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Produkte und Lösungen, 11.05.2012, 09:54

Dibond-Kunst in 3D

Ein beeindruckendes Kunstwerk geht auf Reisen: Eines der Highlights der Ausstellung „Distinct Ambiguity“, die bis zum 12. Februar im Haus am Waldsee in Berlin zu sehen war, wandert nun weiter nach München, Köln und Rotterdam. Das so genannte „Spiegelobjekt“ ist eine komplexe dreidimensionale Raumkonstruktion aus Dibond®-Platten, entworfen vom namhaften Architekturbüro GRAFT. Materiallieferant für das Vorzeigeobjekt war ThyssenKrupp Plastics.

Die Wahl der Architekten fiel auf Dibond®-Spiegel für den Inneneinsatz. „Bei geringer Dicke leistet dieses Material eine große statische Stabilität“, so GRAFT Architekt Wolfram Putz. „Zudem besitzt die Rückseite, in diesem Falle walzmatt mit Klarlack, eine hochwertige Materialästhetik.“ Für die Frontausführung der insgesamt 40 Dibond®-Platten entschied man sich für die Ausführung in Silber verspiegelt.

Motivdruck mit Intention

Bei der Verarbeitung der Dibond®-Platten hin zu seiner endgültigen Objektform waren zwei in Berlin ansässige Unternehmen beteiligt – die Reproplan Berlin oHG und die Kathrein Tischlerei & Innenausbau GmbH. Als langjähriger Kunde von ThyssenKrupp Plastics übernahm Reproplan die Bedruckung. Im Plattendirektdruck wurden mehrere Motive nach genauer Vorgabe umgesetzt. Sie zeigen ein Stadtviertel von New Orleans, das 2005 vom Hurrikan Katrina zerstört wurde. Damit wird ein direkter Bezug zum Wiederaufbau-Projekt der GRAFT Architekten in der Stadt des Jazz hergestellt. „Mit dem Spiegelobjekt möchten wir Aufmerksamkeit schaffen und weitere Unterstützer für unsere Initiative gewinnen“, erklärt Architekt Putz.

Formenvielfalt beim Zuschnitt

Für den exakten Zuschnitt der Dibond®Spiegel-Platten von Hersteller 3A Composites sorgte die Kathrein Tischlerei & Innenausbau GmbH. Als Grundlage diente eine am PC gestützte Zeichnung von GRAFT. Diese wandelte Kathrein in Fräsbefehle um und verarbeitete sie vollautomatisch auf einer CNS-Fräse weiter. Jede der 40 Platten bekam eine andere Form. Eine besondere Herausforderung ergab sich für Geschäftsführer Thomas Kathrein bei der Montage am Ausstellungsort: „Unsere Aufgabe war es, die technische Umsetzbarkeit zu prüfen. Die Konstruktion sollte möglichst unauffällig, transparent und unangebunden sein.“ Das gelang schließlich mit drei kleinen Haltepunkten, die auf Edelstahlstäben befestigt sind und somit nicht von der Einzigartigkeit des Kunstwerks ablenken.

Biomorphe Gestalt

Einzigartig ist das Exponat in der Tat. So wie viele der von GRAFT Architekten erdachten Objekte in der Ausstellung „Distinct Ambiguity“. Beim Spiegelobjekt handelt es sich laut Aussage von Architekt Putz um biomorphe und organische Formen, die computertomografischen Bildern ähneln. Der Umriss der komplexen Form geht von ei-artigen Löchern zu einem Vogelumriss über. Das Exponat vereint dabei mehrere Aspekte: Zunächst symbolisiert der Druck die Zerstörung durch Hurrikan Katrina in New Orleans. Gleichzeitig ist das Exponat Schnittbild eines werdenden Prozesses, eines Phoenix aus der Asche. Es stellt eine Art Sehmaschine dar, die Reflexionsprozesse auf der spiegelnden sowie bedruckten Oberfläche ermöglicht.

„Das Spiegelobjekt ist ein ideales Beispiel dafür, wie vielfältig Dibond® ist und für welche Zwecke es eingesetzt werden kann“, betont Andreas Horn, Fachaußendienstmitarbeiter von ThyssenKrupp Plastics Berlin. „Es freut uns umso mehr, dass ein Kunstwerk aus eben diesem Material in einer solch herausragenden Ausstellung der GRAFT Architekten präsentiert wird.“ „Distinct Ambiguity“ ist im Laufe des Jahres in den AIT Architektursalons zu sehen. Vom 24. Mai bis 27. Juni macht die Ausstellung Station in München, weiter nach Köln geht es vom 23. August bis 4. Oktober und schließlich sind die Exponate vom 12. Oktober bis 19. November in Rotterdam ausgestellt.

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