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Produkte und Lösungen, 27.03.2007, 11:04

Ökologie und Vernunft

Rund sieben Millionen Tonnen Hochofenschlacken und sechs Millionen Tonnen Stahlwerksschlacken werden pro Jahr in Deutschland als Nebenprodukt des Stahlherstellungsprozesses erzeugt. In Zusammenarbeit mit dem FEhS-Institut für Baustoff-Forschung e.V. und führenden Stahlerzeugern in NRW hat die DSU Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik jetzt die Broschüre "Schlacke. Ökologie und Vernunft" entwickelt. Das gemeinsame Ziel: Aufklärung über einen Rohstoff, der beispielsweise im Straßen- und Wasserbau oder als Düngemittel in der Landwirtschaft Verwendung findet.

Die DSU kümmert sich in NRW seit fast 50 Jahren um Schlackenmanagement. Das Unternehmen bereitet sämtliche Schlacken aller Duisburger Stahlerzeuger an den Standorten Huckingen, Ruhrort und Beeckerwerth auf, weiterhin ist die Gesellschaft in Bochum, Brandenburg an der Havel, Hennigsdorf, Krefeld und Witten sowie im Ausland in Rumänien präsent. Über neunzig Prozent der von der DSU aufbereiteten Schlacken werden in Deutschland verwendet.

„Eisenhüttenschlacken und die daraus hergestellten Produkte sind keine Abfälle“, sagt Dr. Heribert Motz, Geschäftsführer des FEhS-Instituts. "Die Nutzung der Schlacken mindert sogar die Umweltbelastung." So nimmt beispielsweise bei der Zementherstellung der Ausstoß an CO<sub>2</sub>-Emisionen zunehmend ab, je mehr Hüttensand beigemischt wird.

Straßen aus Hochofenschlacke und Siedlungen, erbaut aus Hüttensteinen, sind auch 75 Jahre nach ihrem Bau in vollem Umfang funktionsfähig. Ein aktuelles Beispiel für die Vielseitigkeit des Baustoffes ist die Rheinbrücke der Autobahn A 44 aus Hochofenzementbeton. Im Wasserbau dienen Wasserbausteine aus Stahlwerksschlacken der Uferbefestigung – mit guten Erfahrungen seit über 30 Jahren. Auch die Land- und Forstwirtschaften wissen Schlackenprodukte zu schätzen – hier finden sogenannte Hütten- und Konverterkalke Einsatz als Düngemittel und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.

Die Broschüre kann über info@dsu.eu bestellt werden.

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