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Produkte und Lösungen, 29.03.2007, 14:49

Neuer Maßstab im Korvettenbau

In Anwesenheit hochrangiger Gäste aus dem Bundesministerium für Verteidigung, dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, der Marine und der Industrie wurde am 29. März 2007 die Korvette der neuen Klasse 130 auf den Namen ERFURT getauft. Die Rolle der Taufpatin übernahm Sysann Bausewein, Gattin des Oberbürgermeisters der Stadt Erfurt. Die Taufe fand bei den zu ThyssenKrupp Marine Systems gehörenden Nordseewerken in Emden statt.

Nach den Schwesternschiffen BRAUNSCHWEIG und MAGDEBURG wurde mit der ERFURT nun die dritte Korvette der Klasse 130 getauft. Zwei weitere Korvetten desselben Typs werden bis 2008 folgen. Mit dem Bauprogramm hat die Deutsche Marine die ARGE 130 betraut, in der die beiden zu ThyssenKrupp Marine Systems gehörenden Werften Blohm + Voss und Nordseewerke Emden sowie die Bremer Fr. Lürssen Werft zusammengeschlossen sind. Die Leitung der Arbeitsgemeinschaft liegt bei Blohm + Voss, Hamburg.

Die neu entwickelten Korvetten unterstreichen einmal mehr den Vorsprung des deutschen Marineschiffbaus. In Sachen Reichweite, Kampfkraft und Seeausdauer setzen die Schiffe ebenso neue Maßstäbe. Sie zeichnen sich durch ihre technische Ausstattung sowie geringere Betriebskosten aus.

Die veränderte weltweite Sicherheitslage stellt auch die Deutsche Marine vor neue Aufgaben. Dazu zählen insbesondere zunehmende Auslandseinsätze in weit entfernten Seegebieten im Rahmen multinationaler Missionen. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wird den Korvetten 130 gerade innerhalb der NATO-Verbände herausragende Bedeutung zukommen.

Hauptdaten der ERFURT:
Länge über alles: 89,12 m
Länge in der KWL: 82,80 m
Breite auf Spanten, max.: 13,28 m
Breite in der KWL: 12,44 m
Tiefgang KWL: 3,40 m
Seeausdauer ohne Tender/SUG-Unterstützung: 7 Tage
Seeausdauer mit Tender/SUG-Unterstützung: 21 Tage
Reichweite: >2500 sm (ca. >4600 Kilometer)
Einsatzverdrängung: ca. 1.840 t
Geschwindigkeit: >26 kn

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