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Unternehmensmeldungen, 06.02.2002, 01:00

Universität Dortmund kooperiert eng mit der ThyssenKrupp AG

Beide Partner sind vom Ruhrgebiet geprägt und haben selbst großen Einfluss auf die technologische Entwicklung und den wirtschaftlichen Strukturwandel der Region: Die Universität Dortmund und der ThyssenKrupp Konzern sehen viele Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit und haben heute (06.02.2002) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Prof. Dr. Dr. h.c. Albert Klein, Rektor der Universität Dortmund, erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: "Die umfangreiche Kooperation unserer Hochschule mit ThyssenKrupp unterstreicht einerseits Dortmunds Ruf als innovative Reformuniversität; zugleich wird sie in ihren konkreten Inhalten dazu beitragen, den Praxisbezug insbesondere unserer ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen weiter zu stärken. Davon werden in aller erster Linie unsere Studierenden profitieren."

Prof. Dr. Rolf Reppel, der für den Konzern die Aktivitäten koordiniert, stellt heraus: "Nach dem Mitwirken beim Initiieren des dortmund projectes ist diese Kooperation ein weiterer wichtiger Baustein des ThyssenKrupp-Engagements für die Region Dortmund." Und er hebt hervor: "Der Kooperationsvertrag lebt bereits, denn es sind schon eine Reihe von konkreten Projekten verabredet."

Zum guten Ton gehört auch, dass die Harmonie schon vorab geprobt wurde: ThyssenKrupp förderte finanziell als Hauptsponsor im Januar die Veranstaltung des 6. Jazz-Festivals der Universität Dortmund. Die Unterstützung auch von künstlerischen, musikalischen und sportlichen Projekten ist der Universität hoch willkommen, Haushaltsmittel der Universitäten reichen hierfür in aller Regel nicht aus.

Studium und Berufspraxis stehen im Mittelpunkt

In der ersten Phase der Zusammenarbeit konzentrieren sich die geförderten Aktivitäten allerdings auf die Fakultät Maschinenbau, den Fachbereich Informatik und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät.

Die Kooperationsvereinbarung legt Grundsätze der Zusammenarbeit fest. Dazu werden in jedem Jahr konkrete Projekte verabredet. Regionaler Schwerpunkt des Zusammenwirkens ist das Ruhrgebiet. ThyssenKrupp verfügt hier über eine Reihe von industriellen Aktivitäten mit zusammen rund 39.000 Mitarbeitern. Die Universität Dortmund versteht sich als Reformuniversität mit starker Einbindung in die Region und einem starken Anwendungsbezug in Forschung und Lehre.

Berufsorientierung beginnt in der Schule

Beide Partner sind sich einig, dass eine Förderung der Ausbildung von mehr Ingenieuren schon in der Schule anfangen muss. Die Universität und das Unternehmen werden deshalb Veranstaltungen organisieren, die Schülerinnen und Schülern die Attraktivität des Ingenieurstudiums deutlich machen.

So wird vom 22. bis zum 26. Juli 2002 ein Academic Career Camp (ACC) Schülerinnen und Schülern der Oberstufe als Erlebniswoche auf dem Campus die Tätigkeitsbereiche und Forschungsschwerpunkte der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und der Informatik nahe bringen.

Förderung für angehende Ingenieure oder Wirtschaftler

Beide Partner bieten für die Studien-Phase angehender Ingenieure und Wirtschaftler gemeinsame Veranstaltungen an, die Einblicke in ihre spätere berufliche Praxis vermitteln und den Studierenden helfen, geeignete Weichenstellungen für den Berufsstart vorzunehmen.

Zu den ersten konkreten Maßnahmen in diesem Jahr gehört, dass ThyssenKrupp den neuen Diplom-Studienganges "Wirtschaftsingenieurwesen" in einem beratenden Kuratorium mit Vertretern aus Wirtschaftsunternehmen begleitet. ThyssenKrupp selbst hat einen steigenden Bedarf an Wirtschaftsingenieuren und kann durch Kontakte zu Konzernunternehmen den Studierenden einen weiteren Praxisbezug ermöglichen.

Unterstützt wird auch der gemeinsamen Masterstudienganges "Industrial Design and Manufacturing" der Universitäten Dortmund und Twente.

Förderung ist 2002 auch geplant für die Mentorenprogramme der Fakultät Maschinenbau und für Gastvorlesungen im Fachbereich Informatik.

Forschung und Entwicklung für die Praxis

Besonders qualifizierte Studierende der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften haben künftig gute Chancen, einen der neu bereitgestellten Plätze in der ThyssenKrupp Studienförderung zu erhalten. Über eine finanzielle Förderung hinaus beinhaltet das Stipendium gezielte Seminarangebote, Praxiserfahrungen sowie eine mentorielle Begleitung des Stipendiaten durch ThyssenKrupp Mitarbeiter der Vorstands- bzw. Geschäftsführerebenen.

Die Reihe konkreter Förderprogramme lässt sich fortsetzen: Vereinbart sind beispielsweise die Vermittlung von Praktikantenplätzen für hochqualifizierte Studierende - auch im Ausland und in internationalen Studiengängen. Der Konzern will auch praxisbezogene Diplomarbeiten anregen und wird regelmäßig an der Firmenkontaktmesse "Konaktiva" auf dem Campus der Universität Dortmund teilnehmen.

Um Praxis und Hochschule näher aufeinander zu beziehen, organisieren Universität und ThyssenKrupp einen regelmäßigen Austausch über Vorhaben von Forschung und Entwicklung in ThyssenKrupp Konzernunternehmen. In diesem Zusammenhang wollen beide Seiten Kooperationsmöglichkeiten miteinander abstimmen. Das gleiche gilt für wechselseitige Angebote zur Weiterbildung von wissenschaftlichen Mitarbeitern, Studierenden und Konzernmitarbeitern.

Die Universität und der ThyssenKrupp Konzern wollen noch in diesem Frühjahr eine jährliche Gesprächsrunde eröffnen, um auf diesem Feld miteinander die Zusammenarbeit zu konkretisieren.

Vielfalt an Veranstaltungen

Die Reihe von Veranstaltungen, bei denen beide Seiten zusammenarbeiten, ist lang und hat schon begonnen: Das Jazzfestival der Universität Dortmund wird auch im kommenden Jahr unterstützt. Finanzielle und inhaltliche Unterstützung stellt ThyssenKrupp ebenfalls für die 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik im Herbst 2002 zur Verfügung.

ThyssenKrupp sieht auch konkrete Möglichkeiten, den Studierenden bei Messebesuchen, Unternehmenskontakten und der Berufsorientierung zu helfen, die Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule und die Arbeit der Gesellschaft der Freunde der Universität zu fördern.

Eine sportliche Übung am Rande: Für Wettbewerb sorgt der ThyssenKrupp Konzern auch auf dem Wasser, wenn er in Kooperation mit dem Deutschen Ruderverband Veranstaltungen wie das "Uni-Vierer-Rennen" im Rahmen der Wedau-Regatta im Mai 2002 sponsort.

ThyssenKrupp wird auch gezielte Angebote des Hochschulteams des Dortmunder Arbeitsamtes für die Studierenden durch Referenten und praxisbezogene Workshopangebote mit unterstützen.

Verbund von Know-how und Reformbereitschaft

Die Vereinbarung zwischen der Universität und dem Konzern ist zunächst auf zwei Jahre geschlossen, um positive Erfahrungen vertiefen und ausweiten zu können. Sie wurde seitens der Hochschule von Rektor Prof. Dr. Albert Klein und seitens der ThyssenKrupp AG von Arbeitsdirektor Prof. Dr. Rolf Reppel, Vorstandsmitglied im ThyssenKrupp Konzern unterzeichnet.

Die ThyssenKrupp AG hat bundesweit fünf Universitäten ausgewählt, mit denen das Unternehmen auf Dauer kooperieren will. Die Dortmunder Universität ist hier mit der Ruhr-Universität Bochum, der RWTH Aachen, der TU Hamburg-Harburg und der TU Dresden im gleichen Boot. Alle Hochschulen verfügen über bedeutende technisch-naturwissenschaftliche Fakultäten, sie arbeiten auch außerhalb der Verbindung mit ThyssenKrupp in etlichen Reformprojekten zusammen.

Ansprechpartner:

Dr. Bettina Böhm
Dezernentin Akademische und Studentische Angelegenheiten
Universität Dortmund
Telefon: 0231/ 755-2207
Fax: 0231/ 755-5150
E-Mail: boehm@verwaltung.uni-dortmund.de

Gerd Galonska
Leiter Personalmarketing
Zentralbereich Personal- und Sozialpolitik
ThyssenKrupp AG
Telefon: 0211/824-36141
Fax: 0211/824-36154
E-Mail: galonska@tk.thyssenkrupp.com

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