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Unternehmensmeldungen, 30.06.2005, 10:51

Ehrendoktorwürde von der RWTH Aachen für Prof. Dr. Schulz

Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Ekkehard Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der ThyssenKrupp AG, wird am Freitag, dem 1. Juli 2005, mit der Verleihung des akademischen Grades und der Würde eines Doktors Ehren halber von der RWTH Aachen geehrt. Er erhält diese Auszeichnung in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen für die Konzeption und den Aufbau eines weltweit tätigen Technologiekonzerns, der internationale Spitzenpositionen bei der Herstellung von Stahl und Industriegütern einnimmt, für die Förderung neuer Technologien vor allem im Zusammenhang mit der Herstellung von Stahlflachprodukten und der Zulieferung von Bauteilen für die Automobilindustrie sowie für seine richtungsweisenden Entscheidungen in ökonomischer wie ökologischer Sicht.

Ekkehard Schulz wurde 1941 im westpreussischen Bromberg geboren und wuchs in der Pfalz auf. Nach dem Abitur 1961 studierte er an der TU Clausthal Eisenhüttenwesen und promovierte 1971 mit "summa cum laude". Seine industrielle Karriere ist von Beginn an mit dem Namen Thyssen, später ThyssenKrupp verbunden. Nach den Stationen als Vorstandsassistent, Betriebschef und Werksdirektor wurde er 1985 Vorstandsmitglied bei der Thyssen Stahl AG für das Ressort Produktion in Duisburg und 1991 Vorsitzender der Thyssen Stahl sowie gleichzeitig Mitglied des Vorstandes der Thyssen AG. Während der Fusionsverhandlungen mit dem Krupp Konzern wurde er zum Vorstandschef der Thyssen AG befördert und stand seit 1999 zusammen mit Gerhard Cromme an der Spitze der neu gebildeten ThyssenKrupp AG. Seit Oktober 2001 führt Ekkehard Schulz als Vorstandsvorsitzender den ThyssenKrupp Konzern, nachdem Gerhard Cromme den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen hat.

Während seiner wissenschaftlichen Tätigkeit befasste er sich mit der Entwicklung neuer Technologien bei der Stahlerzeugung und -verarbeitung, insbesondere der Oberflächenveredlung sowie des Umweltschutzes und Recyclings. Später kamen auch Arbeiten über die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Aspekte des Werkstoffes Stahl hinzu. Er promovierte über "Untersuchungen zum Kristallisationsverlauf einphasig erstarrender Legierungen am Beispiel der Systeme Kupfer-Mangan und Kupfer-Nickel".

Ekkehard Schulz hat in verschiedenen Positionen entscheidend dazu beigetragen, dass in Duisburg eine der weltweit modernsten Fertigungsstätten für Stahlflachprodukte entstand. Der ThyssenKrupp Konzern wurde unter seiner Leitung zu einem weltweit agierenden Unternehmen für Industriegüter. Ein Beispiel für den Mut von Ekkehard Schulz, neue Technologien im technischen Maßstab voranzutreiben, ist die Inbetriebnahme einer Gießmaschine nach dem Doppelwalzenprinzip am Standort Krefeld. Vorarbeiten und Optimierungsarbeiten für diese Technik finden in enger Kooperation mit der RWTH Aachen statt, an der auch eine Pilotmaschine für diese Technik betrieben wird.

Professor Dr. Schulz hat sich in vielfältiger Weise für den Ingenieurnachwuchs in seinem Unternehmen, aber auch für den Ingenieurnachwuchs an deutschen Hochschulen engagiert. In diesem Zusammenhang ist seine langjährige Tätigkeit als Dozent an der TU Clausthal zu erwähnen, aber auch seine Vorträge anlässlich der Aachener Stahlkolloquien. In jüngerer Zeit hat er initiiert, dass die ThyssenKrupp AG enge Kooperationen mit Universitäten eingegangen ist, um einerseits Präsenz bereits bei den Studierenden zu zeigen, andererseits aber auch die ingenieur- und naturwissenschaftliche Ausbildung finanziell, mit Sachmitteln und mit Personaleinsatz zu fördern. Auch die RWTH profitiert in den ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten von einem Kooperationsabkommen mit der ThyssenKrupp AG.

Professor Dr. Schulz hat im Jahr der Technik 2004 die Initiative "Zukunft Technik entdecken" ins Leben gerufen. Er ist Vizepräsident im BDI, Moderator des Initiativkreises Ruhrgebiet sowie Mitglied des Kuratoriums von acatech und Governor of the Board der International University Bremen.

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