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Produkte und Lösungen, 30.03.2010, 10:24

Erster großtechnischer Anlagenauftrag zur klimaschonenden Chlorproduktion mit innovativer SVK-Technologie von Bayer MaterialScience

Am 10.03.2010 unterzeichneten Uhde und Bayer MaterialScience AG, Leverkusen, einen Vertrag über den Bau einer neuen Chloranlage im Chemiepark Krefeld-Uerdingen mit einer Kapazität von 20.000 Jahrestonnen. Die Anlage soll im ersten Halbjahr 2011 in Betrieb genommen werden. Erstmals sollen die Sauerstoffverzehrkathoden (SVK) von Bayer MaterialScience in den von UHDENORA/Uhde entwickelten Elektrolysezellen eingesetzt werden, um im industriellen Maßstab Chlor herzustellen. Damit kann der Energiebedarf in der Chlorgewinnung im Vergleich zur Standard-Membrantechnologie um bis zu 30 Prozent gesenkt und die CO2-Emissionen indirekt um bis zu 10.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Das Projekt der beiden Unternehmen, das in enger Zusammenarbeit mit der RWTH-Aachen, der Technischen Universität Clausthal und der Universität Dortmund entstanden ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die Nachhaltigkeit“ (FONA) gefördert. FONA unterstützt Initiativen zur verbesserten Energieeffizienz und höheren Rohstoffproduktivität. Die geförderten Projekte tragen aktiv dazu bei, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

Im Rahmen des Projektes „Qualifizierung der NaCl-SVK-Technologie zur Chlorherstellung für den betrieblichen Einsatz“ überführen Bayer MaterialScience und Uhde die SVK-Technologie für die Chlorproduktion auf Kochsalzbasis (NaCl) erstmals in den industriellen Maßstab. In dieser innovativen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Technologie vereinigen sich das Know-how der UHDENORA zur Zelltechnologie und die Expertise von Bayer MaterialScience im Hinblick auf die Sauerstoffverzehrkathode.

Uhde ist als weltweit führendes Unternehmen für die Herstellung von Elektrolyse-Zellen und Anbieter von Chloranlagen ein bereits etablierter Partner von Bayer MaterialScience.
Bayer MaterialScience hat sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und setzt deshalb konsequent auf effiziente Prozesstechnologien.

„Unsere Sauerstoffverzehrkathode ist wieder ein Beweis dafür, wie wir gezielt neue Lösungen für den Umgang mit dem Klimawandel entwickeln. Dabei ist uns ein ganzheitlicher Ansatz wichtig – entsprechend bieten wir unsere SVK-Technologie auch anderen Unternehmen zur umweltschonenden Chlorproduktion an. Je mehr CO2-Emissionen wir global gesehen einsparen können, desto besser “, erklärt Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied bei Bayer MaterialScience.

„Wir sind stolz auf unsere langjährige Partnerschaft mit Bayer MaterialScience. Als Technologieunternehmen sind wir stetig auf der Suche nach Lösungen die ökonomischen und ökologischen Nutzen für unsere Kunden bieten. Die NaCl-SVK hat das Potenzial für eine solche Lösung“, sagt Dr.-Ing. Sami Pelkonen, Leiter des Uhde-Bereichs Elektrolysen.

Die elektrochemische Gewinnung von Chlor ist heute einer der energieaufwändigsten Prozesse in der chemischen Industrie. Große Mengen an Chlor werden insbesondere für die Produktion von Kunststoffen, aber auch für die Herstellung von Medikamenten benötigt. Zurzeit wird Chlor größtenteils im sogenannten Membranverfahren gewonnen. Mit der neuen Technologie kann durch die Einspeisung von gasförmigem Sauerstoff die Elektrolyse mit geringerem Energieverbrauch betrieben werden. Hierdurch werden auch CO2-Emissionen reduziert.

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