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Produkte und Lösungen, 22.09.2004, 02:00

ThyssenKrupp Umformtechnik und ThyssenKrupp Prisma bilden starken Verbund

Rollen oder Pressen, dass ist hier die Frage

Längsträger für Nutzfahrzeuge werden heute entweder durch Pressen oder Rollformen hergestellt. Die Bielefelder ThyssenKrupp Umformtechnik und die im französischen Messempré ansäs­­sige ThyssenKrupp Prisma sind im Verbund in der Lage beide Technologien anzuwenden. Jedes dieser beiden Fertigungsverfahren verfügt über spezifische Vorteile. Diese sind im Einzelnen für das

Pressen

- Integration unterschiedlicher Fertigungsoperationen in einem Arbeitsgang

- kurze Produktionszeit unabhängig von der Loch-Anzahl

- hohe Formgebungs-Flexibilität

Rollformen

- geringer Werkzeugaufwand mit minimalem Rüstaufwand

- hohe Lochbild-Flexibilität

Die unterschiedlichen Prozess-Schritte beider Verfahren spiegeln sich auch in unterschiedlichen Kostenstrukturen wider. Beim Fertigungsprozess "Pressen" können verschiedene geometrische Anforderungen im Werkzeug einfließen und damit im Pressvorgang durchgeführt werden. Die Investitionen in den Werkzeugsatz sind entsprechend einzuplanen. Dagegen erfordert der Pro­zess "Rollformen" keinen sonderlich hohen Investitionsbedarf (Rollensatz), ist jedoch verbunden mit zusätzlichen Prozessschritten, die sich auf die Herstellkosten des Längsträgers auswirken.

ThyssenKrupp Umformtechnik und ThyssenKrupp Prisma finden für ihre Kunden die kosten­optimale Lösung. Hierbei analysieren sie die konkreten Anforderungen eines Fahrzeugprojektes und berücksichtigen insbesondere die Vorgaben des individuellen Längsträger-Designs wie zum Beispiel die Teile-Form oder den Aufbau des Lochbildes.

Grundsätzlich jedoch gilt folgende Faustregel: Bei geringer Variantenvielfalt und sich hieraus ergebender hoher Stückzahlen pro Variante ist das Pressen die kostenoptimale Lösung. Bei hoher Variantenvielfalt und somit geringen Stückzahlen pro Variante liegt das Rollformen vorn.

Das Volumen eines europäischen Lkw-Projekts besteht heute ca. zur Hälfte aus kurzen Längsträgern bis zu einer Länge von sechs Metern (Sattelfahrzeuge). In diesem Fahrzeugsegment ist die Variantenvielfalt relativ gering, das heißt die Stückzahlen pro Variante liegen auf einem hohen Niveau. Die andere Hälfte eines Lkw-Projektes umfasst Längsträgerlängen von sechs Metern bis zu zwölf Metern (zumeist Pritschenfahrzeuge).

Diese Projekte zeichnen sich durch eine recht hohe Variantenvielfalt aus, was entspre­chend geringe Mengen pro Längsträgertyp zur Folge hat. Eingehend auf diese typische Charakteristik eines Längsträger-Projektes zeigt sich, dass sich eine kostenoptimale Fertigung meist durch die kombinierte Anwendung beider Verfahren Pres­sen und Rollformen ergibt. Hierbei können bezogen auf die verfahrenstechnisch unterschied­li­chen Prozessschritte Kostenvorteile im zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Die durch Nutzung beider Verfahren notwendigen Be­triebs­mittelaufwendungen bzw. Werkzeuginvestitionen (insbesondere Press- und Stanz­werk­zeuge) amortisieren sich hierdurch in kürzester Zeit.

ThyssenKrupp Umformtechnik und ThyssenKrupp Prisma sind aufgrund ihrer beschrie­be­nen "Technologie-Neutralität" derzeit die einzigen unabhängigen Längsträgerhersteller in Europa, die in der Lage sind, den Nutzfahrzeugherstellern entsprechende "maßgeschneiderte" und damit kostenoptimale Projektlösungen anzubieten.

Kontakt:

ThyssenKrupp Automotive AG
Thomas Jungbluth
Tel. +49 234 9 19-6013
Fax +49 234 9 19-6015
E-Mail: jungbluth@tka.thyssenkrupp.com

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