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Produkte und Lösungen, 09.09.2003, 02:00

Leichter und kostengünstiger: die modulare Tür von ThyssenKrupp Stahl und Nothelfer

Die ThyssenKrupp Stahl AG und die Nothelfer GmbH, ein Unternehmen aus dem Segment Technologies des ThyssenKrupp Konzerns, haben gemeinsam ein neues, modulares Türenkonzept entwickelt. Als Referenz diente die Fondtür eines Serienfahrzeugs. Die neue, modulare Tür ist 1,2 Kilogramm leichter als das Referenzmodell bei gleichzeitig deutlich geringeren Herstellungs- und Montagekosten pro Tür. Außerdem bietet das Konzept neue Möglichkeiten hinsichtlich Dichtungsmontage und Teilelogistik.

Die Tür besteht aus zwei Modulen: Das Außenmodul ist ein Zusammenbau aus Außenblech und Verbindungsteil. Im Verbindungsteil sind die Funktionen Scharnierverstärkung, Brüstungsverstärkung und Seitenaufprallschutz in einem hochfesten Blechteil zusammengefasst. Das Teil wird aus einem Tailored Blank gefertigt, das aus dem TRIP-Stahl (Transformation Induced Plasticity) H400T in 1 Millimeter und dem mikrolegierten Stahl H240M in 1,6 Millimeter Stärke besteht. Für das Außenblech wird ein 0,48 Millimeter dickes Blech aus dem Dualphasenstahl H300X verwendet. Zusätzliche Abstützstreben mit dem Verbindungsteil verkleinern die freien Blechfelder und gewährleisten die notwendige Beulsteifigkeit des Außenbleches. Weil der Zusammenbau komplett außen vor der abgesenkten Seitenscheibe liegt, verringert sich die Umformkomplexität der Einzelteile.

Innenblech und Schließteil bilden das Innenmodul. Es beinhaltet den Fensterrahmen und nimmt alle Einbauteile wie zum Beispiel Schloss und Fensterheber auf. Eine Besonderheit ist ein Kanal, der die Türdichtung aufnehmen kann, ohne dass sie verklebt werden muss. Diese Lösung ist nicht nur kostengünstig, sondern schafft auch die Voraussetzungen für den künftigen Einsatz schmutzabweisender Lacke. Ein weiteres Highlight: Die Blechteile des Innenmoduls werden durch Lasersteppnähte verschweißt. Hierdurch lässt sich eine bessere Steifigkeit erzielen als durch das ebenso mögliche konventionelle Widerstandspunktschweißen. Durch die veränderte Montage der Türeinbauteile kann außerdem das Lochbild des Innenblechs optimiert und belastungsgerechter gestaltet werden.

Der modulare Ansatz ermöglicht das Aufteilen der Türfertigung und der Türmontage. Das Außenmodul wird im Rohbau an die Karosserie montiert und zusammen mit der Karosserie lackiert. Zu Beginn der Fahrzeugmontage wird es wie üblich demontiert. Das Innenmodul könnte von einem Lieferanten gefertigt werden, der es mit allen Türeinbauteilen vormontiert und just-in-time anliefert. Es ist in einer neutralen Farbe lackiert, so dass keine Farbabstimmungsprobleme entstehen. In einer Montagezelle werden beide Module in einer automatischen Anlage verschraubt.

Maßstäbe bei der Entwicklung der modularen Tür waren die Daten des Referenzmodells bei Fensterrahmensteifigkeit, Torsion, Eigenmoden, Türabsenkung, und Beulsteifigkeit. Die Projektarbeit der ThyssenKrupp Stahl Ingenieure umfasste die komplette Prozesskette mit Konzeption, Konstruktion, FEM Berechnung, Fertigungsuntersuchungen und Herstellung von Prototypen.

Kontakt:
ThyssenKrupp Steel AG
Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 4 51 85
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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