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Produkte und Lösungen, 11.10.2011, 14:34

ThyssenKrupp Uhde und SGCE treffen Master-Lizenz- und Liefervereinbarung. Coal-to-Liquids-Komplex in Mosambik arbeitet nach dem Uhde-PRENFLO®-PDQ-Verfahren.

ThyssenKrupp Uhde und SGC Energia (SGCE) haben eine Master-Lizenz- und Liefervereinbarung für die Anwendung der ThyssenKrupp Uhde-eigenen PRENFLO®-PDQ-Kohlevergasungstechnologie getroffen. Gemäß dieser Vereinbarung erhält SGCE die Lizenz für das ThyssenKrupp Uhde-eigene PRENFLO®-PDQ-Verfahren zur Durchführung mehrerer Coal-to-Liquids (CTL)-Projekte zur Umwandlung von Kohle in qualitativ hochwertige flüssige Kraftstoffe mit Hilfe der SGCE-eigenen XTLHTM-Lösung.

Außerdem haben beide Unternehmen eine klare Lizenz- und Liefervereinbarung für das in der Planungsphase befindliche CTL-Projekt in Mosambik getroffen. Bei Beginn der Durchführungsphase wird die ThyssenKrupp Uhde-eigene PRENFLO®-PDQ-Technologie dazu genutzt werden, die in einer Kohlenmine in Moatize, Mosambik, geförderte heimische Kohle zu verarbeiten. Mit Hilfe der Fischer-Tropsch-Synthese werden saubere Kraftstoffe für den heimischen Markt und für den Export in benachbarte Länder produziert. Die Anlage ist für eine Kapazität von 9.500 Barrel Kraftstoff pro Tag ausgelegt und soll 2016 in Betrieb gehen.

ThyssenKrupp Uhde gehört auf dem Gebiet der Kohlevergasung zu den weltweit führenden Unternehmen und verfügt hier über 70-jährige Erfahrung. Angesichts der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt erwartet ThyssenKrupp Uhde einen bedeutenden Anstieg in der Nachfrage nach alternativen kohlebasierten Energieprojekten. Die Anlage in Mosambik wird zeigen, dass die in den heimischen Minen abgebaute Kohle mit hohem Aschegehalt zur Herstellung höchst wertvoller Produkte geeignet sein wird.

SGCE ist ein portugiesisches Unternehmen, das auf dem Sektor erneuerbarer Energien als Investmentgesellschaft von João Pereira Coutinho agiert, einem portugiesischen Unternehmer. Durch seine Beteiligungen ist er in die Produktion konventioneller und moderner sauberer Kraftstoffe sowie in die Lieferung komplexer integrierter Lösungen für die Produktion alternativer Energie („XTLHTM-Technologie”) aus geringwertigen „Ausgangsprodukten mit Kohlegehalt” involviert.

Kohlevergasungsanlagen haben einen höheren Wirkungsgrad und weisen insbesondere geringere Emissionen auf als konventionelle Anlagen zur Kohleumwandlung. Außerdem erlauben sie den Einsatz qualitativ geringwertiger Ausgangsprodukte, wie z.B. Kohle, Petrolkoks oder Biomasse, für eine Vielzahl von Produkten. Das ThyssenKrupp Uhde-eigene PRENFLO®-Verfahren basiert auf dem eigenen Koppers-Totzek-Kohlevergasungsverfahren, das sich seit mehr als 10 Jahren in dem weltweit größten einsträngigen Kombikraftwerk mit integrierter Kohlevergasung („IGCC“) in Puertollano, Spanien, bewährt hat.

Die Fischer-Tropsch-Technologie wurde 1925 in Deutschland erfunden und seitdem erfolgreich in großtechnischen Anlagen auf der ganzen Welt eingesetzt, hauptsächlich in Deutschland und Südafrika.

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