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Produkte und Lösungen, 30.06.2003, 02:00

ThyssenKrupp Nirosta nimmt neue Kaltbandlinie in Betrieb

Die ThyssenKrupp Nirosta GmbH, einer der weltweit größten Hersteller von Bändern und Blechen aus rost-, säure und hitzebeständigen Stählen, hat am 27. Juni 2003 eine neue Kaltbandlinie eingeweiht. Die Anlage gilt als eine der weltweit modernsten Produktionslinien ihrer Art, vor allem in Bezug auf Qualität, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Sie wurde zwei Monate früher als ursprünglich geplant fertiggestellt.

Moderne Spitzentechnologie sind unter anderem die so genannten Regenerativbrenner in dem 60 Meter langen Glühofen der Anlage. Im Vergleich zu herkömmlichen Brennern, bei denen die Ofenabgase abgesaugt werden und über Wärmetauscher die von den Gasbrennern benötigte Frischluft vorwärmen, bietet die in dieser Linie eingesetzte Technik einen bis zu 30 Prozent höheren Wirkungsgrad.

Der Grund: Die Ofenabgase werden unmittelbar an den 92 Brennern des Glühofens auf keramische Blöcke geleitet. Über die erhitzten Blöcke wird auch die Frischluft geführt, die sich dabei erwärmt und mit einer deutlich höheren Temperatur als beim herkömmlichen Verfahren direkt wieder in den Verbrennungsprozess geht. Für die Erzeugung der im Glühofen nötigen Hitze wird dadurch weniger Erdgas benötigt als bisher. Um schädliche Emissionen zu verringern, setzt ThyssenKrupp Nirosta außerdem das so genannte FLOX®-Verfahren ein. Das Verfahren verhindert, dass die Flammen mehr als 1.600 bis 1.700 Grad heiß werden und dabei Stickoxide freisetzen.

Maßstäbe setzen auch die weiteren Eckdaten der Kaltbandlinie 3: Die Prozessgeschwindigkeit beträgt maximal 100 Meter pro Minute, das entspricht einer Durchlaufzeit von 35 Minuten pro Edelstahl-Coil. Die Anlage erzeugt NIROSTA® Kaltband mit einer Stärke von 0,2 bis 2,0 Millimeter, die Bandbreite liegt zwischen 600 und 1.380 Millimetern. Gefertigt werden zu 80 Prozent austenitische und zu 20 Prozent ferritische Güten. Eine Luftkühlstrecke sorgt für erstklassige Planheit auch bei sehr dünnen NIROSTA® Bändern. Die gesamte Linie kann von fünf Mitarbeitern pro Schicht bedient werden. Mit der neuen Anlage wird sich die Kaltband-Kapazität von ThyssenKrupp Nirosta mittelfristig um jährlich etwa 120.000 Tonnen erhöhen.

Mit einer Grundfläche von rund 6.000 Quadratmetern ist die Kaltbandlinie, in der die Prozessschritte Glühen, Beizen, Dressieren und Besäumen zusammengefasst sind, außergewöhnlich kompakt bemessen. Sie wurde in bereits bestehende Anlagen integriert, und um den vorhandenen Platz bestmöglich auszunutzen hat man die Aggregate der Kaltbandlinie auf drei Stockwerken übereinander angeordnet. Die Investitionssumme betrug 56 Millionen Euro. Vertragspartner von ThyssenKrupp Nirosta beim Bau der neuen Anlage war die Sundwig GmbH, ein Unternehmen der österreichischen Andritz Gruppe. Die Elektrotechnik steuerte die Alstom GmbH bei.

Ansprechpartner:
ThyssenKrupp Steel
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 45185
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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