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Unternehmensmeldungen, 18.06.2010, 16:28

Einweihungsfeier bei ThyssenKrupp CSA

„Ein wichtiger Meilenstein unserer globalen Wachstumsstrategie von ThyssenKrupp steht nun vor dem Hochlauf“, erklärte Dr. Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, heute (18. Juni 2010) auf der Eröffnungsfeier des Stahlwerks von ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico in Santa Cruz, Brasilien. Unter den rund 1500 Gästen, davon mehr als 1000 Mitarbeiter, konnte er auch den brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inacio Lula da Silva, den Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sergio Cabral sowie den Vorstandsvorsitzenden von Vale, Roger Agnelli, begrüßen. Vale ist mit 26,87 Prozent am Grundkapital Miteigentümer von ThyssenKrupp CSA.

„Wir haben auch während der weltweiten Krise an unseren beiden Großprojekten in Brasilien und Alabama, wo die hier produzierten Brammen weiter veredelt werden, festgehalten. Wir waren uns immer sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Denn wir wollen unsere weltweite Top-Position im Markt für hochwertigen Qualitätsflachstahl nicht nur behaupten, sondern ausbauen, “ so Dr. Schulz weiter. Er versprach, dass ThyssenKrupp in Santa Cruz ein guter Nachbar sein wird.

Staatspräsident Lula gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass das Engagement von ThyssenKrupp langfristig zum Wohle der brasilianischen Volkswirtschaft angelegt ist, er wies dabei auch auf die 200jährige Tradition von ThyssenKrupp in Deutschland und das Engagement seit 1837 in Brasilien hin. Gouverneur Cabral hob die Bedeutung für die Arbeitsplätze für den Bundesstaat Rio de Janeiro hervor. Während der Bauphase waren mehr als 30.000 Menschen auf der Baustelle beschäftigt. Wenn das Stahlwerk in Betrieb ist, bietet das Unternehmen 3.500 Arbeitsplätze, die vorzugsweise mit brasilianischen Mitarbeitern besetzt werden. Etwa viermal so hoch dürfte die Zahl der durch die Investition entstehenden indirekten Arbeitsplätze sein. Cabral sagte: „ThyssenKrupp CSA ist eine Investition, auf die unser Bundesstaat stolz sein kann. Es ist nicht nur eine strategische Investition, sondern darüber hinaus auch ein Beweis des Vertrauens in das brasilianische Volk und in unser Land. Rio de Janeiro ist dabei, sich in eine nationale und internationale Drehscheibe der Stahlproduktion zu verwandeln und ThyssenKrupp leistet hierzu einen außergewöhnlichen Beitrag. ThyssenKrupp und Vale sind zwei Großkonzerne, die verdientermaßen hohes Ansehen für exzellente Leistungen in ihren Tätigkeitsfeldern genießen. Gemeinsam werden diese beiden Unternehmen Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum nach Brasilien bringen“.

Ebenso wie Dr. Schulz hob Vales CEO Roger Agnelli die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Konzerne hervor. „Unser Ziel ist es, das Wachstum der Stahlproduktion in Brasilien zu fördern, Wohlstand und nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Dafür steht CSA“, fügt Roger Agnelli, Vorstandsvorsitzender von Vale, hinzu. Initiativen, die die örtliche Wirtschaft stimulieren, seien wichtig, aber das Unternehmen müsse auch die sonstigen Belange des Gemeinwesens berücksichtigen. „Die Unterstützung des Gemeinwesens ist bei einem solchen Unterfangen von großer Bedeutung. Es hat keinen Zweck, Projekte zu betreiben, die nicht völlig im Einklang mit den Bedürfnissen des Gemeinwesens stehen“.

<u>Hochmoderne Anlagenkonfiguration</u>

Das neue integrierte Hüttenwerk, das ThyssenKrupp für 5,2 Mrd € im Bundesstaat Rio de Janeiro errichtet, ist die größte industrielle Investition der letzten zehn Jahre in Brasilien und zugleich das erste große Stahlwerk, das in diesem Land seit Mitte der achtziger Jahre gebaut wird. Das Investitionsprojekt ist von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der Wachstumsstrategie von ThyssenKrupp in Europa und Nordamerika bei hochwertigem Qualitätsflachstahl. Nach dem Hochlaufen wird das Werk 5 Mio t Brammen mit hohen Qualitätsstandards und einer optimalen Kostenposition produzieren. Mit 3 Mio t wird das ebenfalls im Bau befindliche Weiterverarbeitungswerk bei Mobile in Alabama versorgt, 2 Mio t werden zur Verarbeitung an die ThyssenKrupp Werke in Deutschland geliefert, um Kunden in Europa mit Fertigprodukten zu versorgen.

Ende September 2006 wurde der Grundstein auf dem 9 km2 großen Grundstück bei Santa Cruz gelegt. Ausschlaggebend für die Standortwahl in der Bucht von Sepetiba waren Kostenvorteile, die auf dem direkten Zugang zum Atlantischen Ozean und der dort endenden Eisenbahnlinie für den Transport von Eisenerz aus den Minen von Vale aus der Region Minas Gerais beruhen. Das Investitionsprojekt umfasst den Bau eines hochmodernen Werkskomplexes mit eigenem Hafen für den Import von Kohle und den Export der Brammen, Rohstoffhandling, Kokerei, Sinteranlage, zwei Hochöfen, einem Oxygenstahlwerk und einem Kraftwerk.

Beim Bau des integrierten Hüttenwerks hält ThyssenKrupp CSA nicht nur die Landesstandards beim Umweltschutz ein, sondern die anspruchsvolleren europäischen Vorgaben. Das Projekt wurde von den einheimischen Umweltbehörden geprüft und genehmigt. Gleichzeitig wurden alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um die Umwelteinflüsse der Investition so gering wie möglich zu halten.

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