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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 12.08.2011, 07:30

ThyssenKrupp setzt Aufwärtstrend in den ersten neun Monaten 2010/2011 fort


Die Geschäftslage von ThyssenKrupp war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 (01. Oktober 2010 – 30. Juni 2011) weiter aufwärts gerichtet. Auftragseingang, Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) haben sich von Quartal zu Quartal spürbar verbessert. Insgesamt stieg der Auftragseingang im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 25 Prozent auf 38,2 Mrd €, der Umsatz um 17 Prozent auf 36,5 Mrd €. Zu diesem erfreulichen Wachstum haben nahezu alle Bereiche des Konzerns beigetragen.

Die strukturelle Ertragskraft des Konzerns hat sich weiter verbessert. Nach neun Monaten erreichten das EBIT 1.315 Mio € und das bereinigte EBIT 1.336 Mio € – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 184 Mio € oder 16 Prozent bzw. ein Plus von 200 Mio € oder 18 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wegen der Anlaufverluste der neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA das EBIT von Steel Americas mit -887 Mio € erheblich schlechter war als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als in dieser Business Area ein EBIT von
-280 Mio € anfiel. Mit zunehmendem Hochlauf der Werke hat sich jedoch im aktuellen Geschäftsjahr das negative EBIT von Steel Americas von Quartal zu Quartal beträchtlich verbessert – von -378 Mio € im ersten Quartal auf -190 Mio € im dritten Quartal.

Alle Business Areas, mit Ausnahme von Steel Americas, haben in den ersten neun Monaten einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet. Das EBIT der weiteren Business Areas von Materials konnte die Verluste von Steel Americas deutlich überkompensieren, so dass Materials ein EBIT von 456 Mio € erwirtschaftete. Das EBIT der Business Areas von Technologies erreichte 1.420 Mio €.

Im dritten Quartal betrug das EBIT des Konzerns 545 Mio €, eine Verbesserung um 45 Mio € und damit ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBIT erreichte mit 566 Mio € den Wert des Vorjahres.

Die ThyssenKrupp AG hat am 13. Mai 2011 ein ganzheitliches Konzept zur strategischen Weiterentwicklung beschlossen, um den Konzern wettbewerbsfähig und nachhaltig in die Zukunft zu führen. Dr. Heinrich Hiesinger, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG: „Wir arbeiten mit Nachdruck daran, unsere Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung umzusetzen. Dieses Konzept umfasst die Optimierung des Portfolios, Change Management und Performancesteigerung. Unsere Ziele sind, die Verschuldung zu reduzieren, Wachstum zu ermöglichen, die Erträge zu steigern und Werte zu schaffen. Erste Ergebnisse haben wir bereits erreicht.“
・ Der Konzern wird sich von den Geschäften trennen, für die alternative strategische Optionen tragfähiger sind. Die Trennung von den Aktivitäten der Business Area Stainless Global ist ein wesentlicher Baustein. Derzeit werden alle Optionen für eine Weiterführung der Geschäfte außerhalb des Konzerns ergebnisoffen geprüft. In Frage kommen dafür ein Spin-Off, ein IPO oder auch ein Verkauf. Mit Citigroup, Deutsche Bank und Rothschild wurden bereits drei Banken beauftragt, die Verselbstständigung zu unterstützen. Das neue Management von Stainless Global hat seine Arbeit aufgenommen.

・ Der Verkauf der Metal-Forming-Gruppe an die spanische Gestamp Automoción S.L. ist nach der Genehmigung durch die EU-Kartellbehörde abgeschlossen.

・ Im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts laufen die internen Vorbereitungen zur Veräußerung von ThyssenKrupp Waupaca. Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten werden voraussichtlich im September geführt. Die Bank of America Merrill Lynch unterstützt als Finanzberater diesen Veräußerungsprozess.

・ Die Bündelung der Fahrwerksgeschäfte der Bilstein-Gruppe und von Presta Steering sowie die Veräußerungen des Federn- und Stabilisatoren- und des brasilianischen Automotive-System-Geschäfts im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts sind weitere Maßnahmen. Die Führungsstruktur für die neu entstehende Einheit aus Bilstein und Presta Steering steht bereits fest und die Veräußerungsprozesse sind angelaufen.

・ ThyssenKrupp hat Anfang Juli 2011 eigene Aktien in Höhe von 9,6 Prozent des Grundkapitals platziert. Der Verkauf der Aktien führte zu einem Mittelzufluss von 1,6 Mrd € und damit zu einer Stärkung des Eigenkapitals und Reduzierung der Netto-Finanzschulden.
Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten neun Monate 2010/2011 (01. Oktober 2010 – 30. Juni 2011) bzw. das dritte Quartal 2010/2011 (01. April 2011 – 30. Juni 2011) im Vergleich zum Vorjahr bzw. Vorjahreszeitraum:
・ Der Auftragseingang stieg gegenüber den ersten neun Monaten des vorangegangenen Geschäftsjahres um 25 Prozent oder 7.597 Mio € auf 38.228 Mio €. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (drittes Quartal 2009/2010) hat der Auftragseingang spürbar an Dynamik gewonnen und lag mit 14.120 Mio € um 29 Prozent über dem Vorjahreswert.

・ Der Umsatz nahm in den ersten neun Monaten um 17 Prozent oder 5.350 Mio € auf 36.487 Mio € zu und übertraf mit 12.851 Mio € auch im dritten Quartal den entsprechenden Vorjahreswert um zehn Prozent.

・ Das EBITDA erreichte 2.560 Mio € gegenüber 2.150 Mio € im Vorjahr und übertraf mit 983 Mio € im dritten Quartal das Vorjahresquartal um 16 Prozent.

・ Das EBIT verbesserte sich auf 1.315 Mio € nach 1.131 Mio € im Vorjahr. Mit 545 Mio € im dritten Quartal 2010/2011 gegenüber 500 Mio € im dritten Quartal 2009/2010 zeigte sich mit einer Zunahme von neun Prozent ein anziehender Ergebnistrend.

・ Die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz lag mit 3,6 Prozent auf Vorjahresniveau. Im dritten Quartal betrug die EBIT-Marge 4,2 Prozent (Vorjahreswert 4,3 Prozent).

・ Das Bereinigte EBIT betrug 1.336 Mio €; im Vorjahr waren es 1.136 Mio €. Im dritten Quartal 2010/2011 erzielte der Konzern ein Bereinigtes EBIT von 566 Mio € – und liegt damit auf Vorjahresniveau.

・ Das Ergebnis je Aktie betrug 1,35 € nach 1,38 € im Vorjahr und lag mit 0,46 € im dritten Quartal unter dem Wert des dritten Quartals 2009/2010 von 0,58 € je Aktie.

・ Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 30. Juni 2011 auf 6.249 Mio €. Das entspricht einer Zunahme um 2.469 Mio € gegenüber dem 30. September 2010. Gegenüber dem 31. März wurden die Netto-Finanzschulden um 243 Mio € reduziert.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 erwartet ThyssenKrupp eine Steigerung des Umsatzes um 10 bis 15 Prozent (2009/2010: 42,6 Mrd €). Für das Konzernergebnis geht das Unternehmen von einer im Verhältnis zum Umsatz überproportionalen Steigerung aus. Diese Entwicklung folgt weiteren operativen Verbesserungen und der Erholung der Absatzmärkte, die die erhebliche Ergebnisbelastung durch die Business Area Steel Americas im höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich mehr als kompensieren. Der Aufwärtstrend in allen übrigen Business Areas bestätigt die Erwartungen, dass das Bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (um Sondereinflüsse bereinigtes EBIT) voraussichtlich um zwei Mrd € liegen wird (2009/2010: 1,2 Mrd €).

Dr. Heinrich Hiesinger: „Mit der strategischen Weiterentwicklung haben wir uns entschieden, unser Portfolio zu fokussieren und aus unseren Stärken heraus zu wachsen. Basis dafür ist unsere herausragende Ingenieurkompetenz in den Anwendungsfeldern „Material“, „Mechanical“ und „Plant“. Als diversifizierter Industriekonzern sorgen wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen in den Zukunftsfeldern Infrastruktur, Urbanisierung, Umwelt und Energieeffizienz für technologischen Fortschritt und bieten unseren Kunden Vorteile im weltweiten Wettbewerb. Diesen Weg werden wir weiter konsequent fortsetzen.“

Der vollständige Zwischenbericht steht in deutscher und englischer Sprache im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com als Online-Version und zum Download bereit.

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