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Unternehmensmeldungen, 05.10.2010, 10:02

POSCO und MgF: Technologieführer kooperieren bei Magnesium

Der südkoreanische Stahlhersteller POSCO, drittgrößter Stahlproduzent der Welt, und die Magnesium Flachprodukte GmbH (MgF), eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp Steel Europe AG, wollen bei der Großserienlieferung von Magnesiumblechen zusammenarbeiten. Die beiden Unternehmen haben ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Dabei geht es um gegenseitige Unterstützung, wenn es bei einem der Partner zu Lieferengpässen kommen sollte. Ziel ist es, Versorgungssicherheit für die Automobilwirtschaft zu gewährleisten. Automobilhersteller sind die wichtigsten Abnehmer von Magnesiumblechen.

„Solche Zweitlieferanten-Regelungen schreiben die Einkaufsabteilungen vieler Automobilhersteller auch bei Stahl und anderen Werkstoffen für den Automobilbau vor“, sagte Dr. Hans-Peter Vogt, Geschäftsführer der Magnesium Flachprodukte GmbH. Vogt unterzeichnete das MoU gemeinsam mit Sang-Ho Cho, Senior Vice President bei POSCO. „Bei Magnesiumblechen ist so eine Vereinbarung besonders wichtig. Schließlich sind POSCO und MgF bei der Produktion von Magnesium-Flachprodukten weltweit am weitesten fortgeschritten“, ergänzte Cho.

POSCO und MgF verfolgen den gleichen Ansatz und stellen Magnesiumbleche jeweils mit innovativen Gießwalzanlagen her. POSCO betreibt sein Aggregat in der Nähe von Gwangyang in Südkorea. Die Anlage von MgF steht im sächsischen Freiberg. Erfolg versprechend sind die Konzepte der beiden Unternehmen, weil sie die Kosten für Magnesiumblech deutlich senken. Die Gießwalztechnologie kommt mit preisgünstigerem Einsatzmaterial sowie deutlich weniger Fertigungsschritten aus als die konventionelle Magnesiumblech-Fertigung.

Magnesium hat nur etwa ein Viertel des Gewichts von Stahl und ist 35 Prozent leichter als Aluminium. Bislang wird der Werkstoff allerdings nur in Gestalt von Gussteilen, etwa im Fahrwerk, eingesetzt. Für großflächige Karosserieteile, bei denen das Leichtbau-Material viel mehr Gewicht sparen könnte, braucht man bezahlbare Magnesiumbleche. So hat ThyssenKrupp im Rahmen seines InCar-Projekts für Innovationen im Automobilbau kürzlich nachgewiesen, dass ein Autodach aus Magnesium stattliche 62 Prozent Gewicht im Vergleich zu einer heute üblichen Lösung aus Stahl spart. Die auf das Bauteil bezogenen CO2-Emissionen im Fahrbetrieb würden sich um mehr als die Hälfte verringern.

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