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Produkte und Lösungen, 24.10.2011, 14:28

Die Humboldt-Box – futuristisches Gebilde in Silbermetallic-Hülle

Sie ist Zuschauermagnet und optischer Provokateur zugleich. Die Humboldt-Box regt das öffentliche Interesse in größtem Maße an und bietet aktuellen architektonischen Gesprächsstoff in der Hauptstadt. Errichtet wurde das 28 Meter hohe Gebilde inmitten der Berliner Museumsinsel, um über die Inhalte des zukünftigen Humboldt-Forums - einem Ausstellungsraum für Kultur, Kunst und Wissenschaft - und die Gestaltung des Schlossplatzes zu informieren. Auf fünf Ebenen mit insgesamt 3.000 Quadratmetern bekommt der Besucher einen Vorgeschmack auf das Forum anhand beeindruckender Beispiele der zukünftig Wirkenden. Nach der Fertigstellung des Forums hinter der Fassade des wiedererrichteten Berliner Stadtschlosses, voraussichtlich im Jahr 2019, soll die Humboldt-Box wieder abgebaut werden.

Für das außergewöhnliche Outfit sorgte die S+T Fassaden GmbH in Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp Plastics. Das Tessiner Unternehmen bekam den Zuschlag für die Fertigstellung der vorgehängten hinterlüfteten Fassade, ThyssenKrupp Plastics lieferte das Material: 2.600 Quadratmeter Alucobond vom Hersteller 3A Composites. Der gewünschte Farbton fiel auf die Farbe Sunrise Silbermetallic.

Zwischen Auftragsvergabe und Baubeginn lagen knapp sechs Monate. Die Herausforderung begann bereits bei der Planung. Aufgrund des Entwurfs eines Berliner Architektenbüros mit unzähligen Schrägen, Ecken, Kanten und Biegungen in der Fassade war die Durchführung und Realisierung nur mittels 3D-Planung möglich. Das stellte besondere Anforderungen an die Anarbeitung. Das Gebäude besteht aus 1.693 Einzelplatten, jede Tafel ist ein Unikat. Die Formen reichen von Parallelogrammen über Trapeze bis hin zu dreieckigen und kegelförmigen Ausschnitten. Keine Alucobond-Platte gleicht der anderen, das Material wurde komplett 3D-gemessen und 3D-gezeichnet.

Ungewöhnliche Struktur als Herausforderung

Mit Baubeginn im Dezember 2010 befestigte S+T zunächst eine Stahlkonstruktion an der Außenwand des Gebäudes. Sie diente als Basis für die Anbringung der über 1.500 Alucobond-Platten. Da die Flächen, wie gewollt, nicht strukturiert sind und sie kein gleichmäßiges Raster zeigen, galt Sorgfalt und Präzision seitens S+T Fassaden. Die ungewöhnliche Struktur des Gebäudes stellte bei der Realisierung vor Ort am Berliner Schlossplatz eine weitere Herausforderung dar. Zudem musste die Fassade innerhalb der vorgegebenen Zeitschiene realisiert werden. Die Fertigstellung erfolgte punktgenau zum Tag der Eröffnung am 30. Juni 2011. Für ThyssenKrupp Plastics als Materiallieferant und S+T Fassaden als Verarbeiter ist die Humboldt-Box ein besonderes Prestigeobjekt mit großem öffentlichen Interesse. Jährlich werden 300.000 Besucher erwartet.

Langjährige Zusammenarbeit

Die beiden Unternehmen verbindet eine lange Zusammenarbeit. Über die Jahre hat sich eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung auf dem Fassadensektor entwickelt, die auf großem gegenseitigen Vertrauen und Flexibilität basiert. Das reicht soweit, dass S+T Fassaden bei ThyssenKrupp Plastics gute Möglichkeiten hat, Material „just-in-time“ nach Montagefortschritt zu bestellen und geliefert zu bekommen. So auch im Falle der Humboldt-Box.

Vielseitig einsetzbar

Alucobond gilt als äußerst witterungsbeständig, leicht zu reinigen und ist mit langer Lebensdauer ausgestattet. Das moderne, leichte Verbundmaterial aus zwei Aluminium-Deckschichten und einem Kunststoffkern ist leicht zu montieren und zeichnet sich zugleich durch Stabilität und Flexibilität aus. Seine leichte Formbarkeit lässt zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten zu. Nicht zuletzt deshalb ist Alucobond das Material der Wahl für imagebildendes Corporate Design und den hochwertigen Auftritt.

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