübergang führte zu einem extremen Druck auf die Stahlpreise. Folglich lag der Auftragseingang mit 9,5 Mrd € um 9 Prozent unter dem Vorjahreswert; der Umsatz ging um 12 Prozent auf 9,6 Mrd € zurück. Die Konjunkturschwäche wirkte sich ebenfalls auf das Bereinigte EBIT aus, das nach 247 Mio € im Vorjahr 143 Mio € betrug. Mit einem erneut positiven Bereinigten EBIT in allen Quartalen hat Steel Europe auch im Vergleich mit internationalen Wettbewerbern die Qualität des Geschäftsmodells überzeugend bewiesen.
・ In einem insgesamt schwierigen Geschäftsumfeld blieb der Auftragseingang von Steel Americas im Berichtsjahr mit 2,1 Mrd € bei höheren Bestellmengen auf Vorjahresniveau. Trotz steigender Produktions- und Versandmengen ging der Umsatz um 7 Prozent auf 1,9 Mrd € zurück. Grund dafür war das niedrige Preisniveau. Der operative Verlust wurde halbiert: Das Bereinigte EBIT verbesserte sich nach -1,0 Mrd € im Vorjahr auf -495 Mio €. Wesentliche Gründe für diese deutliche Verbesserung waren unter anderem Kostensenkungen, Effizienzsteigerungsmaßnahmen und eine stärkere Ausrichtung auf Kundensegmente mit höherem Margenpotenzial.

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