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Unternehmensmeldungen, 04.10.2008, 20:00

ThyssenKrupp hat sich 2007/2008 erfolgreich behauptet

Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstand der ThyssenKrupp AG und Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Steel AG, bestätigte anlässlich der Jahresversammlung des International Iron and Steel Institute (IISI) in Washington die im August erhöhte Ergebnisprognose der ThyssenKrupp AG. „Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2007/2008 (30.9.) einen Umsatz in der Größenordnung von 53 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sonderfaktoren von mehr als 3,2 Mrd €,“ erklärte er weiter.

Das Segment ThyssenKrupp Steel, in dem das Geschäft mit hochwertigem Qualitätsflachstahl konzentriert ist, hat sich im Geschäftsjahr in einem robusten wirtschaftlichen Umfeld sehr erfolgreich behauptet, wird aber das Rekordergebnis von 2006/2007 nicht wieder erreichen. Die Gründe dafür liegen in den Anlaufkosten für die Großprojekte in Brasilien und USA sowie den Restrukturierungsaufwendungen bei der Umformtechnik.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten war außerordentlich hoch, aus Kapazitätsgründen konnten trotz Vollauslastung der Aggregate die Kundenwünsche nicht in vollem Umfang bedient werden“, erklärte Dr. Köhler. Die Rohstahlproduktion lag bei ThyssenKrupp Steel mit mehr als 14,2 Mio t leicht unter dem Vorjahresvolumen. Grund dafür ist die Neuzustellung des Großhochofens Schwelgern 1 im ersten Quartal 2008. In den eigenen Stahlwerken gelang es jedoch, durch eine Vielzahl von Optimierungsmaßnahmen - zum Beispiel durch eine schrottintensive Fahrweise - die Erzeugung leicht auszuweiten. Um eine maximale Nutzung der Warmbandkapazitäten sicherzustellen, mussten weiterhin Brammen von Dritten zugekauft werden.

Trotz der schwächeren Weltkonjunktur war die Lage auf den internationalen Stahlmärkten 2008 von anhaltendem Wachstum mit voll ausgelasteten Kapazitäten gekennzeichnet. Vor allem die erste Kalenderjahreshälfte war geprägt durch eine weltweit lebhafte Nachfrage, die auf ein zum Teil knappes Angebot traf. Begleitet wurde diese Entwicklung von Stahlpreiserhöhungen, allerdings mit regional deutlichen Unterschieden. Am höchsten waren die Anhebungen in Asien, am niedrigsten in Europa.

Notwendig waren die Preiskorrekturen durch den drastischen Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten, der bisher nicht registrierte Ausmaße erreichte. „Die erheblichen Verteuerungen bei Rohstoffen, die den Anteil der Rohstoffkosten an den Herstellungskosten für die Tonne Warmbreitband auf mehr als 70 Prozent ansteigen ließ, und darüber hinaus bei Energie belasteten uns mit nicht vorhersehbaren Kosten von mehr als 1 Mrd €“, so Dr. Köhler weiter. Die gestiegenen Kosten konnten teilweise durch positive Ergebniseffekte aus den laufenden Maßnahmenprogrammen zur Effizienzsteigerung und aus zusätzlich realisierten Kostensenkungsprogrammen kompensiert werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 ist ThyssenKrupp Steel vorsichtig optimistisch. Der Optimismus begründet sich darin, dass die Perspektiven für den Weltstahlmarkt weiterhin günstig beurteilt werden. Insbesondere die Nachfrage aus Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und der GUS wird auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich zunehmen und den Weltmarkt wesentlich beeinflussen. In Europa, der NAFTA und Japan wird das Stahlmarktwachstum vor dem Hintergrund der verschlechterten Aussichten für die Gesamtkonjunktur verhaltener ausfallen. „Bei den Rohstoffpreisen hat es zuletzt eine gewisse Entlastung gegeben, die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung ist aber derzeit noch nicht abzusehen,“ erklärte Dr. Köhler.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet unter www.thyssenkrupp-steel.de

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