Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 26.05.2014, 11:00

Dortmunder Nachwuchs-Tüftler beim Bundeswettbewerb Jugend forscht

Keime können auf vielfältige Weise übertragen werden. Durch Händeschütteln können Viren von einem Menschen zum nächsten wechseln. Und wer bei einer Grippe in die Hand hustet und danach im Bus einen Haltegriff anfasst, hinterlässt dort Krankheitserreger, die an den nächsten Fahrgast weitergegeben werden können. Einen wesentlichen Übertragungsweg zu bekämpfen und Bakterien in den Griff zu bekommen, haben sich drei Auszubildende von ThyssenKrupp Steel Europe vorgenommen. Mit ihrem Projekt „Selbstdesinfizierende Türklinke ohne Chemie“ nehmen die Nachwuchstüftler aus Dortmund am diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ vom 29. Mai bis 1. Juni in Künzelsau teil.

Zu den Siegern zählte das Trio Lukas Latussek (18), Tim Leubecher (20) und Kai Musielak (18) schon beim Regional- und Landeswettbewerb. Das berechtigt sie nun zur Teilnahme am
49. Bundeswettbewerb, bei dem mehr als 200 Jungforscher ihre 114 Ideen in sieben Kategorien vorstellen werden. Die meisten Projekte gibt es im Fachgebiet „Technik“, in dem sich die angehenden Industriemechaniker und Elektroniker im zweiten Ausbildungsjahr gegen 19 andere Projekte durchsetzen müssen.

Die Idee der drei Dortmunder ist einfach, aber die Umsetzung technisch schwierig. „Beim Besuch einer öffentlichen Toilette sind wir darauf gekommen, dass man nichts mehr mit der Hand berühren muss, nur noch die Türgriffe“, erzählt Tim Leubecher. „Um hier auch für Sauberkeit zu sorgen, haben wir uns etwas ausgedacht.“ Das dreiköpfige Team entwickelte eine Methode, mit der sich die Türgriffe ohne Desinfektionsspray und Chemikalien steril halten lassen. Dazu nutzen sie sogenannte UV-C-Strahlen, die eine keimabtötende Wirkung besitzen. Ihr Konzept: Am Türblatt wird eine Leuchtröhre so befestigt, dass deren Licht direkt auf den Türgriff strahlt. Im Steg des Türgriffs befinden sich ein Motor und ein Kegelradgetriebe. Dadurch kann sich die Klinke drehen und wird von allen Seiten beschienen.

„Die Auszubildenden haben wieder ein gestiegenes Interesse, mit eigenen Projekten an Jugend forscht teilzunehmen. Deshalb ist es eine schöne Bestätigung und gute Motivation, dass eines unserer Teams jetzt auch auf bundesweiter Ebene vertreten ist“, betont Thomas Schlenz, Vorstandsmitglied von ThyssenKrupp Steel Europe. „Und die Chancen auf einen der vorderen Plätze stehen mit diesem ‚griffigen‘ Projekt gar nicht so schlecht.“ Der Personalvorstand weiter: „Unser Abschneiden bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb ist auch ein Beleg für die ausgezeichnete Ausbildung, die in unseren Technikzentren geleistet wird.“ Im Technikzentrum von ThyssenKrupp Steel Europe in Dortmund werden derzeit rund 110 junge Menschen in sieben Berufen ausgebildet, hinzu kommen mehr als 40 Auszubildende anderer Firmen.

nach oben