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Produkte und Lösungen, 09.09.2003, 02:00

MICROZINQ® D4

Patentiertes Verfahren zum Stückverzinken bietet exzellenten Korrosionsschutz

Feuerverzinken ist ein etabliertes Verfahren um neben der hohen Korrosionsresistenz auch die mechanische Beständigkeit, wie den Steinschlagschutz zu erhöhen. Darüber hinaus zählen eine hohe Prozesssicherheit, Umweltverträglichkeit und einfaches Recycling zu den Vorzügen dieser Methode. Beim klassischen Stückverzinken wirkt sich der Zinküberzug jedoch im Dickenbereich von 60 bis 80 µm nachteilig auf das Bauteilgewicht aus. Darüber hinaus muss ein hoher Nachbearbeitungsaufwand wegen Gewinden und Löchern betrieben werden. Alternative Methoden, die dünnere Überzüge bieten, verwenden häufig sechswertiges Chrom, das nach den Weisungen der EU-Richtlinien (2000/53/EG) ab Juli 2007 für Automobilteile verboten wird.

Die überzeugenden Eigenschaften der 5% Al-Zinklegierung beim Bandverzinken hat die ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Brackwede/Bielefeld, zum Anlass genommen, daraus das zum Stückverzinken geeignete MICROZINQ® D4 Verfahren zu entwickeln. Dieses patentierte Verfahren mit seinen überragenden Eigenschaften umfasst, im Gegensatz zum klassischen Stückverzinken, eine neue Flussmittelzusammensetzung sowie eine angepasste Prozesskette. Die durchschnittliche Schichtdicke beträgt hierbei 8 bis 20 µm. Gegenüber den gewöhnlichen Zinkverfahren (ISO 1461) erhöht die höhere Aluminiumkonzentration die Wirksamkeit der aktiven Schutzmechanismen unter Langzeitbewitterung um das Vierfache. Die exzellenten Eigenschaften von MICROZINQ® D4 hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit werden zudem von unabhängigen Instituten durch zahlreiche Tests untermauert.

- Über 1.000 h im Salzsprühtest (DIN 50021) bis zur Rotrostbildung.

- Über 8 Zyklen im Klimawechseltest (VDA 621-415) bis zur Rotrostbildung.

- Über 45 Zyklen im Kesternichtest (DIN 50018-KFW 0,2) bis zur Rotrostbildung.

- Keine Kontaktkorrosion mit Aluminium und Edelstahl nach 45 Zyklen im Kesternichtest.

- Sehr effizienter und langlebiger kathodischer Korrosionsschutz.

- Keine Rissbildung beim Biegetest nach DIN 50111.

- Hohe Haftfestigkeit (30,3 N/mm²) nach DIN EN 24624.

Speziell bei Strukturkomponenten, die aus zwei oder mehreren gefügten Formteilen bestehen, ergeben sich in der Gesamtbetrachtung von Kosten und Gewicht erhebliche Einsparpotentiale. So kann z. B. beim Einsatz der Falztechnik, aufgrund des Verlötungseffekts des Zinks, Steifigkeitserhöhungen von bis zu 40 % auftreten. Da besonders für Achskomponenten die Bauteilsteifigkeit ein wesentliches Auslegungskriterium ist, kann somit teilweise auf zusätzliche Verstärkungen verzichtet oder die Materialdicke reduziert werden.

Weiterhin wurden mehrere Lebensdauertests mit geschweißten Komponenten, die zum Vergleich tauchlackiert und D4 verzinkt wurden, durchgeführt. Bei den verzinkten Bauteilen wurden circa 25 % höhere Laufzeiten festgestellt. Die Ursache hierfür ist zum Teil nicht genau bekannt, da unsere Laboruntersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.

Es ist aber grundsätzlich davon auszugehen, dass das MICROZINQ® D4 Verfahren in Kombination mit speziellen Fügetechniken erhebliche Vorteile bietet.

Kontakt:
ThyssenKrupp Automotive AG
Viktor Braun
Tel.: +49 / 234 / 919 - 60 12
Fax: +49 / 234 / 919 - 60 14
e-mail: viktor.braun@tka.thyssenkrupp.com

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