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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 14.08.2008, 07:30

ThyssenKrupp in den ersten neun Monaten 2007/2008


In den ersten neun Monaten des Geschäftjahres 2007/2008 hat ThyssenKrupp die Ertragskraft seines Geschäftsportfolios einmal mehr unter Beweis gestellt. Trotz einer sich abschwächenden globalen Wirtschaftsdynamik hat der Konzern einen Umsatz über dem des Vorjahres erzielt. Das Konzernergebnis vor Steuern wurde im laufenden Geschäftsjahr von Quartal zu Quartal gesteigert (1. Quartal: 646 Mio €, 2. Quartal: 742 Mio €, 3. Quartal: 909 Mio €) und erreichte 2.297 Mio €; es lag damit über den Planungen. Bereinigt um wesentliche Sondereffekte, bestehend aus den Vorlaufkosten für die neuen Stahlwerke, Restrukturierungsaufwendungen in den Segmenten Steel und Elevator sowie Erträgen aus Unternehmensverkäufen im Segment Technologies liegt das Ergebnis bei 1.073 Mio € für das dritte Quartal, aufgelaufen für neun Monate bei 2.572 Mio €. Das Vorjahresergebnis, welches von einer Sonderkonjunktur bei Edelstahl gekennzeichnet war, konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden.

Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten neun Monate 2007/2008 lauten:
・ Der Auftragseingang belief sich auf 41,5 Mrd € (neun Monate 2006/2007: 42,8 Mrd €), 3 % weniger als im Vorjahr.
・ Der Umsatz stieg um 2 % auf 39,7 Mrd € (38,9 Mrd €).
・ Das EBITDA betrug 3.646 Mio €; im Vorjahr waren es 4.266 Mio € gewesen.
・ Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2.297 Mio € nach 2.853 Mio € im Vorjahr. Vor wesentlichen Sondereffekten hätte es 2.572 Mio € (Vorjahr 3.294 Mio €) betragen.
・ Das Ergebnis je Aktie betrug 3,06 €, nach 3,25 € im Vorjahr.
・ Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 30. Juni 2008 auf 2.127 Mio €. Am 30. Juni 2007 betrugen die Netto-Finanzschulden 806 Mio €.
Die wesentlichen Kennzahlen für das 3. Quartal 2007/08 lauten:
・ Der Auftragseingang belief sich auf 14,2 Mrd € (3. Quartal 2006/2007: 15,6 Mrd €).

・ Der Umsatz stieg auf 14,2 Mrd € (13,4 Mrd €).

・ Das EBITDA betrug 1.366 Mio € (1.728 Mio €).

・ Das Ergebnis vor Steuern lag bei 909 Mio € nach 1.219 Mio € im Vorjahr. Vor wesentlichen Sondereffekten hätte es 1.073 Mio € (Vorjahr 1.180 Mio €) betragen.

・ Das Ergebnis je Aktie betrug 1,21 € nach 1,49 € im Vorjahr.
Vorstandsvorsitzender Dr. Ekkehard Schulz: „Unser bisheriger Geschäftsverlauf zeigt eindrucksvoll die Vorteile unseres ausgewogenen Portfolios von Aktivitäten bei Stahl, Industriegütern und Services und unserer Strategie, mindestens Top 3 Positionen in attraktiven Märkten zu besetzen. Für das laufende Geschäftsjahr erhöhen wir unsere Ergebnisprognose auf über 3,2 Mrd € vor Steuern und vor Sondereffekten. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einer Umsatzsteigerung auf 53 Mrd € aus. Damit realisieren sich unsere Erwartungen eines guten Geschäftsjahres.“

Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund der Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Die Nachfrage nach Stahlprodukten entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich, was sich auch in weiter steigenden Preisen äußert. Die Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigen sich voll.

Im Segment Stainless entwickeln sich die Basispreise verhaltener als bislang erwartet. Die Nachfrage ist stabil, die Service-Center agieren auf Grund der Entwicklung beim Nickel-Preis zögerlich. Wegen des schwachen US-Dollar sind Anzeichen weiterer Importe aus dem US-Dollar-Raum zu erkennen, die die Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten. Dennoch wird ein weiterer positiver Ergebnisbeitrag erwartet.

Technologies profitiert nach wie vor insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Der hohe Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht große Planungssicherheit.

Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.

Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Rohstoff- und Werkstoffpreise wird im Verlauf des Geschäftsjahres eine weiter sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung erwartet.

Zum längerfristigen Ausblick Vorstandsvorsitzender Schulz: „Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen. Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme des neuen Brammenwerks von Steel in Brasilien und des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless in den USA sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.“


Der vollständige Zwischenbericht steht in deutscher und englischer Sprache im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com als Online-Version und zum Download bereit.

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